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Niedersachsen-Tarif kommt Ende 2012

Wer zum Beispiel aus Südniedersachsen mit Bus und Bahn in die Lüneburger Heide reisen will, soll künftig nur noch ein Ticket kaufen müssen. Dafür wollen die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), die Region Hannover und der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) bis Dezember 2012 den Grundstein legen.

„Wir wollen die Nutzung des ÖPNV einfacher machen und mehr Menschen in Busse und Bahnen locken“, skizziert Hans-Joachim Menn, Sprecher der Geschäftsführung der LNVG, am Dienstag in Hannover die Ziele des Niedersachsen-Tarifes, der zwischen Ems und Elbe und von der Küste bis zum Harz gelten soll.

In einem ersten Schritt werden die in Niedersachsen verkehrenden Eisenbahnunternehmen ab Ende 2012 den Landestarif anwenden. Parallel dazu sollen aber auch große Verkehrsverbünde für eine Zusammenarbeit gewonnen werden, „ damit der Bahnkunde bei der Weiterfahrt im Verbund kein zweites Ticket mehr erwerben muss“, erläutert Menn den weiteren Fahrplan. Schrittweise können dann weitere Kooperationen folgen.

Bestehende Verkehrs- und Tarifverbünde, wie zum Beispiel der Großraum-Verkehr Hannover,  der Verbundtarif Region Braunschweig, der Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen oder der Hamburger Verkehrsverbund, werden ihre Funktionen und Aufgaben behalten. „Wir wollen den Tarifdschungel lichten und auch außerhalb von Verbundräumen Reisenden die Möglichkeit eröffnen, mit nur einem Fahrschein durchs ganze Land zu reisen und dabei auch vom Zug in den Bus umzusteigen“, beschreibt Menn die Vorteile. Dafür sind in den nächsten Monaten Gespräche mit Verbünden und anderen Akteuren vor Ort fest eingeplant.

Darüber hinaus versprechen sich die Aufgabenträger noch einen weiteren Wettbewerbsvorteil: Bei zum Beispiel europaweiten Ausschreibungen wird der Niedersachsen-Tarif künftig in den Vergabeunterlagen vorgegeben. Das werde den Marktzugang für Eisenbahnunternehmen weiter erleichtern, sind sich die Fachleute einig.

Die Einführung des Niedersachsen-Tarifes ab Ende 2012 wird nicht zu einer Absenkung der Fahrpreise führen. „Der Nahverkehr bleibt ein Zuschussgeschäft. Wir geben jährlich rd. 260 Millionen Euro für die Bestellung von Nahverkehrszügen aus“, beugt der Chef der 100-prozentigen Landesgesellschaft etwaigen Erwartungen vor.

Während der Aufsichtsrat der LNVG dem Projekt bereits am Dienstag zugestimmt hat, wollen Region Hannover und ZGB ihre Gremien noch im November bzw. Dezember beteiligen. Die in Niedersachsen fahrenden Eisenbahnunternehmen sind bei der Konzeption des Landestarifes von Anfang an eingebunden. Mit von der Partie sind auch Hamburg und Bremen. Da der einheitliche Tarif auch für Fahrten zwischen Niedersachsen und Bremen/Hamburg bzw. zwischen Bremen und Hamburg gelten wird, sind beide Stadtstaaten eng in die Planungen mit einbezogen.

Bis der Niedersachsen-Tarif umgesetzt und die Fahrgäste die entsprechenden Tickets kaufen können, haben die Experten noch eine Menge zu tun. Sie werden sich unter anderem der technischen Umsetzung des Landestarifes widmen, mit der Einnahmeaufteilung zwischen den Eisenbahnunternehmen, den Kooperationsverträgen mit Verbünden oder anderen Akteuren sowie mit der notwendigen Vertriebs-Software befassen und gegebenenfalls projektbegleitende Gutachten beauftragen. Es ist beabsichtigt, die Aufgaben mit der Einführung des Landestarifes in einer zentralen und unabhängigen Stelle zu bündeln, an der sich die LNVG, die Region Hannover, der ZGB und die Eisenbahnunternehmen beteiligen wollen.

 Pressemeldung der LNVG - Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH.


URL: Homepage LNVG - Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH
Meldung vom 12.10.2010

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