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GDL: Tarifkonflikt mit cantus und ODEG beendet

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat heute mit der cantus Verkehrsgesellschaft und der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG) Tarifverträge abgeschlossen. Nach einem elfwöchigen Schlichtungsverfahren unter dem Vorsitz des ehemaligen sächsischen Ministerpräsidenten Professor Georg Milbradt wurden nunmehr die Haustarifverträge und der Betreiberwechseltarifvertrag in Berlin unterzeichnet.

„Damit konnte der zehnmonatige, harte Tarifkonflikt beendet werden, in dem unsere Mitglieder ein unheimlich hohes Maß an Solidarität und Durchsetzungsstärke bewiesen haben. Diese Standhaftigkeit hat sich gelohnt“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. Ausdrücklich bedankte sich der GDL-Bundesvorsitzende auch bei Professor Milbradt: „Ohne seine Erfahrung und sein Verhandlungsgeschick wäre eine Einigung nicht möglich gewesen.“

Mit dem Abschluss des Betreiberwechseltarifvertrags ist die Angst um den Arbeitplatz nach einer verlorenen Ausschreibung dauerhaft gebannt. Hiermit kann künftig der nahtlose und geordnete Übergang der Lokomotivführer zwischen den Unternehmen erfolgen. Die Tarifvertragsparteien verständigten sich für die Unternehmen cantus und ODEG auf ein Entgeltniveau, das bei künftigen Ausschreibungen zugrunde gelegt wird. Grund hierfür ist der noch für einen längeren Zeitraum erforderliche Anpassungsprozess der Einkommen auf das Marktniveau.

In den Haustarifverträgen ist für alle Berufsgruppen der ODEG im Jahr 2012 eine Lohnerhöhung im Volumen von sechs Prozent und bei der cantus von fünf Prozent verankert. Bei beiden Unternehmen kommt 2013 nochmals ein Volumen von rund drei Prozent dazu. Darüber hinaus enthalten die jeweiligen Haustarifverträge Regelungen für Lokomotivführer zur Betreuung nach traumatischen Ereignissen und bei Verlust der persönlichen Eignung. Zusätzlich konnte die GDL Qualifizierungsregelungen einführen, Verbesserungen bei den Arbeitszeitregelungen und den Tarifstrukturen sowie die Erhöhung maßgeblicher Zulagen erreichen. „Mit diesem Abschluss haben wir uns zwar nicht in allen Punkten durchsetzen können. Unserem Ziel, die inhaltsgleichen Rahmenreglungen in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen zu verankern, sind wir jedoch damit wesentlich näher gekommen. Außerdem haben wir mit der Unterzeichnung des Betreiberwechseltarifvertrags eines der Hauptziele unserer Mitglieder erreicht und dafür gesorgt, dass fairer Wettbewerb und faire Löhne miteinander vereinbar sind und somit die Attraktivität des Lokomotivführerberufs und auch die Sicherheit im Eisenbahnverkehr nicht unter die Räder kommen“, so Weselsky.

Bei der metronom Eisenbahngesellschaft und der AKN Eisenbahn laufen die Schlichtungsverfahren noch. Es ist aber geplant, die Verhandlungen heute noch abzuschließen. Ein weiteres Schichtungsverfahren bei der Nord-Ostsee-Bahn unter dem Vorsitz des ehemaligen Verkehrsministers von Sachsen-Anhalt Karl-Heinz Daehre dauert voraussichtlich noch bis Ende Dezember.

Pressemeldung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL).


URL: Homepage der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
Meldung vom 20.11.2011

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