Werbung
modellbahn-portal
eisenbahn-webkatalog
eisenbahn-termine
 


Login








Registrieren
Passwort vergessen?


Werbung

Themen

Service





Roland rast wieder - Stundentakt seit dem 29.05.2004

Pünktlich um 5:20 Uhr verließ am 24.05.2004 der mit der 99 4801 bespannte Zug P 101 den Bahnhof Putbus. Damit wurde der fahrplanmäßige Betrieb des Rasenden Rolands offiziell wieder aufgenommen.

Einen Tag vorher erfolgte in Anwesenheit der Landesbahnaufsicht die bauliche Abnahme des wiederhergestellten Gleisbettes nahe der Station "Serams". Hier hatte der zwischenzeitliche Bahneigentümer L. Guttwein am 03.05.2004 ein ca. 10 m langes Gleisjoch für Bodenuntersuchungen im Bereich des Bahndammes entfernen lassen.

Vorausgegangen war am 27.04.2004 bereits die Vollsperrung der Gesamtstrecke durch den damaligen Betriebsleiter und die Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs mit Bussen.

Ein "Inselbetrieb" zwischen den Stationen Binz und Göhren sowie eine zügige Reparatur des defekten Bahndammes wurde von der damaligen Geschäftsführung von Anfang an abgelehnt. Das Streckengleis verrostete zusehends und bot Platz für eine wildwuchernde Vegetation.

Anfang Mai begann der von erheblichen Protesten begleitete Abtransport von 2 RüKB-Dampflokomotiven in Guttweins Eisenbahnmuseum in Prora. Das Gerücht von einem möglichen Ausverkauf der Kleinbahnfahrzeuge machte die Runde.

Dann stellte das Land am 06.05.2004 einen Insolvenzantrag für die RüKB beim Amtsgericht Stralsund, da die geforderte Rückzahlung ausgereichter Fördermittel nicht erfolgte. Der Landkreis Rügen wollte für den Fall einer möglichen Insolvenz eine Auffanggesellschaft gründen, um den Fortbestand der Kleinbahn zu sichern. Guttwein hingegen sah sich einer "kalten Enteignung" durch Land und Landkreis ausgesetzt.

Am 10.05.2004 kündigte er schließlich den Verkehrsvertrag mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern. Der Geschäftsbetrieb wurde eingestellt, alle Kleinbahn-Mitarbeiter sollten betriebsbedingt entlassen werden. Das Land widersprach jedoch am 13.05.2004 der Vertragskündigung. Guttwein trat in erste Verkaufsverhandlungen mit dem Landkreis ein. Dieser machte jedoch eine sofortige Wiederaufnahme des Zugbetriebes zur Voraussetzung für einen Fortgang der Gespräche.

Zur feierlichen Eröffnung des frisch sanierten Kleinbahnhofes in Binz verkehrten dann am 15.05.2004 - unter reger Anteilnahme der Öffentlichkeit - zwei Zugpaare zwischen Binz und Göhren. Dennoch wurde auch weiterhin der reguläre Betrieb nicht wieder aufgenommen. Empörung machte sich nicht nur bei den Mitarbeitern breit, sondern auch in der Inselbevölkerung. So veranstalteten z. B. zahlreiche namhafte Künstler ein Konzert für den Erhalt des Rasenden Rolands.

Am 21.05.2004 wurde dann der erst Mitte März abgeschlossene Verkauf der RüKB rückabgewickelt, nachdem die Zahlung des Kaufpreises trotz mehrfacher Vollstreckungsversuche nicht erfolgte. Bernhard van Engelen war nach einer 72-tägigen Unterbrechung wieder alleiniger Eigentümer des Rasenden Rolands. Drei Tage später konnte der durchgehende Betrieb nach einer gut vierwöchigen Unterbrechung wieder aufgenommen werden.

Seit dem 29.05.2004 verkehren die Züge des Rasenden Rolands nun im annähernden Stundentakt zwischen Putbus und Göhren. Gleichzeitig wurde auch der Verkehr auf dem Dreischienengleis nach Lauterbach Mole wieder aufgenommen. Bis einschließlich 05.09.2004 wird der verdichtete Takt täglich angeboten. Auch der historische Traditionszug aus den 1920´er Jahren kommt hierbei regülär zum Einsatz.

Pressemeldung der Rügensche Kleinbahn GmbH & Co. (RüKB)


URL: Homepage Rügensche Kleinbahn
Meldung vom 03.06.2004

Weitere Meldungen




Weitere Meldungen:


Gefunden beim Eisenbahn-Webkatalog.
http://www.eisenbahn-webkatalog.de