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NOB fordert von GDL wiederholt Ausnahmeregelungen für die Insel Sylt

Vor dem Hintergrund der andauernden ad hoc Streikgefahr durch die GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) und den damit verbundenen massiven Auswirkungen auf die Nordsee-Insel Sylt, deren Grundversorgung maßgeblich von der Zugverbindung abhängt, sowie im Hinblick auf die Kieler Woche hat die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) die GDL heute, 15. Juni, nochmals schriftlich dazu aufgefordert, einer Vereinbarung über so genannte Notdienste zuzustimmen. Entsprechende Bemühungen waren in der Vergangenheit leider abgelehnt worden.

Erklärt sich die GDL nun angesichts der angespannten Lage dazu bereit, würden Züge von und zur Insel zukünftig nicht mehr bestreikt und auch die Kieler Woche würde von den Streiks ausgenommen werden.

„Solange wir alleine am Verhandlungstisch sitzen, ist eine Einigung leider nicht möglich", so NOB-Geschäftsführerin Martina Sandow. „Wir warten daher so lange bis die GDL endlich Platz nimmt." Mit Blick auf die Hochsaison, in der die Züge auf die Insel eh schon sehr voll sind, sei es nicht mehr hinzunehmen, dass die GDL sich ihrer Verantwortung weiter entziehe: „Die GDL will ihre Lokführer-Interessen auf dem Rücken anderer Arbeitnehmer, von Touristen sowie der gesamten Insel Sylt durchsetzen. Sie nimmt bewusst in Kauf, dass die Grundversorgung der Insel, deren gesamte Infrastruktur in Mitleidenschaft gezogen wird – von den finanziellen Einbußen anderer Arbeitnehmer auf Sylt ganz zu schweigen", führt Martina Sandow weiter aus. Dies sei weit entfernt von einem Solidarprinzip, für das Gewerkschaften gemeinhin stünden.

Die NOB hatte der GDL bereits im März dieses Jahres ein überarbeitetes Angebot mit u.a. einer Lohnsteigerung von rund 5 Prozent und einer zusätzlichen Einmalzahlung unterbreitet, welches die GDL jedoch abgelehnt hat. Aktuell finden keine Verhandlungen statt, da die GDL das aktuelle Angebot darüber hinaus auch nicht als Einstieg in Verhandlungen akzeptiert. Die GDL, die als Spartengewerkschaft ausschließlich die Lokführer vertritt, möchte zudem einen bundesweiten Rahmenlokführer-Tarifvertrag mit Löhnen auf DB-Niveau abschließen; die NOB als regionales Unternehmen verhandelt jedoch ausschließlich auf Haustarif-Ebene. Mit der größeren der beiden Bahngewerkschaften, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, hat die NOB im Juni dieses Jahres einen Haustarifvertrag abgeschlossen. Geschäftsführerin Sandow dazu: „Die EVG vertritt berufsübergreifend alle Angestellten und garantiert einen fairen Tarifabschluss für alle Beschäftigten."

Aktuelle Informationen zum laufenden Betrieb erhalten Fahrgäste unter www.nord-ostsee-bahn.de sowie über das Servicetelefon unter 0180/1018011 (3,9 Ct./Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Ct./Min. aus dem Mobilfunknetz). Aufgrund der Vielzahl der Anfragen kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Die NOB bittet um Verständnis.

Die Strecken der NOB: Hamburg/Altona – Westerland, Kiel – Husum, Husum – Bad St. Peter-Ording sowie Kiel – Eckernförde.

Pressemeldung der Nord-Ostsee-Bahn (NOB).


URL: Homepage Nord-Ostsee-Bahn (NOB)
Meldung vom 15.06.2011

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