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ÖBB Bilanz 2011: Am richtigen Weg - Sanierung über Plan

Der ÖBB-Konzern hat 2011 deutlich über Plan abgeschlossen. Mit einem Ergebnis von minus 28 Mio. Euro (EBT) konnte eine Verbesserung von rund 300 Mio. Euro im Vergleich zu 2010 (minus 330 Mio. Euro) erzielt werden. Das Jahresergebnis liegt somit auch über dem angepeilten Ziel von minus 49 Mio. Euro. Alle Teilkonzerne haben operativ positiv bilanziert. Auch die Rail Cargo Austria (RCA) hat erhebliche Fortschritte gemacht und erstmals, ebenso wie die Rail Cargo Hungaria (RCH), ein positives operatives Ergebnis (EBIT) erwirtschaftet.

Auch marktseitig greift die eingeleitete Qualitätsoffensive, belegt durch einen Anstieg bei der Kundenzufriedenheit und Rekordumsätzen im Güterverkehr.

Die ÖBB sind am richtige Weg, die „Schwarze Null“ 2013 ist in Reichweite. Voraussetzung zur Erreichung der Vorgaben ist die weitere konsequente Umsetzung des ambitionierten Sanierungsprogramms. Trotz einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Marktumfeld konnten die ÖBB im Geschäftsjahr 2011 die gesetzten Ziele übererfüllen.

RCA-Turnaround maßgeblich für Gesamtergebnis
ÖBB sanieren, heißt zuallererst RCA sanieren. Die Güterverkehrssparte hat 2011 ihr ambitioniertes Ergebnisziel um rund 20 Mio. Euro übererfüllt, insgesamt weist die RCA eine Ergebnisverbesserung von rd. 350 Mio. Euro aus (EBT). Das Ergebnis ist vor allem auf konsequente Kosteneinsparungen, signifikante Produktivitätssteigerungen, neue Produkte sowie Standortoptimierungen zurückzuführen. Die Auslastung pro Zug konnte um rund 6 % gesteigert werden, die Zugkilometer wurden um 4,7 % gesenkt.

Konzernkennzahlen im Überblick
Die Gesamterträge des Konzerns sind 2011 um 168 Mio. EUR auf 6.249,8 Mio. EUR gestiegen (2010: 6.081,8 Mio. EUR). Die Gesamtaufwendungen konnten mit 5.656,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr um 170,4 Mio. EUR (2010 5.827,0) reduziert werden. Einen erfreulich hohen Wert gibt es bei den Umsatzerlösen zu vermelden: sie konnten 2011 im Gesamtkonzern um 135,5 Mio. EUR auf 5.271,6 Mio. EUR (2010: 5.136,1 Mio. EUR) gesteigert werden. Alleine die Markterlöse sind seit 2009 um 6% pro Jahr auf 3.329 Mio. EUR gewachsen.

Gesundung und Wachstum: alle Teilkonzerne operativ positiv
Standen die Österreichischen Bundesbahnen in den vergangenen Jahren oftmals vor besonderen Herausforderungen, so wurden seit 2010 die Weichen Richtung Gesundung und Wachstum des ÖBB-Konzerns gestellt. Die konsequente Orientierung des Gesamtkonzerns an Wettbewerbsfähigkeit und Qualität, zeigt sich auch in den Zahlen: erstmals seit 2008 konnten 2011 alle Teilkonzerne der ÖBB ein positives operatives Ergebnis (EBIT) erzielen. Vor allem die Turnaround Maßnahmen in der Güterverkehrssparte zeigen eine deutlich stärkere Wirkung als erwartet. Mit einem EBIT von 11,7 Mio. EUR liegt die RCA klar über den gesetzten Zielen.

Auch im Teilkonzern Personenverkehr machten sich die Anstrengungen zur Erhöhung der Produktivität sowie die Wettbewerbsmaßnahmen im Fernverkehr mit einer deutlichen Steigerung des EBIT auf 60,3 Mio. EUR bezahlt.

Weniger Mitarbeiter, mehr Produktivität, hohe Mobilität im Konzern
Die Zahl der MitarbeiterInnen wurde auch im vergangenen Jahr weiter reduziert und zwar auf 40.832 (inkl. Lehrlinge 42.574). Obwohl der ÖBB-Konzern seit 2009 seinen Mitarbeiterstand um fast 2.800 Personen reduziert hat, stieg die Mitarbeiterproduktivität im Vorjahr um knapp 21 Prozent. Ziel für 2012 ist eine weitere Reduktion um 415 MitarbeiterInnen, trotz Stopp von Frühpensionierungen im Konzern. Zu konstatieren ist auch eine hohe Mobilität im Konzern. Insgesamt 1.669 Mitarbeiter haben eine neue Funktion oder Aufgabe im Konzern übernommen. Fortgesetzt wurde auch der Overheadabbau mit insgesamt 970 Stellen die reduziert wurden, davon allein 390 Führungskräfte.

