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Bilanzpressekonferenz Kombiverkehr

Sowohl beim Umsatz als auch bei den Mengen legte Kombiverkehr im Geschäftsjahr 2003 zu. Dabei scheint die generell erhöhte Nachfrage nach Schienenverkehrsleistungen im vergangenen Jahr einen größeren Einfluss als das schwache konjunkturelle Umfeld bei einem gleichzeitig verschärften Wettbewerb im europäischen Landtransport ausgeübt zu haben.

Aufkommen und Umsatz in 2003 gesteigert


Sowohl beim Umsatz als auch bei den Mengen legte Kombiverkehr im Geschäftsjahr 2003 zu. Dabei scheint die generell erhöhte Nachfrage nach Schienenverkehrsleistungen im vergangenen Jahr einen größeren Einfluss als das schwache konjunkturelle Umfeld bei einem gleichzeitig verschärften Wettbewerb im europäischen Landtransport ausgeübt zu haben. Die 173 Mitarbeiter des Operateurs für den Kombinierten Verkehr Schiene-Straße erwirtschafteten Umsatzerlöse in Höhe von 289,2 Millionen Euro (+2,4 Prozent) bei einem Aufkommensplus von 7,1 Prozent auf 956.980 transportierte Sendungen (2,2 Millionen TEU). Gleichzeitig stieg der Aufwand für bezogene Leistungen um 2,5 Prozent auf 274,8 Millionen Euro. Somit erzielte Kombiverkehr einen Bilanzgewinn von 0,98 Millionen Euro und konnte das von den Kommanditisten eingesetzte Kapital angemessen verzinsen. „Unsere Strategie des kontrollierten Wachstums auf der Grundlage eines hohen Qualitätsanspruchs hat sich als erfolgreich erwiesen“, resümierte Dr. Werner Maywald, Sprecher der Geschäftsführung. „Das belegen die Mengenentwicklungen auf den Verkehrsverbindungen, auf denen wir den Spediteuren ein marktgerechtes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten konnten.“

Nationaler Verkehr legt um 15 Prozent zu

Überdurchschnittliche Zuwächse von 15 Prozent auf 163.620 Sendungen verzeichnete der nationale Verkehr in 2003. Im Jahresverlauf zeigte sich ab September eine deutlich höhere Nachfrage, die mit erweiterten Kapazitäten bedient wurde. Nicht zuletzt aufgrund der bevorstehenden Lkw-Maut entschlossen sich einige Spediteure, verstärkt den Kombinierten Verkehr zu nutzen; zudem konnten Neukunden akquiriert werden.

Im Spätsommer 2003 hatten einzelne Strecken im Kombi-Netz 2000+ vorübergehend mit Qualitätsproblemen zu kämpfen. Die Mängel wurden inzwischen weitestgehend beseitigt.

Das Angebot wird weiterhin flexibel und kundenorientiert ausgebaut. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2003 wurde bereits der Ost-West-Verkehr von Rhein-Ruhr nach Sachsen und Berlin erweitert. Anfang April startete ein neuer Ganzzug zwischen Bremen/ Dörpen und Mannheim/Ludwigshafen.

Kräftiges Wachstum im internationalen Verkehr

Das internationale Ganzzugnetz erreichte in 2003 ein Plus von 6,7 Prozent mit 601.820 Sendungen. Dieser Anstieg ist auf den kontinuierlichen Ausbau des Netzes sowie auf deutliche Volumenzuwächse ab September zurückzuführen. Im Wesentlichen wird der Zuwachs von der Hauptachse nach Italien getragen (via Schweiz +10 Prozent, via Österreich +8 Prozent) auf der 328.000 Sendungen transportiert wurden. Im Alpentransit sowohl via Brenner als auch via Gotthard hat sich die Qualität der traditionellen Bahnen spürbar verbessert.

Das Angebot im alpenquerenden Verkehr wurde mit einem Ganzzug zwischen Duisburg und Novara Anfang Januar 2004, einer Verbindung zwischen Lübeck und Verona im März 2004 und einem dritten Shuttlezug zwischen München und Verona im Mai 2004 bereits weiter ausgebaut.

Die Ostachse erzielte in 2003 mit 100.200 Sendungen einen Anstieg von 10 Prozent. Den größten Zuwachs verzeichneten hier die Verkehre nach Polen mit einem Wachstum um 32,9 Prozent auf 7.940 Sendungen; am volumenstärksten sind die bilateralen Verkehre nach Österreich mit 70.900 Sendungen (+9 Prozent). Eine zentrale Funktion nimmt die Drehscheibe Wels ein – sowohl für die Anbindung innerösterreichischer Zugsysteme als auch für Weiterleitungen nach Ungarn und in die Slowakei. Das Angebot wurde im März dieses Jahres erweitert mit einem Ganzzug zwischen Duisburg und Wels/Wien.

