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Tarifkonflikt: Arbeitgeber sollten Signale verstanden haben - 1.700 Eisenbahner in Warnstreiks

An den heutigen Warnstreiks haben sich rund 1.700 Eisenbahner bundesweit beteiligt. Aktionen gab es in zahlreichen Bundesländern, Schwerpunkte waren in Bayern und Nordrhein-Westfalen. „Die Eisenbahner haben eindrucksvoll deutlich gemacht, dass sie Lohn- und Sozialdumping auf der Schiene verhindern wollen“, fassten der TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner und GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel zusammen.

Es seien „deutliche Signale“ an die Arbeitgeberseite, die der Privatbahnen und die der DB, gesandt worden. „Wir hoffen, dass man diese Signale verstanden hat“, erklärten die beiden Gewerkschafter. Sollte dies nicht der Fall sein, würden „die Aktionen fortgesetzt“.

Die ersten Arbeitsniederlegungen hatte es schon in der Nacht gegeben. In Dortmund, Düsseldorf, Essen, Münster und später auch in Köln ließen Beschäftigte die Arbeit vorübergehend ruhen. Dabei handelte es sich um Werkstattmitarbeiter, Service- und Fahrpersonale sowie Fahrdienstleister. Insgesamt beteiligten sich allein in NRW rund 600 Eisenbahner an den Aktionen. Auch die Beschäftigten der Veolia-Tochter Rheinisch-Bergische Eisenbahn ließen die Arbeit vorübergehend ruhen. Die Aktionen im Westen hatten massive Auswirkungen auf den Zugverkehr. Sowohl im Regional- wie auch im Fernverkehr gab es zahlreiche Verspätungen und Zugausfälle, der Verkehr in Köln-Hauptbahnhof stand zeitweise still.

Ebenfalls am frühen Morgen starteten die befristeten Ausstände in Bayern. Zunächst wurde ein S-Bahn-Werk und ein Stellwerk in München bestreikt. Später schlossen sich Beschäftigte der Arriva-Töchter Regentalbahn in Cham und Zwiesel sowie Alex in Kempten, die Veolia-Töchter Bayerische Regiobahn und Bayerische Oberlandbahn an. Hier streikten vor allem Fahrpersonale. Der Münchner Hauptbahnhof war ebenfalls stark betroffen. In Nürnberg kam der komplette Verkehr am Hauptbahnhof zum Erliegen. Hier beteiligten sich nahezu sämtliche Beschäftigtengruppen an den Warnstreiks. In Bayern nahmen insgesamt 200 Mitarbeiter an den Aktionen teil.

Am Morgen kam es auch zu massiven Behinderungen des Zugverkehrs in Hessen. Hier beteiligten sich Werkstatt-, Zug- und Servicepersonale sowie Fahrdienstleiter auf den Stellwerken an den Warnstreiks. Schwerpunkt war dabei die Region rund um Kassel. Auch Beschäftigte der Cantus, einer Tochter der Hessischen Landesbahn, nahmen an den Aktionen teil. Es kam zu massiven Behinderungen des Regional- und des Fernverkehrs. Betroffen war auch der Frankfurter Raum. In Hessen traten am Dienstag somit gut 500 Eisenbahner in den Ausstand.

Betroffen von Warnstreiks waren auch Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. In Karlsruhe ließen vor allem Zugpersonale die Arbeit vorübergehend ruhen. Erneut waren auch Stellwerke betroffen. Gut 200 Mitarbeiter befanden sich im Ausstand. Auch im Saarland legten rund 50 Beschäftigte die Arbeit befristet nieder. Betroffen war der Regionalverkehr.

Vorübergehende Arbeitsniederlegungen gab es auch in Sachsen-Anhalt. So wurden mehrere Stellwerke rund um Magdeburg bestreikt. Auch in Halle waren Stellwerke betroffen, hier streikten aber auch Werkstatt- und Fahrpersonale. In Thüringen waren rund 50 Beschäftigte beteiligt. In Niedersachsen traten Beschäftigte der Nord-West-Bahn in den Ausstand. Betroffen war die Strecke Osnabrück-Vechta-Bremen.   

Im Großraum Berlin wurde vor allem die Prignitzer Eisenbahn vorübergehend bestreikt. Aktionen gab es aber auch auf dem Stellwerk Biesdorfer Kreuz sowie in Cottbus. Auswirkungen bekamen auch die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG) sowie die Niederbarnimer Eisenbahnbetriebsgesellschaft zu spüren. Insgesamt waren in der Region rund 80 Beschäftigte beteiligt.

 Pressemeldung der Gewerkschaft TRANSNET.


URL: Homepage Gewerkschaft TRANSNET
Meldung vom 26.10.2010

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