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Bahnindustrie erreicht 2010 Rekordumsatz – auch dank wachsenden Inlandsgeschäfts

Die Unternehmen der Bahntechnikbranche in Deutschland erzielen im vergangenen Jahr mit einem Umsatz in Höhe von 10,9 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch. Das entspricht einem Wachstum gegenüber 2009 um 4,8 Prozent. Der Umsatz der Bahnindustrie steigt damit zum fünften Mal in Folge, erklärt der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. heute auf einer Pressekonferenz in Berlin. Die Bahntechnikhersteller in Deutschland haben sich in den zurückliegenden Jahren trotz Weltwirtschaftskrise gut behauptet und die Rezession weitgehend unbeschadet überstanden. Die Bestellungen der Branche wachsen 2010 um 9,7 Prozent auf ein Volumen von 11,3 Milliarden Euro. Alarmiert zeigt sich die Branche jedoch angesichts des erheblichen Bestellrückgangs für Infrastrukturausrüstungen. Sie sinken insgesamt um 13,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten im Inland steigt leicht um 2,2 Prozent auf 45.800.

„Treibende Kraft der positiven Umsatzentwicklung war das Inlandsgeschäft“, erklärt der Präsident des VDB, Klaus Baur. „Es stieg um 13,3 Prozent auf ein Volumen von 5,1 Milliarden Euro. Das heimische Geschäft mit Schienenfahrzeugen legte ebenfalls um 13,3 Prozent zu.“ Das Auslandsgeschäft liegt mit einem Volumen in Höhe von insgesamt 5,8 Milliarden Euro unverändert vor dem Inlandsgeschäft. Den größten Anteil am Gesamtumsatz der Branche haben Schienenfahrzeuge. Dreiviertel ihres Geschäfts bestreiten die Bahntechnikhersteller mit Triebzügen, Lokomotiven, U- und Straßenbahnen sowie mit Waggons für den Personen- und Güterverkehr, ein Drittel davon entfällt allein auf den deutschen Markt. Vor diesem Hintergrund hat die Zulassung von Schienenfahrzeugen für die Zughersteller eine herausragende Bedeutung. „Wir stehen hierzu vor dem Abschluss einer Neuregelung im Eisenbahnsektor, die das Zulassungsverfahren verbindlich und effektiver organisiert als in der Vergangenheit“, sagt Baur. „Die Gespräche dazu unter Federführung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit dem Eisenbahn-Bundesamt und der Deutschen Bahn sind gut und konstruktiv.“

Beim Auftragseingang als dem Indikator für die aktuelle Branchenentwicklung zogen insbesondere die Bestellungen aus dem Ausland wieder kräftig an. Sie stiegen auf 5,9 Milliarden Euro um 15,7 Prozent. Auch die heimischen Bahnbetreiber bestellten bei Bahntechnikherstellern mit 5,4 Milliarden Euro um 3,8 Prozent mehr als noch 2009. „Die stark rückläufigen Bestellungen für Infrastrukturausrüstungen sind unbefriedigend“, sagt Baur. Sie gingen auf einem ohnehin niedrigen Niveau weiter deutlich um 13,8 Prozent zurück auf ein Volumen von nur noch 2,5 Milliarden Euro. Betroffen sind insbesondere Hersteller von Leit- und Sicherungstechnik, also zum Beispiel die im VDB organisierten Stellwerksanbieter.

Für den VDB-Hauptgeschäftsführer Ronald Pörner ist diese Entwicklung „umso bedauerlicher, weil es einen hohen Nachholbedarf bei Ersatzinvestitionen in diesem Bereich gibt. Summa Summarum besteht ein zusätzlicher Ersatzbedarf an Leit- und Sicherungstechnik von jährlich etwa 250 Millionen Euro. Hier gilt es, ein Investitionsprogramm zu entwickeln und umzusetzen.“ In der Verantwortung sieht Pörner hier aber nicht allein den Netzbetreiber: „Vielmehr ist für die Höhe der Mittel für die Ersatzinvestitionen in erster Linie der Bund als Eigentümer des Netzes verantwortlich.“

Mit Blick auf die von der Bundesregierung in diesem Jahr angestrengte Liberalisierung des Buslinienfernverkehrs fordert der VDB eine Marktöffnung mit Augenmaß. „Grundsätzlich steht der Verband der Bahnindustrie in Deutschland dem Vorhaben nicht ablehnend gegenüber. Es muss dabei aber unbedingt sichergestellt werden, dass gleiche und faire Ausgangsbedingungen für Bahnen und Busse gelten“, erklärt Pörner. „So fallen für jeden auf der Schiene gefahrenen Kilometer Mautgebühren in Form von Trassenpreisen an. Der Buslinienfernverkehr soll hingegen keinen einzigen Euro an Maut für die Benutzung der Autobahnen bezahlen. Diese Ungleichbehandlung sollte im Gesetzgebungsverfahren möglichst aufgehoben werden.“

Pressemeldung des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V.


URL: Homepage Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V.
Meldung vom 05.04.2011

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