Werbung
modellbahn-portal
eisenbahn-webkatalog
eisenbahn-termine
 


Login








Registrieren
Passwort vergessen?


Werbung

Themen

Service





Tarifkonflikt: Warnstreiks am Dienstagmorgen - bundesweit massive Auswirkungen

Die TRANSNET und GDBA rufen die Beschäftigten zahlreicher Privatbahnen und der Deutschen Bahn für Dienstagmorgen bundesweit zu Warnstreiks auf. Hintergrund sind die völlig festgefahrenen Tarifverhandlungen mit den Privatbahnen einerseits und der Deutschen Bahn andererseits. Die beiden Gewerkschaften wollen mit den Warnstreiks insbesondere ihre Forderung nach einem Branchentarifvertrag für den Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) unterstützen. Bundesweit sind dadurch erhebliche Störungen im gesamten Schienenverkehr zu erwarten.

„Es kann und darf nicht sein, dass Kolleginnen und Kollegen für die gleiche Arbeit teilweise bis zu 20 Prozent weniger Lohn bekommen und insbesondere die Privatbahnen diese Form von Lohndumping als Wettbewerbsvorteil nutzen, um an Aufträge zu kommen,“ machten die Vorsitzenden der beiden Gewerkschaften, Alexander Kirchner und Klaus-Dieter Hommel, deutlich. Auch künftig müssten die Kunden auf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter bei den Nahverkehrsunternehmen zählen können. „Die Preisspirale nach unten hat jedoch das Gegenteil bewirkt – und die Tickets sind dadurch nicht billiger geworden“, kritisierten Kirchner und Hommel.

„Die Verantwortung für die Eskalation liegt eindeutig bei der Arbeitgeberseite. Man hat uns ein Angebot gemacht, das die bestehenden Bezahlungsunterschiede eher noch verschärfen würde und dies zugleich als letztes Angebot deklariert“, empörten sich Kirchner und Hommel. „So kann man keine Verhandlungen führen. Wir schlucken nicht einfach einen Brocken, den man uns hinwirft.“ Es gehe darum, zu verhindern, dass der SPNV zu einer Dumping- und Niedriglohnbranche wird.

Keinen Durchbruch gibt es auch in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn. „Insbesondere hat die Deutsche Bahn nicht erklärt, dass sie unter den derzeitigen Marktbedingungen bereit ist, auf das Anbieten mit Billigtöchtern zu verzichten“, so die Gewerkschafter. „Das bedeutet, dass sich der Wettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten zusätzlich verschärfen würde.“

„Wir hoffen, dass unser Signal von den Arbeitgebern verstanden wird“, so die beiden Gewerkschafter. Um das Thema Branchentarifvertrag endlich zu lösen, seien gemeinsame Verhandlungen mit den Privatbahnen und der DB AG notwendig. „Je schneller wir zu gemeinsamen Verhandlungen kommen, desto besser.“

„TRANSNET und GDBA rufen zunächst nur zu zeitlich befristeten Warnstreiks auf, um die Beeinträchtigungen für Bahnreisende möglichst gering zu halten, um den Arbeitgebern aber auch zu zeigen, dass es uns in der Sache ernst ist“, erläuterten Kirchner und Hommel. „Sollten wir damit nicht vorankommen, sind weitere Arbeitskampfmaßnahmen unausweichlich.“

Pressemeldung der Gewerkschaft TRANSNET,


URL: Homepage der Gewerkschaft TRANSNET.
Meldung vom 25.10.2010

Weitere Meldungen




Weitere Meldungen:


Gefunden beim Eisenbahn-Webkatalog.
http://www.eisenbahn-webkatalog.de