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20 Jahre Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland

ICE 1 (401 001-3) © Michael Grießmayr Am 2. Juni 1991, pünktlich um 5.53 Uhr, setzte sich der erste fahrplanmäßige ICE von Hamburg-Altona Richtung Frankfurt (Main) in Bewegung. Bereits am 29. Mai wurde mit einer Sternfahrt von Hamburg, München, Stuttgart, Mainz und Bonn nach Kassel-Wilhelmshöhe der Beginn des Hochgeschwindigkeitverkehrs in Deutschland gefeiert.

Heute nutzen täglich über 210.000 Fahrgäste das engmaschige bundesweite ICE-Netz und legen dabei eine Strecke von durchschnittlich 307 Kilometern zurück. Die ICE-Flotte hat bis heute rund 1,4 Milliarden Kilometer zurückgelegt und bildet mit ihren vier Generationen und insgesamt 252 Triebzügen das Rückgrat des Fernverkehrs in Deutschland. Die ICE-Züge bewältigen über 60 Prozent der gesamten Leistung im Fernverkehr. Im Jahr 2010 reisten fast 78 Millionen Fahrgäste im ICE. 1992 waren es rund zehn Millionen.

Bundesweit stehen Deutschlands schnellstem Zug inzwischen 1.200 Kilometer Neu- oder Ausbaustrecke zur Verfügung, auf denen Geschwindigkeiten von 230 Stundenkilometer und mehr gefahren werden können. Auf den Neubaustrecken Köln/Rhein–Main und Nürnberg–Ingolstadt fahren die ICE 3-Züge sogar 300 Stundenkilometer. Gerade auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken konnten neue Fahrgäste durch attraktive Reisezeiten für die umweltfreundliche Schiene gewonnnen werden. Im Energieverbrauch ist die ICE-Flotte trotz der hohen Geschwindigkeiten recht sparsam. Bei einer Auslastung von rund 50 Prozent liegt der Energieverbrauch des ICE 3 umgerechnet bei weniger als zwei Litern Benzin pro Person und 100 Kilometern, beim ICE 2 bei rund 2,5 Litern und beim ICE 1 bei weniger als drei Litern Benzin.

Aber der ICE ist nicht nur auf dem deutschen Hochgeschwindigkeitsnetz unterwegs. Bereits im September 1992 wurden die Verkehre in die Schweiz aufgenommen. Heute fährt der ICE in Kooperation mit anderen europäischen Bahnen in sechs europäischen Nachbarländern: Schweiz, Frankreich, Belgien, Niederlande, Dänemark und Österreich. Und 2010 hat er zum ersten Mal das europäische Festland verlassen und wurde in Anwesenheit zahlreicher prominenter Vertreter in London vorgestellt.
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Ausblick

Ab 2012 wird die neueste Generation an ICE 3-Zügen, Baureihe 407, zum Einsatz kommen. Die 16 Züge werden zunächst die ICE-Flotte im Inland verstärken, künftig sollen sie unter anderem auch nach Paris und London fahren.

Und die nächste Generation des ICE-Systems ist auch schon in Sicht: Am 9. Mai 2011 hat die DB mit Siemens einen Vertrag im Wert von rund sechs Milliarden Euro über den Abruf von 220 ICx-Zügen unterzeichnet. Dies ist die bislang größte Investition in der Geschichte der DB.

Eckpunkte:

Pressemeldung der Deutschen Bahn AG.


URL: Homepage der Deutschen Bahn AG.
Meldung vom 27.05.2011

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