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Grenzüberschreitender Zugverkehr soll gesichert werden

Der grenzüberschreitende Personennahverkehr auf der Schiene zwischen dem Vogtland und dem Bezirk Karlsbad soll auch in den nächsten Jahren gesichert werden. Dazu haben sich der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ÖPNV) und der Bezirk Karlsbad / Karlovarský kraj in einem Memorandum bekannt. Dieses wurde am Montagnachmittag (12.12.11) von Dr. Tassilo Lenk, Landrat des Vogtlandkreises und ÖPNV-Vorsitzender, und Dr. Josef Novotny, Landeshauptmann des Bezirkes Karlsbad / Karlovarský kraj unterzeichnet.

An der Veranstaltung im Zug von Klingenthal nach Graslitz / Kraslice nahmen zahlreiche Kommunalpolitiker und Nahverkehrsexperten aus Sachsen und Tschechien teil. Symbolträchtig wurde die Unterschrift unter die zukunftsweisende Erklärung bei einem Halt der Vogtlandbahn direkt auf der Grenzbrücke von Klingenthal vollzogen. Die Brücke war bis 2000 wieder neu aufgebaut worden, um die Jahrzehnte lange Gleisunterbrechung wieder herstellen zu können. Das war die Geburtsstunde des EgroNet.

Dr. Tassilo Lenk sagte bei der Unterzeichnung: „Das Memorandum zeigt weit in die Zukunft, denn es soll bis 2027 den Nahverkehr auf der Schiene ermöglichen. Damit ist es Grundlage, unsere Region im Vierländereck Schritt für Schritt auszugestalten, nicht jeder für sich, sondern gemeinsam.“

Dr. Josef Novotny betonte: „Für mich ist eine Brücke immer ein Symbol dafür, dass etwas miteinander verbunden werden soll. Deshalb ist es wichtig, dass wir das Memorandum auf der Brücke zwischen unseren beiden Regionen unterschrieben haben. Es ist eine unheimlich wichtige Verabredung, um unsere Angelegenheiten auch in Zukunft gemeinsam zu verwirklichen.“

Beide Parteien bringen mit der Unterzeichnung des Memorandums ihren Willen zum Ausdruck, den Schienenpersonennahverkehr auch in den nächsten Jahren, mindestens bis 2027, weiter zu entwickeln. Auf der Bahnstrecke 145 Klingenthal- Kraslice - Sokolov und der Bahnstrecke 147 Bad Brambach – Plesná - Cheb soll den Fahrgästen weiter das umsteigefreie Reisen über Grenzen hinweg mit dem EgroNet-Ticket ermöglicht werden. Der ÖPNV will die entsprechenden Züge bestellen und im jeweiligen Grenzabschnitt finanzieren. Beide Seiten wollen bei der Fahrplan-aufstellung und  beim Fahrzeugumlaufplan eng zusammenarbeiten. Die Nachbarregionen wollen damit die seit der Umsetzung des EgroNet-Projektes im Jahre 2000 erzielten Erfolge festigen.

Die zweiseitige Absichtserklärung soll der politischen Legitimation zum Abschluss der notwendigen Verträge zwischen den tschechischen Aufgabenträgern und den Eisenbahnverkehrsunternehmen dienen.

Dadurch kann das länderverbindende Nahverkehrssystem EgroNet auch weiterhin zum Zusammenwachsen im Vierländereck Tschechien, Bayern, Thüringen und Sachsen beitragen. Die 19 kooperierenden Landkreise und Städte haben gemeinsam schon einige Projekte mit auf den Weg gebracht. Dazu gehört die Elektrifizierung der Sachsen-Franken-Magistrale, die derzeit auf dem Abschnitt Reichenbach – Hof realisiert wird. Auch die Bahnstrecke zwischen Selb und Asch soll bis Ende 2013 wieder gebaut werden. Damit wird es möglich, in gut einer Stunde von Hof nach Eger / Cheb zu fahren.

Herzstück des Nahverkehrssystems ist das EgroNet-Ticket. Mit diesem kann man einen Tag lang über Ländergrenzen hinweg alle Züge, Busse und Straßenbahnen auf 702 Linien des öffentlichen Personennahverkehrs nutzen.

Pressemeldung des Zweckverbandes ÖPNV Vogtland.


Meldung vom 12.12.2011








Gefunden beim Eisenbahn-Webkatalog.
http://www.eisenbahn-webkatalog.de