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ÖBB-Bilanz 2004

"Trotz anhaltend schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnten die ÖBB im Geschäftsjahr 2004 eine zufrieden stellende Entwicklung verzeichnen und ihre führende Marktposition absichern," so Erich Söllinger, Vorstandsdirektor für Finanzen der ÖBB-Holding AG. Im Personenverkehr wurde mit 432,9 Mio. Fahrgästen (inkl. Postbus) ein neuer Rekordwert erzielt.

Die beförderte Tonnage konnte im Güterverkehr um 4,4 Mio. Tonnen auf 92,3 Mio. Tonnen erhöht werden. Die Produktivität wurde weiter verbessert und die Investitionen in beiden Unternehmensbereichen (Absatz und Infrastruktur) deutlich gesteigert.

Die Umsatzerlöse erreichten 2004 2.135,8 Mio. EUR (nach 2.107,9 Mio. EUR 2003) - ein Plus von 1,3 %. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit 21,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 100,3 Mio. EUR. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf den Rückgang bei gemeinwirtschaftlichen Leistungen (minus 16 Mio. EUR), die Verschiebung von Immobilienverkäufen in Folgeperioden (44 Mio. EUR) sowie die Erhöhung des Infrastrukturbenützungsentgelts (IBE) um 21 Mio. EUR auf 355 Mio. EUR.

Fahrgastrekord durch Kundenoffensive

"Die begonnene Neuausrichtung im Personenverkehr mit innovativen Angeboten spiegelte sich in der höheren Anzahl an Fahrgästen wider," so Söllinger. Mit einem Zuwachs von 5,3 Mio. auf 432,9 Mio. wurde ein neuer Fahrgastrekord erzielt. Besonders erfreulich war dabei der Anstieg im Schienenverkehr um 2,3 % auf 187,9 Mio. (ein Plus von 4,2 Mio. Fahrgästen) sowie jener im BahnBus um 1,2 % auf 94 Mio. (ein Plus von 1,1 Mio. Fahrgästen). Die Fahrgastzahlen im Postbus konnten mit 150 Mio. Kunden stabil gehalten werden. Auf den Schienennahverkehr entfielen 161 Mio. Fahrgäste, auf den Schienenfernverkehr 27 Mio. "Der Ausbau der Nahverkehrsverbindungen und die Angebotsattraktivierung im grenzüberschreitenden Verkehr zu den neuen EU-Mitgliedstaaten machten sich besonders positiv bemerkbar," erklärt Söllinger.

Das Zusammenführen des BahnBusses der ÖBB mit dem Postbus wurde Mitte des Jahres erfolgreich abgeschlossen. Die beiden Busbetriebe, die 2004 gemeinsam rund 244 Mio. Bus-Fahrgäste beförderten, stehen seit 1. Juli 2004 unter einheitlicher Leitung und treten seither gemeinsam auf.

Ein weiterer Meilenstein im Bereich Kundenservice war die im Dezember 2004 in Kraft getretene Passagiercharta der ÖBB-Personenverkehr AG. Sie bringt für die Bahnkunden eine deutliche Verbesserung und klare Rechtsansprüche auf Entschädigung bei Verspätungen. Ab einem Fahrpreis von 20 EUR hat der Fahrgast Anspruch auf Entschädigung in der Höhe von 20 % des Fahrkartenwertes in Form von Gutscheinen.

Güterverkehr mit deutlichem Plus

Trotz schleppender europäischer Konjunktur, Wegfall der Ökopunkte und Liberalisierung im Schienenverkehr konnten sich die ÖBB erfolgreich im Güterverkehr behaupten. Dazu Erich Söllinger: "Vor allem durch den Ausbau maßgeschneiderter Logistiklösungen für bestimmte Branchen und Kunden konnte die Transportleistung von rund 87,9 Mio. auf 92,3 Mio. Tonnen erhöht werden."

Das Transportaufkommen betrug in der Sparte "Complet Cargo" 68,4 Mio. Tonnen, beim "Combi Cargo" 22,2 Mio. Tonnen, beim "Kraftwagengüterverkehr" 0,8 Mio. Tonnen und im Bereich "Stückgut und Logistik" 0,7 Mio. Tonnen. Bei den Tonnenkilometer konnte eine Steigerung von 6,3 % auf 19.027 Mrd. erzielt werden.

Infrastruktur - sicher, wirtschaftlich und schnell

Die ÖBB investierten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 854 Mio. EUR in ihre Schienenwege und haben damit ihre eingeschlagene Strategie zur Erhöhung der Transportkapazitäten und der Verbesserung der Betriebsqualität für den Schienenverkehr konsequent fortgesetzt.

Gleichzeitig wurden die Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen im Unternehmensbereich Infrastruktur auch 2004 weitergeführt. Vielfältige Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Zahl der Unfälle um 30 % und die Schadenssumme um 12 % gesenkt werden konnte. Bei 138 Zugverbindungen konnte eine Fahrzeitverkürzung realisiert werden.

Kostenmanagement wirkt - Produktivität steigt

Die im Bereich Kostenoptimierung gesetzten Maßnahmen zeigten auch 2004 wieder positive Auswirkungen. Der Personalaufwand lag bei 2.038 Mio. EUR. Der Personalstand reduzierte sich um 5,9 % auf 44.721 Mitarbeiter. Gleichzeitig wurde die Pro-Kopf-Produktivität um 8 % und damit deutlich gesteigert.

Investitionen deutlich erhöht Eine deutliche Erhöhung gab es 2004 auch bei den Investitionen in beiden Unternehmensbereichen. Bei der Infrastruktur (einschließlich HL-AG) beliefen sich die Investitionen auf 1,335 Mrd. EUR gegenüber 1,128 Mrd. EUR 2003 (entspricht einer Steigerung von über 18 %). Noch deutlicher fielen die Investitionssteigerungen im Absatz aus. Insgesamt wurden hier 2004 567 Mio. EUR investiert gegenüber 443 Mio. EUR 2003 - eine Steigerung von 28 %.

Pressemeldung der ÖBB.


URL: Homepage der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB)
Meldung vom 29.04.2005

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