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Joint Venture zwischen der russischen Bahn RZD und der DB-Güterbahn Railion gegründet

Konkrete Schritte zu Verbesserungen in der produktionellen und in der vertrieblichen Zusammenarbeit wurden heute von Hartmut Mehdorn, Chef der Deutschen Bahn AG, und Gennadi Fadejew, Chef der Russischen Bahn, auf der Hannover Messe in Form eines Joint Ventures vertraglich festgelegt.

Um den Modal Split des Schienengüterverkehrs zwischen Deutschland
und seinem größten Außenhandelspartner Russland (Export 7,6 Prozent, Import 14,3 Prozent) auf vier Prozent zu verdoppeln, hatten die deutsche und russische Bahn schon seit 2004 ihre Zusammenarbeit vertieft. Das "Vierachsenprojekt" der vier Bahnen aus Deutschland, Polen, Weißrussland und Russland startete mit dem Ziel, neue Wachstumsmengen für die Schiene auf dem paneuropäischen Korridor II zu erschließen.

Hartmut Mehdorn: "Weite Distanzen und große Gütermengen sind ideal für die Schiene. Wir müssen gemeinsam die bestehenden Barrieren schnell beseitigen. Dann werden wir auch Marktanteile zwischen Deutschland und Russland gewinnen."

In einer gemeinsamen Gesellschaft mit Sitz in Moskau werden Produkte entwickelt, die dem Kunden ein One-stop-shopping ermöglichen. Zusätzlich sollen dem Kunden Sonderleistungen wie Tracking und Tracing, Verzollung, Lagerung und Störungsmanagement angeboten werden. Gleichzeitig werden konkrete Maßnahmen eingeführt, um die Qualität der Transportabwicklung über eine durchgängige Grenzabfertigung auf dem Korridor II und der Ostseeverbindung Mukran – Baltijsk – Klaipeda – Ust Luga zu steigern.

Im Fokus steht die Entwicklung eines Angebots in den Wirtschaftsraum Moskau, das durch eine schnelle Transportzeit und häufige Abfahrtsfrequenz für die Kunden attraktiv sein wird. Auch die bessere und direkte Anbindung nach China über die Transsibirische Eisenbahn steht auf der Agenda. Ein erster direkter Testzug aus der Inneren Mongolei nach Deutschland mit einer Fahrtzeit von nur noch 16 Tagen zeigte im März, dass der Schienenweg eine echte Alternative zum Seeweg darstellt. Per Seeschiff benötigen die Güter für den gleichen Weg vier bis sechs Wochen. Zwar wird der Seeweg von China nach Europa auf absehbare Zeit der Transportweg für den Massenmarkt bleiben, aber selbst Reedereien haben gerade bei den derzeitigen Wartezeiten in den chinesischen Häfen ein großes Interesse an ergänzenden Beförderungswegen. Für zeitkritische, höherwertige Güter stellt der schnellere Schienenweg eine langfristige Transportalternative dar.

In einem ersten Schritt werden betriebliche Verbesserungen des Bahnverkehrs auf dem Korridor II durch einen elektronischen Datenaustausch sichergestellt, der dem deutschen und russischen Kundenservicezentrum alle transportrelevanten Informationen zur Verfügung stellt. Eine direkte Kommunikation mit den transportabwickelnden Stellen ist somit hergestellt. Auch die administrativen und zollrechtlichen Abläufe sollen durch die Anerkennung des SMGS- und CIM-Frachtbriefes als Zolldokument vereinheitlicht werden.

Ein weiterer Baustein im Joint Venture ist der Vertrieb. Produkte von und nach Russland bzw. Deutschland werden den Kunden verstärkt über die Vertriebsarme der Gründungsunternehmen wie auch der Tochterunternehmen angeboten. Das Joint Venture wird zugleich in die "Ruskaja Troika", einem Zusammenschluss der russischen Reederei Fesco und des russischen Containerspezialisten Transcontainer eng eingebunden. Damit erhalten die Bahnen Zugriff auf die Transportmengen aus Ostasien.

Pressmeldung von Railion.


URL: Homepage Railion
Meldung vom 11.04.2005

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