Werbung
modellbahn-portal
eisenbahn-webkatalog
eisenbahn-termine
 


Login








Registrieren
Passwort vergessen?


Werbung

Themen

Service





Ab Dezember 2005 wird die NEB wieder den Zugverkehr auf der Heidekrautbahn durchführen.

Die Niederbarnimer Eisenbahn-AG (NEB) hat die im letzten Jahr durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) erfolgte Ausschreibung für die Verkehrsleistungen auf der "Heidekrautbahn" (RB 27) gewonnen. Das von der NEB eingereichte Angebot überzeugte sowohl den VBB als auch die Länder Brandenburg und Berlin als Aufgabenträger, so dass die NEB nunmehr den Zuschlag für die Durchführung des Eisenbahnverkehrs auf der RB 27 für die Laufzeit der Ausschreibung vom 11. Dezember 2005 bis zum 12. Dezember 2020 erhielt.

In diesem Zeitraum werden die Verkehrsleistungen auf den Strecken Berlin-Karow – Basdorf – Groß Schönebeck sowie Basdorf – Wensickendorf bzw. Schmachtenhagen im Umfang des derzeitigen Verkehrsangebotes durch die NEB erbracht. Aktionäre der Gesellschaft sind mit knapp 67 Prozent die mehrheitlich zur Connex-Gruppe gehörende IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin, mit insgesamt 26 Prozent die Landkreise Oberhavel, Barnim, Märkisch-Oderland und Oder-Spree, mit 6 Prozent die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und mit knapp einem Prozent einige Gemeinden entlang der Bahnstrecke.

Für die NEB ist dieser Zuschlag mehr als nur eine "gewonnene Ausschreibung", vielmehr kann die Gesellschaft damit wieder an ihre erfolgreiche Geschichte als Eisenbahnverkehrsunternehmen anknüpfen, die abrupt im Jahre 1950 endete. Mit einem Vertrag vom 28./29. Juni 1950 musste die NEB die "Verwaltung und Nutznießung" ihrer Eigentumsstrecken zum 1. Juli 1950 auf die damalige Deutsche Reichsbahn übertragen, was faktisch einer Enteignung gleich kam. Seit diesem Zeitpunkt erfolgte die Durchführung des Eisenbahnbetriebes zunächst durch die Deutsche Reichsbahn, später durch die Deutsche Bahn AG. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands war es Ziel der NEB, wieder selbst - wie schon von 1901 bis 1950 - als Eisenbahnunternehmen tätig zu sein.

Nachdem zunächst die Rückgabe des nicht dem Eisenbahnbetrieb dienenden Immobilienvermögens erfolgte, übernahm zum 1.9.1998 die NEB auch die Eisenbahninfrastruktur wieder in die eigene Verwaltung und Verantwortung. Jeder, der seitdem auf der "Heidekrautbahn" fährt, kann sich von der umfassenden Sanierung und Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur in den Jahren 1998-2002 überzeugen: 10 Bahnsteige wurden neu gebaut, durch umfangreiche Gleisbaumaßnahmen konnte die Streckengeschwindigkeit von 50km/h auf 80 km/h erhöht werden. An 15 höhengleichen Kreuzungen wurden entweder neue technische Bahnübergangssicherungsanlagen gebaut oder überalterte Anlagen modernisiert. Zusammen mit der Installation einer moderne Leit- und Sicherungstechnik trugen diese Maßnahmen dazu bei, die Reisezeit deutlich zu reduzieren. Im Ergebnis der sich auf insgesamt 17,2 Millionen € belaufenden Investitionen präsentiert sich die "Heidekrautbahn" heute als moderne Regionalbahn.

Wie bei der Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur wird die NEB – als Unternehmen mit kommunaler Beteiligung – auch bei der zukünftigen Durchführung des Zugverkehrs die betroffenen Gemeinden und Landkreise neben den Aufgabenträgern in ihre Planungen mit einbeziehen, um das Verkehrsangebot entsprechend den Bedürfnissen vor Ort zu optimieren. " Die bestehenden Kontakte und die bisherige enge Zusammenarbeit zwischen der NEB und den Gebietskörperschaften der Region stellen eine sehr gute Basis da, um die "Heidekrautbahn" in ihrer verkehrlichen Bedeutung und im Sinne steigender Fahrgastzahlen weiter zu entwickeln", freut sich der Landrat des Landkreises Barnim und Mitglied des Aufsichtsrats der NEB Bodo Ihrke. Dazu wird auch beitragen, dass mit einem erweiterten Serviceangebot vor und während der Fahrt der Fahrgast neu angesprochen und die Bindungen intensiviert werden sollen. Die NEB, die zukünftig von Basdorf den Zugbetrieb steuern und damit dort Arbeitsplätze schaffen wird, kann damit den Fahrgästen auch wieder eine zentrale Anlaufstelle vor Ort – zusätzlich zu einem telefonischen Service – bieten. Und Arbeitsplätze für Eisenbahner werden durch die Beauftragung langfristig weiterhin in der Region gesichert.

Zu Sonderfahrten, die in den letzten Jahren von der NEB durchgeführt wurden, demonstrierte die NEB mit den dazu eingesetzten modernen Triebwagen vom Typ "Talent", wie sie sich einen modernen Regionalbahnbetrieb vorstellt. Ab 11. Dezember 2005 werden diese modernen Fahrzeuge im Design der NEB mit 140 Sitzplätzen für ein deutlich verbessertes Platzangebot sorgen. Nach über 55 Jahren werden dann Fahrzeuge mit der Aufschrift "Niederbarnimer Eisenbahn-AG" wieder den Verkehr auf der "Heidekrautbahn" durchführen.

Pressemeldung der Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB).


URL: Homepage der Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB)
Meldung vom 27.05.2004

Weitere Meldungen




Weitere Meldungen:


Gefunden beim Eisenbahn-Webkatalog.
http://www.eisenbahn-webkatalog.de