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Marschbahn Hamburg–Westerland geht an NOB.

Heute wurde bekannt, dass der Auftrag für den Betrieb des Schienenpersonennahverkehrs zwischen Hamburg und Westerland an die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) vergeben werden soll.Dr. Bernd Rohwer, Verkehrsminister des Landes Schleswig-Holstein, teilte im Anschluß an eine Sitzung des Finanzausschusses mit, dass die NOB den Betrieb auf dieser Strecke ab 2005 übernehmen soll.

Das Land Schleswig-Holstein hatte die Verkehrsleistungen auf der 243 Kilometer langen Bahnstrecke Mitte des Jahres 2002 ausgeschrieben. Beworben hatten sich neben der zur Connex-Gruppe gehörenden Nord-Ostsee-Bahn auch die Regionalbahn Schleswig-Holstein und eine Bietergemeinschaft aus Hamburger Hochbahn und AKN.

Vor einer formalen Auftragserteilung an die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) muss jedoch gemäß der Vergabeordnung eine Frist von zwei Wochen abgewartet werden. In diesem Zeitraum können die Mitwettbewerber gegebenenfalls Einspruch gegen die Entscheidung erheben.

Die Betriebsaufnahme ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2005 vorgesehen. Der neue Verkehrsvertrag soll zunächst eine Laufzeit von 10 Jahren haben. Vorbehaltlich der tatsächlichen Auftragsvergabe an die NOB wäre dies der größte Auftrag, der bisher in Deutschland an ein privates Eisenbahnunternehmen vergeben würde.

Die Geschäftsführung der Nord-Ostsee-Bahn hat die jetzt bekannt gewordene Entscheidung des Landes Schleswig-Holstein mit Freude zur Kenntnis genommen. Karl-Heinz Fischer, Geschäftsführer der NOB: „Auch wenn die offizielle Vergabe noch aussteht, so sind wir doch stolz darauf, dass wir mit dem von uns vorgelegten Angebot das Land überzeugen konnten. Wir werden alles daran setzen, das in uns gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen.“

Die Fahrleistung auf der Westküstenmagistrale liegt bei rund 4,1 Mio. Zugkilometern im Jahr. Das Passagieraufkommen auf der Marschbahn hat einen Umfang von jährlich etwa 5 Mio. Reisenden. Täglich gilt es auf dieser Strecke etwa 13.500 Personen zu befördern. Die am stärksten ausgelasteten Streckenabschnitte sind einerseits im Umland von Hamburg (Hamburg–Elmshorn–Itzehoe) sowie andererseits im Zulauf auf die Insel Sylt (Niebüll–Westerland).

Um diesen Erfordernissen zu entsprechen, beabsichtigt die Nord-Ostsee-Bahn die Beschaffung neuen Zugmaterials: Geplant sind lokbespannte Züge. Zum Einsatz kommen soll eine bei Vossloh Locomotives in Kiel hergestellte diesel-hydraulische Lokomotive vom Typ R 3000 CC mit einer Maximalgeschwindigkeit von 160 km/h und einer Leistung von über 3000 kW. Als Wagenmaterial sind Gliederzüge des spanischen Herstellers Talgo vorgesehen. Insgesamt rechnet die NOB allein für die erforderlichen Fahrzeuge mit Investitionen in Höhe von über 100 Mio. €.

Darüber hinaus stehen gegebenenfalls weitere Investitionen an: Zur Wartung des Fahrzeugparks ist die Errichtung einer neuen Werkstatt im Bereich der schleswig-holsteinischen Westküste vorgesehen.

Das Betriebskonzept der NOB baut in der Hauptsache auf stündlich zwischen Hamburg und Westerland verkehrenden MarschbahnExpress-Zügen (MEX) mit jeweils 500 Sitzplätzen auf, die bei Bedarf verlängert werden können. Die Reisezeit für die Gesamtstrecke bis Westerland soll weniger als 3 Stunden betragen. Ergänzend sollen u. a. während der Hauptverkehrszeiten zwischen Niebüll und Westerland Verstärkerzüge eingesetzt werden.

Zusätzlich ist geplant, einzelne Zugleistungen über Hamburg hinaus nach Ost- bzw. Süddeutschland zu verlängern: Diese – insbesondere auch für Touristen attraktiven - Fernverkehrszüge sollen als InterConnex verkehren. Vorgesehen sind Verbindungen nach Berlin und Dresden sowie nach Frankfurt über Köln. Die Züge sollen schon durch ihre äußere Gestaltung und einen weithin sichtbaren Schriftzug „Nord-Ostsee-Bahn“ für das Urlaubsland Schleswig-Holstein und insbesondere für die Westküste werben.

Pressemeldung der Nord-Ostsee-Bahn GmbH
URL: Die Homepage der Nord-Ostsee-Bahn (NOB).
Meldung vom 12.06.2003

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