
Aus Sicht der fünf großen Verkehrsunternehmen, Abellio, Arriva, BeNEX, Keolis und Veolia-Verkehr, verlief die zweite Verhandlungsrunde zur Schaffung eines gemeinsamen Tarifvertrages mit der Tarifgemeinschaft (TG) aus Transnet/GDBA sehr enttäuschend. Verhandlungsführerin Ulrike Haber-Schilling, Veolia-Verkehr: „Wenn man das ehrgeizige Ziel hat, erstmalig einen gemeinsamen Tarifvertrag für die privaten SPNV-Unternehmen zu schaffen, ist es enttäuschend, wenn sich die Gewerkschaften weigern, überhaupt über ein Entgeltniveau zu verhandeln. Das Beharren auf dem Niveau der DB AG, das nur durch die frühere Monopolsituation zu erklären ist, ist aufgrund der Situation der regionalen Wettbewerber nicht akzeptabel.“
In der heutigen Verhandlungsrunde hatten die privaten SPNV-Unternehmen ein erstes Angebot für einen gemeinsamen Tarifvertrag vorgelegt, der auf den bei allen Unternehmen existierenden Haustarifverträgen aufbaut. Der Vorschlag enthält ein einheitliches Entgeltniveau für alle neuen Verkehrsverträge und regelt das Niveau verbindlich für alle bestehenden und künftigen Tochter- und Beteiligungsunternehmen – mit Öffnungsklauseln und Bestandsschutz nach oben. Darüber hinaus enthält der Vorschlag einheitliche Regelungen zu Urlaubszeiten, Qualifizierung und für den Fall eines Betreiberwechsels. Ulrike Riedel, die die Verhandlungen für die BeNEX leitet: „Wir haben mit unseren Vorschlägen die zentralen Fragestellungen für unsere Beschäftigten aufgegriffen. Damit sind wir auch in vielen Punkten den Gewerkschaften entgegengekommen und zeigen Verhandlungsbereitschaft. Dies erwarten wir auch von den Gewerkschaften.“
Erfolgreich abgeschlossen wurden die Gespräche mit der Hessischen Landesbahn. Sie wird in die Verhandlungen mit der TG sowie mit der GDL einsteigen und die Verhandlungsgruppe der privaten SPNV-Unternehmen verstärken.
Pressemeldung von BeNEX.