Stabile Fahrgastzahlen, hohe Kundenzufriedenheit
Bei den Fahrgastzahlen konnte trotz der Abgabe von Nebenbahnen ein leichter Anstieg verzeichnet werden. Grund dafür ist neben hohen Benzinpreisen und einem gestiegenen Bewusstsein fürs Bahnfahren, die Infrastruktur- und Qualitätsoffensive der ÖBB. Die Kunden profitieren von mehr Qualität, höherer Pünktlichkeit, mehr Komfort bei Bahnreisen und innovativen Produkten. Das neue Ticketmodell „SparSchiene“ Österreich zielt auf die bessere Auslastung von schwach frequentierten Verbindungen ab und wird vom Markt besonders gut angenommen. Seit September wurde dieses Ticket bereits mehr als 500.000 Mal gekauft.

Marktorientierung heißt aber auch: bessere Kulinarik am Zug (Nespresso Trolleys, Umbau der Railjets Restaurants, neues, besseres und günstigeres Catering seit April 2012), besseres Wagenmaterial (railet auf der Südbahn) und mehr Komfort am Zug (WLAN im railjet und Lounges). Das wird von den Kunden honoriert: So ist die Kundenzufriedenheit im letzten Jahr deutlich gestiegen. Im VCÖ-Bahntest erhielten die ÖBB von mehr als 12.000 Befragten eine Bewertung von 2,1 nach dem Schulnotensystem, was eine Steigerung der Kundenzufriedenheit bei mehr als 50% der Befragten bedeutet. Auch beim Markenwert legten die ÖBB mit einer Steigerung um 115 Mio. EUR 2011 zu (Eurobrand).

ÖBB pünktlichste Bahn in der EU
Ganz oben auf der Wunschliste der Bahnfahrer stehen pünktliche Bahnverbindungen (76 Prozent laut VCÖ-Bahntest) – und die ÖBB sind pünktlicher denn je: Mit einem Pünktlichkeitswert im Personenverkehr von 96,6 Prozent sind die ÖBB 2011 die Nummer 1 in der EU. Europaweit belegen die ÖBB Platz 2 und sind damit nur mehr knapp hinter den führenden Schweizern (97,3 Prozent).

Die Pünktlichkeit im Zugverkehr konnte 2011 gegenüber 2010 wesentlich verbessert werden: Im Personenfernverkehr 87,0 Prozent (+11,3 Prozent gegenüber 2010), im Personennahverkehr 97,0 Prozent (+ 1,8 Prozent gegenüber 2010), bei der Wiener Schnellbahn 98,4 Prozent  (+ 0,8 Prozent gegenüber 2010). 530.000 Fahrgäste kamen täglich pünktlich ans Ziel. Insgesamt attestieren 55 Prozent der Bahnkunden den ÖBB eine verbesserte Pünktlichkeit.

FIT 2015
Um den Aufwärtstrend nachhaltig zu gestalten, wurde flankierend zu den Turnaround Maßnahmen die Unternehmensstrategie „FIT 2015“ erarbeitet. Ziel ist eine Ergebnisverbesserung um 500 Mio. EUR bis 2015 um die Kapitalkosten zu verdienen.

Die ÖBB haben in den letzten beiden Jahren ihre Hausaufgaben gemacht, um den klar vorgezeichneten Weg in Richtung nachhaltigen Substanzerhalt abzusichern. Die Grundsteine wurden mit Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität, zur signifikanten Anhebung der Pünktlichkeit sowie mit der weiteren Modernisierung des Schienennetzes und der Bahnhöfe gelegt. Die ÖBB entwickeln auch Zukunftsideen und investieren in Innovationen wie dem Projekt SMILE – ein integriertes, multimodales Informations-, Buchungs- und Zahlungssystem, um individuelle E-Mobilitätsdienstleistungen mit jenen des öffentlichen Verkehrs zu verknüpfen.

Pressemeldung der Österreichischen Bundesbahnen.


URL: Homepage der Österreichische Bundesbahnen (ÖBB)
Meldung vom 26.04.2012

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