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GDL: Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn gescheitert!

Die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn zum Flächentarifvertrag für Lokomotivführer (BuRa-LfTV) und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Haustarifvertrag (LfTV) sind heute in Berlin gescheitert. „Die DB hat das völlig unzureichende Angebot, das wir schon im Dezember vergangenen Jahres abgelehnt haben, nicht wesentlich verbessert“, so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky.

Das Angebot beinhaltet eine 1,8-prozentige Lohnerhöhung zum 1. März 2011 und zwei Prozent Plus zum 1. Januar 2012 bei einer ellenlangen Laufzeit von 29 Monaten. Dieses Angebot stellt nichts anderes dar als den Versuch, die GDL in den Abschluss der DB mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zu zwingen. „Das hat schon 2007 nicht funktioniert und das funktioniert auch 2011 nicht“, so Weselsky.

Weselsky weiter: „Untrennbarer Bestandteil des Arbeitgeberangebotes ist zudem eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde. Das ist für die GDL ohne Gegenleistung absolut inakzeptabel.“

Sehr großen Wert hat die GDL außerdem auf eine tarifvertragliche Absicherung für den Fall gelegt, dass ein Lokomotivführer gesundheitsbedingt keine Züge mehr führen darf. An dieser Stelle müssen Lokomotivführer vor einem drohenden Arbeitsplatzverlust und damit einhergehender Arbeitslosigkeit geschützt werden. Deshalb sollten Qualifizierungsmaßnahmen zur notwendigen beruflichen Umorientierung arbeitgeberseitig unterstützt und eventuelle Einkommensdifferenzen zu dem Beruf, der anschließend ausgeübt werden muss, annähernd ausgeglichen werden. „Hier kam uns die DB keinen Millimeter entgegen“, so Weselsky.

Schienenpersonennahverkehr (SPNV): GDL verlangt nichts Unmögliches
Bereits am 20. Januar 2011 sind die Verhandlungen mit den sechs wichtigsten Privatbahnen des Schienenpersonennahverkehrs – G6 – (Abellio GmbH, Arriva Deutschland GmbH, BeNEX GmbH, Keolis Deutschland GmbH & Co. KG, Veolia Verkehr GmbH und den Unternehmen der Hessischen Landesbahnen) an deren Verweigerungshaltung gescheitert. Sie widerriefen ihre Zusage, den BuRa-LfTV mit der GDL abzuschließen und haben stattdessen einen Tarifvertrag mit der EVG weit unterhalb des Niveaus des Marktführers DB abgeschlossen. Dabei verfügt die GDL über einen bundesweiten Organisationsgrad von 75 Prozent der Lokomotivführer. „Das ist ein Affront für alle Lokomotivführer“, so der GDL-Bundesvorsitzende. Im Tarifkonflikt 2007/2008 musste die GDL einen nahezu einjährigen Arbeitskampf führen und Gerichtsverfahren von Flensburg bis zum Bodensee über sich ergehen lassen, weil die DB mit der GDL keinen Lokomotivführertarifvertrag abschließen wollte. Das Ergebnis war damals ein Tarifvertrag mit einer elfprozentigen Lohnerhöhung für Lokomotivführer. „Das könnte und sollte in 2011 alles viel einfacher und schneller gehen. Wir verlangen nichts Unmögliches“, so Weselsky.

Schienengüterverkehr (SGV): GDL erwartet verhandlungsfähiges Angebot
Von den Schienengüterverkehrsunternehmen – SGV6 – (assoft GmbH Unternehmensbereich railmen, Havelländische Eisenbahn AG, MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft GmbH, Nordbayerische Eisenbahn GmbH, rail4chem Eisenbahnverkehrsgesellschaft GmbH und SBB Cargo Deutschland GmbH) erwartet die GDL am 2. Februar 2011 ein Lohnangebot. „Bisher verhandeln wir mit den SGV6 sehr konstruktiv“, so der GDL-Bundesvorsitzende. „Allerdings hängt das weitere Vorgehen von der Höhe dieses Angebots ab. Es muss verhandlungsfähig sein“, so Weselsky

Entscheidung am 3. Februar 2011

Die Bundestarifkommission der GDL wird am 3. Februar 2011 in Frankfurt über alle drei Tarifrunden beraten und über das weitere Vorgehen entscheiden.

Pressemeldung der Homepage der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.


URL: Homepage der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
Meldung vom 01.02.2011

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