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GDL: Fusion? Nein danke!

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) lehnt das Fusionsangebot der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) dankend ab. „Dass die EVG ein Interesse daran hat, uns unter ihre Fittiche zu bringen und uns damit zähmen zu wollen, können wir zwar nachvollziehen. Diesem Wunsch werden wir aber nicht nachkommen.“

Mit diesen Worten sprach sich der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky heute gegen die Aufforderung der EVG zum Beitritt der GDL in diese Gewerkschaft aus. Die neue Strategie der Vereinnahmung durch eine liebevolle Umarmung werde genauso ins Leere gehen, wie der Versuch der tarifpolitischen Eliminierung im Jahr 2007.

„Aus Größe entsteht keine Stärke: Wenn sich zwei schwache Gewerkschaften zusammentun, wird erst recht keine starke daraus“, so Weselsky. Die beiden Gewerkschaften ziehen keine Lehren aus dem Zusammenschluss verschiedener Gewerkschaften zur vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Diese hat aufgrund der verloren gegangenen Identifikation massenweise Mitglieder verloren. Das schade der Gewerkschaftslandschaft insgesamt. „Unsere Mitglieder haben aber ein Anrecht auf eine, sich an den Bedürfnissen der Mitglieder orientierende und damit starke Gewerkschaft“, so der GDL-Bundesvorsitzende: „Wir wissen sehr genau, wo unseren Mitgliedern der Schuh drückt. Wir hören zu, bewerten mit Sachverstand, leiten daraus unsere Forderungen ab und – das ist entscheidend – wir setzen sie auch durch. Deshalb ist die GDL so stark und wird auch immer stärker.“ Die GDL organisiert heute schon mehr als 75 Prozent aller 26 000 Lokomotivführer in Deutschland sowie zahlreiche Zugbegleiter.

GDL-Mitglieder leisten eine sehr verantwortungsvolle Arbeit im Schicht- und Wechseldienst. Diese speziellen Belange bei den Arbeitszeiten, der Qualifizierung, der Entlohnung oder auch bei Berufsunfähigkeit bedürfen spezieller Regelungen. Deshalb hat die GDL 2008 bei der Deutschen Bahn den Lokomotivführertarifvertrag abgeschlossen und wird in Kürze einen Bundes-Rahmen-Lokomotivführertarifvertrag für alle Lokomotivführer in den Eisenbahnverkehrsunternehmen Deutschlands abschließen. „Eine EVG würde diesen speziellen Tarifvertrag für Lokomotivführer niemals zulassen“, so Weselsky. Zusammenfassend lautet daher die Antwort an die neue EVG kurz und bündig: „Nein danke!“ 

Pressemeldung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.


URL: Homepage der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
Meldung vom 01.12.2010

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