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Warnstreiks im Bahnverkehr ab übernächster Woche

Im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) wird es ab der übernächsten Woche Warnstreiks geben. Dazu rufen die Gewerkschaften TRANSNET und GDBA auf. Diese Warnstreiks werden alle maßgeblichen Unternehmen im SPNV betreffen.

„Wir haben von unseren Spitzengremien den eindeutigen Auftrag bekommen, unsere Tarifforderungen nun mit Arbeitskampfmaßnahmen zu unterstützen“, erklärten die Vorsitzenden beider Gewerkschaften, Alexander Kirchner und Klaus-Dieter Hommel. „Die Verzögerungstaktik der Arbeitgeber ist damit gescheitert. Unsere Kolleginnen und Kollegen lassen sich nicht länger hinhalten.“

Grund der geplanten Maßnahmen sind die stockenden Tarifverhandlungen sowohl mit maßgeblichen Unternehmen des Schienenpersonen-Nahverkehrs (SPNV) als auch mit der Deutschen Bahn. Im SPNV wollen TRANSNET und GDBA einen Branchentarifvertrag abschließen. Er soll das Bezahlungsniveau, das heute bereits für 90 Prozent der Beschäftigten gilt, für alle Beschäftigten verbindlich machen. Die bisherigen Angebote der Arbeitgeber „würden allerdings das Gegenteil bewirken: sie würden die Bezahlungsunterschiede sogar noch verschärfen und bieten keinen Schutz gegen Lohndumping.“

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn war zuletzt ebenfalls keine Bewegung mehr zu erkennen. „Die Deutsche Bahn profitiert vom Status Quo im SPNV, da sie über ihre Billigtöchter ebenfalls die Lohnunterschiede ausnutzen kann“, kritisierten Kirchner und Hommel. „Von bloßen Bekenntnissen zur Verhandlungsbereitschaft können sich die Beschäftigten nichts kaufen. Sie erwarten jetzt endlich Ergebnisse.“

Konkrete Maßnahmen wollen die Gewerkschaften in den kommenden Tagen festlegen. Die beiden Gewerkschafter machten aber bereits deutlich, „dass es sich nicht nur um Nadelstiche handeln wird. Diese Warnstreiks werden weh tun.“

Pressemeldung TRANSNET.


URL: Homepage TRANSNET.
Meldung vom 12.10.2010

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