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Tarifkonflikt private Eisenbahnverkehrsunternehmen: … und da waren es nur noch zwei!

Der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wird mit einem Teil der ehemaligen G6-Unternehmen (Abellio GmbH, Netinera – ursprünglich Arriva Deutschland GmbH –, BeNEX GmbH, Keolis Deutschland GmbH & Co. KG, Veolia Verkehr GmbH und die Unternehmen der Hessischen Landesbahnen) aus der Arbeitskampfsituation in Verhandlungen zu inhaltsgleichen Rahmentarifverträgen für Lokomotivführer und deren Verknüpfung mit den bestehenden Haustarifverträgen eintreten.

Am heutigen Tag sind für alle Unternehmen der Hessischen Landesbahn sowie einem Teil der Unternehmen von Netinera und BeNEX entsprechende Verhandlungsangebote eingegangen. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass diese Privatbahnen den ersten Schritt der GDL im Interesse ihrer Fahrgäste und ihrer Mitarbeiter genutzt haben, um aus dem verhärteten Tarifkonflikt in den Verhandlungsmodus einzutreten“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. Mit Keolis hat die GDL schon am 11. April 2011 konstruktive Verhandlungen geführt.

Kompromissbereit bei der Verknüpfung mit Haustarifverträgen

Die GDL hatte nach insgesamt 179 Stunden Arbeitskampf, bei dem rund drei Viertel der Züge stillstanden, eine Streikpause eingelegt und ein modifiziertes Forderungspaket vorgelegt, um den privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), die Gelegenheit zur Bewertung und zum Einstieg in die Verhandlungen zu geben. Diese Vertragsentwürfe werden die Grundlage der Tarifverhandlungen bilden. Darin sind die für den Wettbewerb maßgeblichen Elemente Entgelt, vier Zulagen, Weihnachtsgeld und die Wochenarbeitszeit ebenso geregelt wie der Übergang von einem Unternehmen zum anderen, wenn ein Betreiberwechsel durch Neuvergabe der Verkehrsleistung stattfinden muss. „Die Tarifverhandlungen bieten nunmehr die Chance, den Wettbewerb über die Lohnkosten auf dem Rücken der Lokomotivführer zu beenden. Dabei werden wir bei der Verknüpfung der jeweiligen Haustarifverträge für jedes einzelne Unternehmen entsprechend kompromissbereit sein und die wirtschaftlichen Machbarkeiten ausloten“, so Weselsky. Die GDL wird mit den unten aufgeführten Unternehmen in Kürze Tarifverhandlungen beginnen. Während der Verhandlungen wird die GDL diese Unternehmen selbstverständlich nicht bestreiken.

Veolia und Abellio verweigern Verhandlungen

Von den ursprünglichen G6-Unternehmen sind nun nur noch Veolia und Abellio übrig, die nach wie vor die Verhandlungen zu inhaltsgleichen Rahmenregelungen ablehnen. Die GDL-Mitglieder in diesen Unternehmen werden dies zu werten wissen und auch entsprechend darauf reagieren.
Die GDL hatte sich verpflichtet, bis zum 1. Mai 2011 keine Streiks durchzuführen und hat die EVU gleichzeitig zu Verhandlungen aufgefordert. Diese Frist ist noch nicht abgelaufen. Jedoch konnte die GDL erwarten, dass die Zeit bis heute Mittag absolut ausreichend für die Unternehmen war, sich zu positionieren. Alle Arbeitgeber, die sich bisher nicht für Verhandlungen entschieden haben, müssen davon ausgehen, dass die GDL in ihrem Unternehmen in der kommenden Woche zu massiven Streiks aufrufen wird.

Liste der EVU, mit denen die GDL in Verhandlungen eintritt
cantus Verkehrsgesellschaft mbH
HLB Basis AG
HLB Hessenbahn GmbH
metronom Eisenbahngesellschaft mbH
Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft mbH (ODEG)
vectus Verkehrsgesellschaft mbH
Vogtlandbahn GmbH
Westfalen Bahn

Pressemeldung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.


URL: Homepage der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.
Meldung vom 29.04.2011

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