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Vogtlandbahn: Tarifverhandlungen mit der GDL gescheitert

Am heutigen Mittwoch hat die GDL die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt, obwohl die Vogtlandbahn angeboten hat, die ohnehin schon überdurchschnittlichen Löhne aller Mitarbeiter erneut zu erhöhen. Darüber hinaus hat die Vogtlandbahn mehr Sicherheit im Falle eines Betreiberwechsels, bei Fahrdienstuntauglichkeit und bei traumatischen Ereignissen angeboten. An Stelle von konkreten Verbesserungen für die Arbeitsbedingungen bei der Vogtlandbahn fordert die GDL von dem regional aktiven Unternehmen, sich einem bundesweiten Tarifdiktat zu unterwerfen, was faktisch das Ende der Privatbahnen zur Folge hätte.

„Die von der GDL gestellte Vorbedingung für Verhandlungen kommt einem Blanko-Scheck gleich, den die Vogtlandbahn unterschreiben soll“, so Geschäftsführer Gerhard Knöbel. „So, wie die von der GDL geforderten Verträge derzeit formuliert sind, werden die Zahlen dann später durch die GDL und der Deutschen Bahn in deren Tarifverhandlungen eingefügt. Das wäre das Ende des Wettbewerbs im Nahverkehr.“ Dem könne das Unternehmen schon im Sinne der Fahrgäste nicht zustimmen.

Hintergrund

Die GDL hat die gemeinsamen Verhandlungen mit ihrer Konkurrenzgewerkschaft EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) zu einem branchenweiten Tarifvertrag beharrlich abgelehnt. Dieser konnte für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erfolgreich zu einem Abschluss gebracht werden und bietet allen Angestellten im SPNV bereits heute Schutz vor „Dumping-Arbeitsbedingungen“. Dieser Branchentarifvertrag regelt bereits das Entgelt, die Arbeitszeit, Urlaub und auch die Anrechnung der Berufsjahre beim Betreiberwechsel. Das alles reicht der GDL nicht. Sie besteht auf einem eigenen Rahmentarifvertrag nur für Lokführer.

Die Tarifverhandlungen für einen Bundesrahmen-Tarifvertrag für Lokführer (BuRa-LfTV) mit den sechs großen Privatbahnkonzernen (G6) Abellio, NETINERA Deutschland (vormals Arriva Deutschland GmbH), Benex, Hessische Landesbahn, Keolis und Veolia Verkehr erklärte die GDL am Jahresbeginn für gescheitert. Es folgten Streiks.

Die Arbeitsbedingungen aller Mitarbeiter bei der Vogtlandbahn regelt ein firmenbezogener Verbandstarifvertrag. Die Geschäftsführung der Vogtlandbahn hat der GDL Verhandlungen über einen firmenbezogenen Verbandstarifvertrag ohne Vorbedingungen angeboten und der GDL sogar explizit die Berücksichtigung wesentlicher Inhalte aus dem sogenannten Rahmentarifvertrag der GDL in Aussicht gestellt.

Vogtlandbahn-Lokführer werden – durch die GDL unbestritten – bereits heute auf dem Niveau der Deutschen Bahn vergütet. Damit beweist das Unternehmen, dass „Lohndumping“ in Haustarifverträgen der einzelnen Eisenbahnen wirksam verhindert werden kann.

Im Rahmen der zweiten Verhandlungsrunde am 22. Juni 2011 erklärte die GDL die Verhandlungen für gescheitert, obwohl die Vogtlandbahn ein großzügiges Angebot für alle Mitarbeiter vorgelegt hat, welches von der EVG unlängst akzeptiert worden ist.

Pressemeldung der Vogtlandbahn-GmbH.


URL: Homepage Vogtlandbahn-GmbH
Meldung vom 22.06.2011

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Gefunden beim Eisenbahn-Webkatalog.
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