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GDL: Tarifabschluss mit der HLB erzielt

Mit einer Einigung sind der vergangenen Nacht die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Hessischen Landesbahn (HLB) zu Ende gegangen. Damit treten bei der vectus Verkehrsgesellschaft mbH, der HLB Basis AG und der HLB Hessenbahn GmbH ab 1. Januar 2012 die mit den inhaltsgleichen Rahmenregelungen verknüpften Haustarifverträge in Kraft. Die Verträge haben eine Laufzeit bis Ende Juni 2014.

„Das war eine lange, schwierige und mit aller Härte geführte Tarifauseinandersetzung“, sagte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky, „doch am Ende haben wir ein gutes und faires Ergebnis erzielt.“ Beim Entgelt erreichte die GDL deutliche Erhöhungen zwischen drei und vier Prozent; die Entgelttabelle wurde auf dem Niveau des Marktführers abgeschlossen. „Ganz wesentlich daran ist, dass sich die HLB-Unternehmen künftig nicht mehr am Wettbewerb über die Lohnkosten beteiligen können, da jede Bewerbung auf dem Zielniveau erfolgen muss“, so der Bundesvorsitzende. Weitere Entgelterhöhungen sind zum 1. Januar 2013 um 3,5 Prozent und zum 1. Januar 2014 nochmals um zwei Prozent vorgesehen.

Neben Verbesserungen bei der Arbeitszeit konnte die GDL mit dem Betreiberwechseltarifvertrag eine weitere ihrer Kernforderungen durchsetzen. Der Vertrag schützt Lokomotivführer vor dem Arbeitsplatzverlust bei einer Ausschreibung. Lediglich bei der Albtal Verkehrsgesellschaft schwillt der Tarifkonflikt weiter an und es besteht die Gefahr, ihn bis zum Beginn der friedlichen Weihnachtszeit nicht beenden zu können.

Berufsgewerkschaften als Schutzwall gegen Niedriglöhne
Weselsky wies nach dem Abschluss darauf hin, dass der GDL mit dem Tarifabschluss ein weiterer Schritt in Richtung Flächenlösung gelungen sei. Zu den kürzlich geäußerten Vorwürfen des Arbeitgeberpräsidenten Dieter Hundt, die Spartengewerkschaften und allen voran die GDL handelten „rechtswidrig" und zerstörten das Tarifsystem sagte er: „Natürlich sind Großgewerkschaften mit 20 Prozent Organisationsgrad einfacher zu handhaben als Berufsgewerkschaften. Flächentarifverträge lassen sich wunderbar atomisieren und mindestens die Arbeitgeber feiern auf diese Weise fröhliche Urständ.“

Doch die GDL und die anderen Berufsgewerkschaften hätten den von den Arbeitgebern hingeworfenen Fehdehandschuh aufgenommen und schafften wirkliche Flächenlösungen, so der Bundesvorsitzende. „Das mag zwar wehtun, ist aber unabänderlich angesichts eines Einkommensverfalls in unserem Lande der beispiellos ist.“ Und weiter: „Wer darauf spekuliert, Lokomotivführer mit der Angst um den Arbeitsplatz gefügig für niedrige Einkommen zu machen, hat klar überzogen. Die Berufsgewerkschaften verstehen sich zu Recht als Schutzwall gegen diese von den Arbeitgebern provozierte Entwicklung. Wer sonst in unserem Land ist denn noch in der Lage, das Soziale in der Marktwirtschaft tatsächlich auf dem Wege der Tarifautonomie zu erreichen? Mit der These, dass Tarifautonomie nur mit schwachen Einheitsgewerkschaften funktioniert, stehlen sich die Arbeitgeber jedenfalls aus purer Gewinnorientierung aus der sozialen Verantwortung und damit heimlich aus der Sozialpartnerschaft heraus.“

Pressemeldung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer


URL: Homepage der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
Meldung vom 09.12.2011

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