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Bahn AG Tarifeinigung mit GDL: Bundes-Rahmen-Tarifvertrag wichtiger Schritt für einheitliche Standards

Konzernzentrale der Deutschen Bahn AG und DB ML AG am Potsdamer Platz in Berlin (Bahntower). Urheber: Volker Emersleben © Deutsche Bahn AG Nach neun Monaten Verhandlungen haben Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Freitag in Frankfurt eine Einigung erzielt. In der 15. Runde verständigten sich DB und GDL für die rd. 20.000 DB-Lokomotivführer auf ein umfassendes Gesamtpaket. Vereinbart wurden ein Bundes-Rahmen-Tarifvertrag für Lokomotivführer im Personen- und Güterverkehr, Verbesserungen bei den Einkommen und der betrieblichen Altersversorgung in einem Volumen von drei Prozent. Zudem wurden der Zusatzurlaub für Nachtarbeit und weitere Zulagen neu geregelt.

DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Hinter uns liegt eine lange Strecke mit einigen Umwegen. Was nach teils mühsamen Verhandlungen nun aber ausschließlich zählt, ist das Ergebnis. Wir haben uns auf einen vernünftigen Kompromiss verständigt. Das ist eine gute Botschaft für unsere Mitarbeiter. Auch unsere Kunden können aufatmen.“ Besonders wichtig sei, dass nun die gesamte DB-Belegschaft von Einkommensverbesserungen profitiere, so Weber. Das große Engagement der Mitarbeiter werde mit diesem ausgewogenen Abschluss anerkannt.

Auf folgende Ergebnisse haben sich DB und GDL verständigt:

1. Bundes-Rahmen-Tarifvertrag (BuRa-LfTV):

DB und GDL haben sich auf einen Bundes-Rahmen-Tarifvertrag für Lokomotivführer im Schienenpersonen- und Güterverkehr in Deutschland geeinigt. Darin werden Standards zu Arbeits- und Entgeltbedingungen festgelegt. Geregelt werden ebenfalls soziale Schutzbestimmungen und Ansprüche von Mitarbeitern, wenn sie zu anderen Eisenbahnunternehmen im Schienenpersonennahverkehr wechseln wollen (Betreiberwechsel).

DB-Personalvorstand Ulrich Weber begrüßt die Verständigung als einen bedeutenden Schritt: „Flächentarifverträge wie der Rahmentarifvertrag oder der bereits gültige Branchentarifvertrag im Nahverkehr haben eine wichtige Ordnungs- und Friedensfunktion. Wir haben das Ziel stets unterstützt, denn der Wettbewerb im Eisenbahnverkehr darf nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen.“ Es sei nun an der GDL, weitere Unternehmen für diesen Bundes-Rahmen-Tarifvertrag zu gewinnen, damit er seine volle Wirkung entfalten könne.

Der hauseigene Tarifvertrag zwischen DB und GDL (LfTV) und die darin festgelegten zum Teil höheren DB-Standards gelten für die DB-Lokomotivführer selbstverständlich weiter. Der Bundes-Rahmen-Tarifvertrag tritt rückwirkend zum 1. Januar 2011 in Kraft.

2. Außerdem wurde Einvernehmen zu folgenden Punkten erzielt:

Die Entgelte der DB-Lokomotivführer steigen ab 1. Januar 2011 um zwei Prozent. Die im Dezember 2010 geleisteten Einmalzahlungen fließen in den Tarifabschluss ein. Die Gesamtlaufzeit beträgt 23 Monate: vom 1. August 2010 bis zum 30. Juni 2012. Zusätzlich wird ein Prozent pro Jahr für die individuelle Altersvorsorge gezahlt. Außerdem wurden Verbesserungen bei Urlaubsregelungen, Nachtarbeit und Zulagen vereinbart. 3. Integration der Beschäftigungssicherung in einen Zukunft-Tarifvertrag:

Die DB hat ihre Bereitschaft erklärt, den bestehenden Kündigungsschutz beizubehalten. Dazu wurden weitere Eckpunkte zu Ausbildung, Qualifizierung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie alters- und leistungsgerechten Arbeitsbedingungen vereinbart. Details der weiteren Ausgestaltung dieses Zukunft-Tarifvertrages werden in den nächsten Monaten verhandelt.

Mit dem heutigen Tarifabschluss sind die Verhandlungen der Unternehmen der DB AG und damit die Tarifrunde 2010 abgeschlossen. Für ca. 150.000 DB-Mitarbeiter sind materiell gleichwertige Abschlüsse erzielt.

Pressemeldung der Deutschen Bahn AG.


URL: Homepage der Deutschen Bahn AG.
Meldung vom 15.04.2011

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