Im Nordeuropaverkehr erhöhte Kombiverkehr das Aufkommen um 3,3 Prozent auf 74.900 Sendungen. Das größte Volumen erzielten die gebrochenen Verkehre (bis zu den Ostseehäfen) nach Kiel, Lübeck und Rostock mit 58.400 Sendungen (+9 Prozent). Bereits im Januar 2004 wurde in diesem Segment ein neuer Ganzzug Duisburg/Hagen – Lübeck eingeführt.

Der Verkehr mit der Iberischen Halbinsel nahm um 11,1 Prozent auf 29.400 Sendungen zu. Dazu trug im Wesentlichen die Entflechtung des Zuges Köln/Mannheim nach Barcelona/ Tarragona in zwei relationsreine Züge bei. Die gleiche Kapazitätserweiterung ist für die Atlantikroute nach Bayonne/Irún in 2004 geplant.

Rollende Landstraße uneinheitlich

Im begleiteten Verkehr transportierte Kombiverkehr in 2003 insgesamt 191.540 Lkw (+2,3 Prozent). Allerdings entwickelten sich die beiden angebotenen Strecken sehr unterschiedlich. Die Rollende Landstraße (RoLa) Manching – Brennersee musste auf Grund knapper Waggonkapazitäten Einbußen von 15 Prozent auf 98.520 Lkw hinnehmen. Hingegen steigerte die RoLa Dresden – Lovosice ihr Aufkommen um 30 Prozent auf 93.020 Lkw.

Nach dem Auslaufen der Ökopunkte-Regelung in Österreich hat die Brennersee-RoLa zwischen Januar und Mai 2004 ein Minus von 33,1 Prozent (27.700 Lkw) gegenüber dem Vergleichszeitraum verbucht. Die Auslastung der RoLa Dresden – Lovosice sank seit dem Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 unter zehn Prozent, so dass die sächsisch-tschechische Regierungskommission ihre Einstellung zum 19. Juni 2004 beschloss.

Investition in Taschenwagen

Kombiverkehr investiert in 30 neuartige Taschenwagen für den Schienentransport von Megatrailern. Mit den neu entwickelten Taschenwagen will der Operator den Markt für großvolumige Ladeeinheiten für den Kombinierten Verkehr Schiene-Straße erschließen. Die Lieferung soll zwischen Juni und November 2005 erfolgen.

CESAR-Betreibergesellschaft gegründet

Das bislang als Projekt betriebene Informationssystem CESAR wurde jetzt in eine Betreibergesellschaft umgewandelt. Hinter der am 20. April gegründeten Cesar Information Services (CIS) mit Sitz in Brüssel stehen Cemat (Italien), Hupac (Schweiz), Novatrans (Frankreich), die internationale Kombivereinigung UIRR und Kombiverkehr. Unter der Internetadresse www.cesar-online.com werden erstmals länderübergreifend Informationen und Services wie Fahrplan, Reservierung und Sendungsverfolgung gebündelt – für die Kommunikation mit den Kunden und untereinander.

Gute Aussichten für Geschäftsjahr 2004

Das Wachstum im unbegleiteten Kombinierten Verkehr setzte sich im neuen Geschäftsjahr fort: Der nationale Verkehr verzeichnete von Januar bis Mai 2004 eine Steigerung von 21,3 Prozent auf 78.700 Sendungen; im internationalen Verkehr wurden 231.640 Sendungen (+4,5 Prozent) transportiert. Im gleichen Zeitraum bewegte die Rollende Landstraße 54.800 Lkw (-30,8 Prozent). Auch wenn die Ausfälle im begleiteten Verkehr die Sendungszahlen beeinträchtigen, erwartet Kombiverkehr für das Gesamtjahr 2004 insgesamt ein positives Ergebnis.

Kenndaten Kombiverkehr 2003

2003 2002
Umsatzerlöse (in Mio. Euro) 289,2 282,3
Betriebsergebnis (in Mio. Euro) 0,78 1,26
Bilanzgewinn (in Mio. Euro) 0,98 1,21
Mitarbeiter 173 184
Sendungsaufkommen 956.980 893.740
Nationaler Verkehr 163.620 142.570
Internationaler Verkehr 601.820 564.000
Rollende Landstraße 191.540 187.170

Pressemeldung Kombiverkehr.

 


URL: Homepage Kombiverkehr
Meldung vom 18.06.2004

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