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Metronom: GDL bleibt unnachgiebig

Metronom 146-07 in Bremen Hbf © Michael Grießmayr Auch am zweiten Tag des 48-stündigen Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) waren die Züge der Metronom Eisenbahngesellschaft aus Uelzen massiv betroffen. Mit einer Streikbeteiligung von 85°% wurde der Zugverkehr im gesamten Streckengebiet am Vormittag stark eingeschränkt. Auf der Strecke Hamburg–Cuxhaven standen alle Metronom-Züge still. Dort beförderte ein Schienenersatzverkehr Fahrgäste mit Bussen zwischen Stade und Cuxhaven.

„Die GDL weigert sich auch weiterhin uns durch Metronom verhandelbare Forderungen zukommen zu lassen,“ erklärt Geschäftsführer Wolfgang Birlin die Lage, „so können wir nichts tun, um unseren Fahrgäste die Streiks zu ersparen.“ Verhandlungen zum bei Metronom geltenden Haustarif lehnt die GDL konsequent ab. Stattdessen fordere die Gewerkschaft bei Metronom zu Streiks für einen Lohn auf dem Niveau der Deutschen Bahn auf. Ein Lohnniveau, das bei Metronom schon heute zum Standard gehöre. „Das weiß auch die GDL“, stellt Birlin klar.
Um die Streikauswirkungen abzumildern setzt das Unternehmen auf eine intensive Fahrgastinformation: In den Metronom-Lagemeldungen auf www.der-metronom.de informiert Metronom kontinuierlich und aktuell über fahrende Züge. Auch der Fahrplan für den Schienenersatzverkehr ist im Internet bereitgestellt. Fahrgastbetreuer stehen, wo möglich, an den Bahnsteigen während der Streikzeit als Ansprechpartner zur Verfügung und versorgen Fahrgäste mit Informationen. Zudem wurde die Erreichbarkeit des Kundenzentrums ausgeweitet.
Der aktuelle Streik soll erst am 16. April um 2.00 Uhr enden.

Hintergrund

Am 14. Februar 2011 unterzeichneten Vertreter der Deutschen Bahn, der sechs großen Privatbahnkonzerne (G6) Abellio, Arriva Deutschland, Benex, der Hessischen Landesbahn, Keolis und Veolia Verkehr sowie der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) den ersten Branchentarifvertrag für den ganzen Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Die Verpflichtung aller wichtigen Konkurrenten im SPNV auf einen tariflichen Mindeststandard bietet erstmals einen wirksamen Schutz für die Arbeitnehmer der ganzen Branche, auch für Lokführer. Die GDL hat eine Beteiligung am Branchentarifvertrag trotz mehrmaliger Aufforderung (auch von politischer Seite) strikt abgelehnt. Auch das Vermittlungsangebot von Peter Struck als Schlichter wurde von der GDL nicht akzeptiert.

Entscheidender Unterschied zwischen den Forderungen der GDL und dem mit der EVG geschlossenen Vertrag: Der Branchentarifvertrag berücksichtigt die Besonderheiten des SPNV. Die GDL fordert einen Bundesrahmen-Tarifvertrag für Lokführer (BuRa-LfTV), unabhängig davon, ob sie im Fern- und Güterverkehr oder im SPNV tätig sind. Dies verkennt die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen der verschiedenen Branchen und übersteigt die Leistungsfähigkeit der Privatbahnen.
Die G6 haben sich als Verhandlungspartner für die Gewerkschaften am 4. März aufgelöst. Die GDL muss seither Forderungen direkt an die einzelnen Eisenbahnverkehrsunternehmen stellen.

Die Verträge aller Mitarbeiter bei Metronom regelt ein firmenbezogener Verbandstarifvertrag, für den die GDL alleiniger Tarifvertragspartner ist.
Verhandlungen zu dessen Ausgestaltung wurden der GDL mehrfach angeboten, aber unter Bezugnahme auf die Bestrebungen nach einem BuRa-LfTV durch die GDL strikt abgelehnt. Die Metronom-Geschäftsführung hat der Tarifkommission Verhandlungen zum firmenbezogenen Verbandstarifvertrag ohne Vorbedingungen angeboten und der GDL sogar explizit die Berücksichtigung der Inhalte aus dem sogenannten Rahmentarifvertrag der GDL in Aussicht gestellt. Das Angebot zu Verhandlungsgesprächen steht auch weiterhin.
Metronom-Lokführer verdienen – durch die GDL unbestritten – bereits heute auf dem Niveau der Deutschen Bahn. Unter Einrechnung aller Zulagen sind es in der Spitze knapp 9 % mehr Lohn.

Pressemeldung der metronom Eisenbahngesellschaft mbH


URL: Homepage metronom Eisenbahngesellschaft mbH
Meldung vom 15.04.2011

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