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metronom: Mehr Zugausfälle wegen erhöhtem GDL-Streikgeld

Die Aufrechterhaltung der Streiks bei der Metronom Eisenbahngesellschaft wird nun auch für die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) teurer: Das Streikgeld musste erhöht werden, um die Talfahrt der Streikbeteiligung bei den Lokführern zu stoppen.

„Leider ist diese Taktik teilweise aufgegangen“, so die Metronom-Pressestelle. In den vergangenen Tagen hatte der intern gesuchte Dialog mit Lokführern Wirkung gezeigt: Das Verständnis für die Verhandlungsposition der Geschäftsführung im Tarifkonflikt wuchs. „Seit der Erhöhung des Streikgeldes ist die Streikquote dennoch wieder leicht gestiegen.“ Die Streikbeteiligung lag am Donnerstag bei 68 Prozent. Am heutigen Vormittag bei 71 Prozent.
Die Ausfälle im Bereich Hanse-Netz liegen aktuell bei 63 Prozent. Die Ausfälle zwischen Hamburg und Cuxhaven und auf der Strecke Uelzen–Göttingen liegen leicht höher, so dass insgesamt knapp 67 Prozent der Metronom-Züge ausfallen.
Auf der Strecke Stade–Cuxhaven bleibt ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Auch zwischen Sarstedt und Kreiensen wird es ab dem Wochenende einen Schienenersatzverkehr geben. Der zugehörige Fahrplan ist im Internet bereitgestellt.
Ein Ende des Streiks gibt die GDL weiterhin nicht bekannt. „Für uns ist leider nicht absehbar, wie lange unsere Fahrgäste diese Zumutung noch hinnehmen müssen“, so das Unternehmen.
Zur besseren Reiseplanung im Streik hat Metronom die Fahrgastinformation optimiert. Auf www.der-metronom.de ist nun eine nach Streckenabschnitten sortierte Übersicht aller fahrenden Züge abrufbar. Zudem wird das Kundenzentrum auch am Wochenende erreichbar sein. Zwischen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr werden dort Fragen zur Reiseplanung beantwortet.

Hintergrundinfos zum Streik:

Die GDL hat die gemeinsamen Verhandlungen mit ihrer Konkurrenzgewerkschaft EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) zu einem branchenweiten Tarifvertrag hartnäckig abgelehnt. Dieser konnte für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erfolgreich zu einem Abschluss gebracht werden und bietet Angestellten im SPNV bereits heute Schutz, neben den Lokführern also auch Fahrgastbetreuern, Servicepersonal und Verwaltungs- und Werkstattpersonal. Dieser Branchentarifvertrag regelt bereits das Entgelt, die Arbeitszeit, Urlaub und auch die Anrechnung der Berufsjahre beim Betreiberwechsel. Doch das reicht der GDL nicht. Sie besteht auf einen eigenen Rahmentarifvertrag nur für Lokführer.
Die Tarifverhandlungen für einen Bundesrahmen-Tarifvertrag für Lokführer (BuRa-LfTV) mit den sechs großen Privatbahnkonzernen Abellio, Arriva Deutschland, Benex, Hessische Landesbahn, Keolis und Veolia Verkehr erklärte die GDL am Jahresbeginn für gescheitert. Es folgten mehrere Streiks.

Die Verträge aller Mitarbeiter bei Metronom regelt ein firmenbezogener Verbandstarifvertrag, für den die GDL alleiniger Tarifvertragspartner ist.
Die Metronom-Geschäftsführung hat der Tarifkommission Verhandlungen zum firmenbezogenen Verbandstarifvertrag ohne Vorbedingungen angeboten. Der GDL wurde ausdrücklich die Berücksichtigung der Inhalte aus dem sogenannten Rahmentarifvertrag der GDL in Aussicht gestellt. Eine erste Verhandlung fand am 19. Mai 2011 statt.
Metronom-Lokführer verdienen – dies bestreitet die GDL nicht – bereits heute auf dem Niveau von Lokführern der Deutschen Bahn. Im Schnitt liegt das Jahresgehalt bei rund 35.000 Euro. Damit beweist das Unternehmen, dass „Lohndumping“ in Haustarifverträgen der einzelnen Eisenbahnen verhindert werden kann und keine zwingende Folge des Wettbewerbs sein muss.

Im Rahmen der zweiten Verhandlungsrunde am 17. Juni 2011 erklärte die GDL die Verhandlungen mit Metronom für gescheitert, obwohl Metronom ein großzügiges Angebot für alle Mitarbeiter vorgelegt hat.
Der von Metronom vorgeschlagene firmenbezogene Verbandstarifvertrag für alle tarifgebundenen Mitarbeiter beinhaltete folgende Kernelemente:

Darüber hinaus wurden die Erweiterung der Entgelttabelle und Erfahrungszulagen für langjährige Triebfahrzeugführer und Fahrgastbetreuer sowie mehr Sicherheit im Falle eines Betreiberwechsels angeboten. Dieses Angebot wurde von der GDL abgelehnt.

Pressemeldung der metronom Eisenbahngesellschaft mbH.


URL: Homepage metronom Eisenbahngesellschaft mbH
Meldung vom 24.06.2011

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