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BeNEX: Expansion erfolgreich fortgesetzt

agilis Triebwagen 440 603 in Regensburg © Michael Grießmayr Die erfolgreiche Inbetriebnahme von neuen Verkehren und die Vorbereitung von Betriebsaufnahmen in Berlin, Brandenburg sowie Bayern prägten das Geschäftsjahr 2010 der BeNEX GmbH. Nach mehrmonatigen, schwierigen Verhandlungen konnte schließlich Anfang dieses Jahres der Branchentarifvertrag SPNV unterzeichnet werden, der die Basis für alle künftigen Ausschreibungen bildet.

Zum Jahresende 2010 ging das erste Teilnetz Regensburg in Betrieb; das süddeutsche BeNEX-Tochterunternehmen agilis legte dabei einen reibungslosen Start hin. Der metronom, der das Hansenetz im Ausschreibungsverfahren verteidigt hatte, weitete seine Leistungen auf diesen Strecken um 30 Prozent aus. Die Gesamtleistung der BeNEX-Gruppe belief sich Ende 2010 auf knapp 25 Millionen Zugkilometer im Eisenbahnbereich und rund 16 Millionen Wagenkilometer im Busbereich. Weitere knapp 15 Millionen Zugkilometer akquirierter Leistungen befinden sich in den Vorbereitungen zur Betriebsaufnahme.

„Die Erfolge im operativen Geschäft sind vor allem ein Resultat der soliden Expansionsstrategie, der strikten Kundenorientierung und der Entscheidungskompetenz vor Ort“, betonte Günter Elste, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Chef der Hamburger Hochbahn AG. „Der Wettbewerb zahlt sich aus – für Fahrgäste, Aufgabenträger und Steuerzahler. Steigende Verkehrsleistungen und ein Mehr an Arbeitsplätzen sind insbesondere in den ländlichen Regionen von hoher Bedeutung“, so Elste.

Das Wachstum der BeNEX GmbH spiegelt sich auch im wirtschaftlichen Ergebnis des Jahres 2010 wieder: Die Bilanzsumme stieg vor allem aufgrund der Investitionen in Schienenfahrzeuge um 53 Prozent auf 205,4 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss 2010 nach Steuern betrug 2,1 Millionen Euro (2009: 3,2 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei knapp 30 Prozent.

Wolfgang Dirksen, Geschäftsführer der BeNEX, ist optimistisch: „Die Inbetriebnahme weiterer großer Netze in Bayern und Berlin/Brandenburg wird uns 2011 und 2012 fordern. Ein reibungsloser Start ist hier wichtig. Mit diesen Verkehren im Portfolio und einem Marktanteil der BeNEX-Beteiligungen im Schienenbereich von dann etwa 6 Prozent sind wir sehr gut im Markt aufgestellt.“ Die BeNEX-Strategie sieht einen Marktanteil von 10 Prozent bis zur Mitte der Dekade vor.

Ein wichtiger Grundstein für die weitere Expansion wurde mit den seit Frühjahr 2010 laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Schienenpersonennahverkehr gelegt. Im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens konnte im Februar 2011 der Branchentarifvertrag SPNV mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG (vormals Transnet und GDBA) erfolgreich abgeschlossen werden. „Mit dem für alle Beschäftigtengruppen geltenden Tarifvertrag ist ein Wettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten auch künftig ausgeschlossen. Der Branchentarifvertrag SPNV wird Grundlage der Kalkulation aller künftigen Ausschreibungen“, sagte Dirksen.

Der Branchentarifvertrag SPNV lässt einen Entgeltabstand zum Marktführer DB von maximal 6,25 Prozent zu. Bedauerlich, so Dirksen, sei an diesem Ergebnis zwar, dass sich die Lokführergewerkschaft GDL bislang noch nicht dazu durchringen konnte, diesen Weg mitzugehen. Da der Branchentarifvertrag SPNV auch für Lokführer gelte, sei dies aber zu verschmerzen.

Im laufenden Jahr stehen wiederum wichtige Betriebsaufnahmen mit insgesamt 8,7 Millionen Zugkilometern an: das zweite Teilnetz in Regensburg, das Dieselnetz Oberfranken (beide mit agilis), der erste Abschnitt des Netz Stadtbahn in Berlin/Brandenburg (mit der ODEG) und das Teilnetz Nord in Schleswig-Holstein (mit der nordbahn).

Hinzu kommen attraktive neue Ausschreibungen von SPNV-Leistungen, an denen sich die BeNEX-Unternehmen engagiert beteiligen werden. Im Falle des S-Bahn-Netz Rhein-Main ist die BeNEX bestrebt, eine Kooperation mit einem strategischen Partner einzugehen. „Bei lang laufenden Verkehrsverträgen mit sehr hohen Umsätzen ist es für uns schwierig, das Risiko bezüglich Fahrzeuglieferung und -instandhaltung allein zu tragen. Ein Fahrzeughersteller als industrieller Partner könnte für eine adäquate Risikoverteilung sorgen“, erläuterte BeNEX-Chef Dirksen.

Auch auf der Finanzierungsseite wurden im abgelaufenen Jahr wichtige Weichen für die künftige Entwicklung der BeNEX-Gruppe gestellt. Mit einem Bankenkonsortium aus Haspa und KfW-Gruppe schloss die BeNEX GmbH eine Vereinbarung zur Finanzierung der Fahrzeuge für das Netz Stadtbahn (Berlin/Brandenburg) in Höhe von 75 Millionen Euro. Die Gesellschafter beschlossen zudem eine Kapitalerhöhung entsprechend der Gesellschafteranteile um 15,3 Millionen Euro. „Damit schaffen wir die Basis für weiteres Wachstum, erweitern aber auch das strategische Handlungspotential der BeNEX-Gruppe" sagte Dr. Jürgen Bufka als Vertreter des INPP-Gesellschafters.

Präsentation Bilanzpressekonferenz

Pressemeldung BeNEX.


URL: Homepage BeNEX
Meldung vom 03.05.2011

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