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GDL: metronom lässt Tarifverhandlungen scheitern

Am 17. Juni 2011 verhandelte die GDL erneut mit der metronom Eisenbahngesellschaft über die geforderten inhaltsgleichen tarifvertraglichen Rahmenregelungen für Lokomotivführer und den Betreiberwechseltarifvertrag. Gleich zu Beginn der Tarifverhandlungen stellte der Arbeitgeber klar, dass die Gesellschafter des Unternehmens die GDL-Forderungen schlicht und einfach ablehnen.

„Für die GDL sieht es klar danach aus, dass die metronom von den Gesellschaftern, allen voran der italienischen Netinera-Gruppe, an die Wand gefahren werden soll“, so der Vorsitzende des GDL-Bezirks Nord, Lutz Schreiber. „Gerade die kürzlich nicht erfolgten Bewerbungen auf Ausschreibungen mit dem hohen Tarifniveau der metronom spiegeln wider, dass nach dem Willen der Gesellschafter der Wettbewerb weiterhin über das Einkommen und damit auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden soll.“ Von daher sind die Regelungen zum Schutz bei Betreiberwechsel sowie die Rahmenregelungen unabdingbare Voraussetzung zum Fortgang der Tarifverhandlungen. Ohne sie mussten die Tarifverhandlungen zwangsläufig scheitern. Die Antwort werden die Beschäftigten zeitnah geben.

Besonders infam: Obwohl die GDL bisher einziger Tarifpartner war, versuchte die Arbeitgeberseite sogar einen Organisationskonflikt zwischen den Gewerkschaften als Scheiterungsgrund vorzuschieben. Schreiber: „Der Arbeitgeber hat lediglich einige Verbesserungen im Haustarifvertrag des Unternehmens angeboten. Die GDL hätte aber sogar noch Geld mitbringen können, trotzdem war keine Bereitschaft auf Arbeitgeberseite vorhanden, die notwendigen Schutzbestimmungen für die Beschäftigten abzuschließen.“

Zum Thema Betreiberwechsel hatte der Arbeitgeber ganz eigene Vorstellungen, Insellösungen funktionieren aber nicht. Nur ein von allen Eisenbahnverkehrsunternehmen unterzeichneter Betreiberwechseltarifvertrag, wie die GDL ihn konzipiert und bereits mit mehreren Unternehmen abgeschlossen hat, bietet den notwendigen Schutz für die Beschäftigten. Außerdem bestreitet der Arbeitgeber selbst die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wegen des heute - angeblich - schon hohen Einkommensniveaus. Das ist zwar Unsinn, jedoch will der Arbeitgeber schon das Feld bestellen, um das Ende des Unternehmens vorzubereiten.

Pressemeldung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.


URL: Homepage der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.
Meldung vom 17.06.2011

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