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Test-Güterzug aus China in Deutschland angekommen.

Der erste Güterzug aus China ist nach bereits 16 Tagen am Ziel seiner 9.814 Kilometer langen Reise durch die Mongolei, Russland, Weißrussland und Polen in Deutschland angekommen und war damit deutlich schneller als jede Seeschiffsverbindung.

Die chinesische und die russische Bahn hatten den Testzug am ersten März in Hohhot, der Hauptstadt der Inneren Mongolei gestartet.Als Empfänger dieses Test-Ganzzuges konnten die chinesischen Spediteure das zur ThyssenKruppServices AG gehörende Unternehmen ThyssenKrupp MinEnergy in Essen gewinnen, für die über 2.000 Tonnen Koks aus der Inneren Mongolei zum Gleisanschluss in Duisburg transportiert wurden. Mit einem Volumen von etwa zwei Millionen Tonnen ist die Gesellschaft der größte Importeur von chinesischem Koks nach Europa.

Ziel des Probelaufes war es, Erfahrungswerte und Daten über den produktionellen Ablauf auf der direkten Bahnstrecke von China nach Russland über den sogenannten "Mongolischen Vektor" (Ulan-Bator-Brest, mit Verlängerung nach Deutschland) zu sammeln.

Railion, die Güterbahn der Deutschen Bahn AG, hat den auf Grund der deutschen Sicherheitsbestimmungen in zwei Teile zerlegten Zug mit insgesamt 101 Containern und einer Länge von rund 1.000 Metern in Frankfurt/Oder übernommen, mit Elektroloks im Nachtsprung nach Duisburg Ruhrort Hafen gefahren und anschließend in den Kundengleisanschluss rangiert. Der Geschäftsführer der ThyssenKrupp MinEnergy Kai-Norman Knötsch und der Leiter Transportmanagement West von Railion, Johannes Jonkhans, begrüßten heute einen der beiden ankommenden Container-Züge in Duisburg.

Alle Erfahrungswerte der Testfahrt über den "Mongolischen Vektor" werden in die Anstrengungen der beteiligten Bahnen fließen, den Güterverkehr auf der Landverbindung von Europa nach Asien mit neuen Angeboten auszuweiten und zu beschleunigen. Der Landweg wird umso attraktiver, je weiter die chinesische Wirtschaft von den Seehäfen ins Binnenland wächst.

Mehrere Barrieren erschweren bis dato die Direktverbindung auf der Schiene im Vergleich zum Seeweg. Neben den aufwändigen betrieblichen und Zollformalitäten gibt es auf dem Weg zwei verschiedene Spurweiten, die einen zweimaligen Umschlag der Container erfordern. So werden die Container an der chinesisch-mongolischen Grenze in Erljan / Dsamin-Ude auf Wagen der russischen Breitspur umgeschlagen. Am Grenzübergang Weißrussland / Polen in Brest / Malaszewicze erfolgt der zweite Umschlag der Container auf Tragwagen der europäischen Normalspur von 1435 mm.

"Wir können uns vorstellen, in naher Zukunft monatlich etwa zwei bis drei Züge dieser Art für den Transport von Gießkoks sowie hochwertiger Mineralien wie Magnesit und Graphit einzusetzen", so Kai-Norman Knötsch von ThyssenKrupp MinEnergy.

Rückladungen für den jetzigen Testzug zurück nach China konnten kurzfristig akquiriert werden: Die Stinnes-Tochter TRANSA mit Sitz in Offenbach hat Kunden aus der Textilbranche gewonnen, die aus Reutlingen Bügel- und Strickmaschinen für Kaschmirpullover nach China exportieren. "Das Interesse an einer schnellen und zuverlässigen Transportverbindung in die Volksrepublik China ist eindeutig da", so Hans Löffert, Geschäftsführer der Transa. "Der Landweg auf der Schiene bietet hier gute Entwicklungsmöglichkeiten für logistische und speditionelle Aktivitäten."

Container- und Wagenladungstransporte per Bahn von und nach China sind schon heute über die Drehscheibe Moskau mit täglicher Abfahrt möglich:
mit dem sogenannten Containerzug "Ost- und Westwind", für den die Firma ICF Basel, eine Tochterfirma der europäischen Bahnen, verantwortlich ist. Der "Russland"- und "Europa-Express" für den Wagenladungsverkehr wird von Stinnes Freight Logistics betrieben. Diese Systeme, die einzelne Ladungen zu Zügen bündeln, könnten bei einer spürbaren Steigerung der Nachfrage noch erheblich beschleunigt werden.

Darüber hinaus entwickelt Railion gemeinsam mit der russischen Bahn RZD, der polnischen PKP Cargo und der belorussichen Staatsbahn im "Vierachsenprojekt" neue und schnelle Transportverbindungen aus einer Hand über den Paneuropäischen Korridor II, von denen auch die Transporte Richtung Fernostasien profitieren sollen. Mit zunehmenden Handelsbeziehungen zu Asien erwarten die Kunden ergänzende Transportangebote für zeitkritische Güter. "Das Joint Venture mit der russischen Bahn konzentriert sich daher auf den Ausbau der logistischen Aktivitäten auf diesen Transportkorridoren, um alternative Leistungsangebote zu Seeschiff und Lkw zu platzieren", so Joachim Gerigk, Leiter Verkehrsentwicklung Russland/Asien von Railion.

Pressemeldung von Railion.


URL: Homepage Railion
Meldung vom 17.03.2005

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