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Rahmentarifvertrag bei der DB steht - nächste Woche Streiks im privaten SPNV

Der Bundesrahmen-Lokomotivführertarifvertrag (BuRa-LfTV) bei der Deutschen Bahn steht. Darauf hat sich die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) heute mit der DB in Berlin als Zwischenergebnis verständigt.

Damit werden für die mehr als 20 000 Lokomotivführer, die für den Wettbewerb maßgebliche Elemente Entgelttabelle, die vier Zulagen, das halbe Weihnachtsgeld und die Wochenarbeitszeit künftig im Rahmentarifvertrag geregelt. „Der Maßstab für ein gleiches Lohnniveau in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen kann so dauerhaft einheitlich geregelt werden kann“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky nach den Tarifverhandlungen: „Der Grundstein, der bei den privaten Schienengüterverkehrsunternehmen gelegt worden ist, ist jetzt um den maßgeblichen Anteil des Marktführers erweitert worden. Damit haben wir ein eindeutiges Signal sowohl für die Machbarkeit als auch den politischen Willen zur Beendigung des Lohndumpings im Eisenbahnverkehr gesetzt.“

Die Laufzeit und die lineare Erhöhung der Entgelttabelle werden der abschließenden Tarifrunde am 12. April 2011 in Frankfurt vorbehalten sein. Außerdem soll in diesem Zusammenhang die soziale Absicherung, beispielsweise nach Suiziden, im Haustarifvertrag LfTV geregelt werden. „Hier sind noch dicke Brocken zu bewältigen, auch bei der Beschäftigungssicherung und bei der betrieblichen Altersvorsorge“, so der GDL-Bundesvorsitzende.

Bundestarifkommission bewertet die Tarifergebnisse

Am 12. April 2011, um 16 Uhr, wird die GDL in einer Bundestarifkommissionssitzung in Frankfurt die Tarifergebnisse bewerten und über die Annahme des Gesamtpakets beschließen.

Kein Angebot der G5, nur einen bösen Brief

Bei den mittlerweile nur noch fünf (bisher sechs) privaten SPNV-Unternehmen (G5) hat die GDL diese Woche die Streiks ausgesetzt, damit die Arbeitgeber Zeit haben, der GDL ein Angebot zu inhaltsgleichen Rahmentarifverträgen für Lokomotivführer mit einer entsprechenden Verknüpfung zu deren Haustarifverträgen zu unterbreiten. „Außer einem bösen Brief, gespickt mit Unwahrheiten und aus der Luft gegriffenen Anschuldigungen, haben wir aber nichts bekommen. Außerdem fällt den Arbeitgebern nichts Besseres ein, als auf unsere Lokomotivführer massiven Druck auszuüben, sich nicht länger an den Streiks zu beteiligen“, so Weselsky: „Die Arbeitgeber spielen dabei mit dem Feuer. Sie wollen den Konflikt weiterhin auf dem Rücken der Reisenden austragen, statt uns ein verhandlungsfähiges Angebot zu Rahmentarifverträgen zu unterbreiten und damit den Tarifkonflikt auf dem Kompromissweg zu beenden.“

Streiks im privaten SPNV werden deshalb fortgesetzt

Die GDL hatte bei den privaten SPNV-Unternehmen vom 28. bis 29. März sowie vom 31. März bis 2. April 2011 insgesamt 71 Stunden lang zu Arbeitskämpfen aufgerufen, bei den denen 75 Prozent der Züge der bestreikten Unternehmen ausgefallen sind und sich 100 Prozent der GDL-Mitglieder am Streik beteiligt haben. Da selbst das die Arbeitgeber immer noch nicht zum Einlenken bewogen hat, werden die Streiks in der kommenden Woche massiv fortgesetzt. Ausgenommen davon ist die eurobahn von Keolis. Mit diesem Unternehmen wird die GDL am 11. April 2011 in Frankfurt Verhandlungen zum Rahmentarifvertrag für Lokomotivführer aufnehmen.

Pressemeldung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.


URL: Homepage der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.
Meldung vom 08.04.2011

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