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Bayerische Eisenbahngesellschaft erhebt 2010 Vertragsstrafen in bisher nicht erreichter Höhe

Pünktlich, sauber, kundenorientiert – so sollte der Schienenpersonennahverkehr(SPNV) in Bayern aussehen. Erfüllen Bahnen diese Standards nicht, dann wird es für sie doppelt teuer: Neben Erlösrückgängen durch ausbleibende Kunden müssen sie auch Strafzahlungen leisten. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat für nicht vertragskonforme Leistungen für das Jahr 2010 Strafgelder in Höhe von rund 24 Millionen Euro erhoben – mehr als je zuvor.

Grundlage dieser sogenannten Pönale sind Pünktlichkeitsmessungen, offene und verdeckte Tests sowie Fahrgastbefragungen der BEG.

Die BEG plant, finanziert und kontrolliert im Auftrag des Bayerischen Verkehrsministeriums den SPNV im Freistaat. Der bayerische Regional- und S-Bahn-Verkehr wäre ohne öffentliche Finanzierung nicht wirtschaftlich. Daher übernimmt der Freistaat Bayern rund zwei Drittel der Kosten durch sogenannte Regionalisierungsmittel, die die Länder vom Bund für die Bestellung von Verkehrsleistungen erhalten. Mit zahlreichen Instrumenten kontrolliert die BEG die Qualität der bayerischen Bahnen und die Einhaltung der mit den Verkehrsunternehmen geschlossenen Verträge. So wird u. a. die Pünktlichkeit der Züge täglich an rund 100 Messstellen in ganz Bayern erfasst, Testkunden kontrollieren die Qualität und Interviewer befragen Fahrgäste. Werden Qualitätsvereinbarungen nicht eingehalten oder Qualitätsziele nicht erreicht, erhebt die BEG Strafzahlungen.

Fritz Czeschka, Geschäftsführer der BEG: „Es ist nicht unser Ziel, Strafgelder zu kassieren. Wir wollen in erster Linie, dass die Unternehmen eine gute Leistung erbringen. Unser Pönalesystem soll den Bahnen aber zusätzlich zu ihren Fahrgeldeinnahmen einen Anreiz geben, die Qualität in den Regionalzügen und S-Bahnen hochzuhalten.“

17 Millionen Euro Pönalen aufgrund unpünktlicher Züge

Wegen der gravierenden Probleme während der Winterperiode erreichte insbesondere die Pünktlichkeit im Jahr 2010 nicht das von der BEG geforderte Niveau. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft hat allein im Dezember rund 4 Millionen Euro an Strafgeldern einbehalten. Die Pünktlichkeitspönalen für das gesamte letzte Jahr beliefen sich auf über 17 Millionen Euro*. Die Summe hat sich gegenüber 2009 mehr als verdoppelt. Gründe für weitere Strafzahlungen sind der Neigetechnikausfall in Franken, nicht vertragskonforme Leistungen der Mainfrankenbahn und des Donau-Isar-Expresses, Abweichungen von Regelzugbildungen und vereinbarten Zugbegleiterquoten sowie negative Ergebnisse von standardisierten Qualitätstests und Fahrgastbefragungen. Die Zufriedenheit der Fahrgäste fließt somit bei der Berechnung der Pönalezahlungen mit ein.

BEG verwendet Pönalemittel für qualitätsverbessernde Maßnahmen

Damit die Pönalezahlungen unmittelbar den Fahrgästen zugutekommen, verwendet die Bayerische Eisenbahngesellschaft einen Großteil der Gelder wieder zur Mitfinanzierung qualitätsverbessernder Maßnahmen. Im Regelfall müssen die Unternehmen mindestens die Hälfte der Kosten selbst tragen.

Beispiele für Pönaleprojekte

* Weitere Einzelsummen kann die BEG aus vertraglichen Gründen nicht nennen.

Pressemeldung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG).


URL: Homepage Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG)
Meldung vom 28.02.2011

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