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BLS steigert Verkehrsleistung im Personenverkehr um 5,2 Prozent

Die Leistungsentwicklung im ersten Halbjahr 2010 war insgesamt erfreulich. Die Personenkilometer Bahn konnten um 5,2 Prozent auf 405 Millionen gesteigert werden, und mit 24,4 Millionen beförderte die BLS auch 4,7 Prozent mehr Fahrgäste als in der Vorjahresperiode. Sie konnten sich auf eine hohe Pünktlichkeit der Züge verlassen: 94,9 Prozent erreichten ihr Ziel mit einer maximalen Verspätung von drei Minuten. Die Trassenkilometer auf der BLS-Infrastruktur erhöhten sich auf 6,820 Millionen (+1,8%). Das Konzernergebnis konnte per 30. Juni 2010 um 29,3 Prozent auf CHF 4,3 Mio. gesteigert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) beläuft sich auf CHF 16,3 Mio.

Die BLS AG weist im ersten Halbjahr 2010 ein gutes Ergebnis aus. Ohne Sondereffekte konnte das Konzernergebnis im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 auf CHF 4,3 Mio. resp. um 29,3 Prozent gesteigert werden. Das Ergebnis wäre ohne den währungsbedingten Verlust bei der Güterverkehrstochter noch höher ausgefallen. Als zweitgrösstes Schweizer Bahnunternehmen hat die BLS ihre Effizienz durch Produktivitätssteigerungen und dank der Flexibilität des Bahnbetriebspersonals erneut verbessert und weist ein operatives Ergebnis (EBIT) von CHF 16,3 Mio. aus.

Deutliche Zunahme der Frequenzen bei S-Bahn und Regionalzügen

Der Geschäftsbereich Personenverkehr der BLS AG verzeichnete insgesamt ein erfreuliches erstes Halbjahr 2010. Die Nachfrage bei der Bahn stieg entsprechend dem Trend der letzten Jahre weiter kräftig an: 405 Millionen Personenkilometer wurden zurückgelegt. Dies entspricht einem Plus von 5,2 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009. Erneut zugenommen hat auch die Zahl der Fahrgäste: um 4,7 Prozent auf 24,4 Millionen. Die deutliche Zunahme bei Fahrgästen und Personenkilometern ist sowohl auf einen Angebotsausbau (1,5 Prozent mehr Zugkilometer), als auch auf Mehrverkehr zurückzuführen ist. Die gesteigerten Mobilitätsbedürfnisse machten sich vor allem bei der S-Bahn Bern sowie bei den RegioExpress-Angeboten bemerkbar (Geschäfts- und Freizeitverkehr).  Das anhaltende, starke Wachstum im Regionalverkehr stellt für die BLS eine Herausforderung und zugleich ein Auftrag dar. Der grösste Teil der bestehenden Fahrzeuge wird modernisiert, gleichzeitig tätigt die BLS die grösste Rollmaterialinvestition ihrer Geschichte. In den Jahren 2013 und 2014 nimmt sie 28 neue Doppelstocktriebzüge (Stadler Rail) auf der S-Bahn Bern in Betrieb. Diese erste Etappe kostet rund CHF 0,5 Mia., spätere Beschaffungen von voraussichtlich einstöckigen S-Bahnzügen weitere CHF 0.7 Mia.  

Durchschnittliche Pünktlichkeit im Regionalverkehr Bahn bei hohen 94,9 Prozent

Mit 94,9 Prozent weist die BLS eine im Branchenvergleich ausgesprochen hohe Pünktlichkeit im Bahnverkehr auf. Die Werte konnten gegenüber dem Vorjahr auf vielen Linien markant verbessert werden. Bei der S-Bahn Bern erreichten im ersten Halbjahr 96 Prozent der Züge ihr Ziel rechtzeitig oder mit einer Verspätung von weniger als drei Minuten – gemessen von Montag bis Freitag. Das sind 2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Auch auf der speziell stark frequentierten Linie S1 (Fribourg-Bern-Thun) konnte die Pünktlichkeit auf 95,4 Prozent erhöht werden. Ebenfalls deutlich verbessert wurden die Werte bei den RegioExpress-Verbindungen (92,6%, +5,6%) und den Regio-Zügen (94,3%, +2,7%).

Autoverladefrequenzen stagnieren, erfolgreiche Event- und Charterschiffe

Mit knapp 652'000 Fahrzeugen im Autoverlad Lötschberg stagnierten die Verladefrequenzen Kandersteg-Goppenstein und Kandersteg-Iselle im ersten Halbjahr 2010. Abgesehen von der Konkurrenz durch die NEAT am Lötschberg dürften auch der währungsbedingte Rückgang der Reisenden aus dem Euroraum sowie der wetterbedingte schlechte Start in die Sommersaison auf die Nachfrage gedrückt haben. Beides trifft noch stärker auf die BLS Schifffahrt zu. Nach ausserordentlich hohen Vorjahresfrequenzen aufgrund diverser Aktionen ging die Passagierzahl auf dem Thuner- und Brienzersee um rund einen Viertel auf 275'000 zurück – was immer noch über dem Schnitt der letzten 5 Jahre liegt. Sehr gefragt waren im Jubiläumsjahr 175 Jahre Schifffahrt die Sonderangebote sowie die Event- und Charterangebote. Die Busland AG konnte die grossen Angebotsänderungen im Raum Burgdorf, Langnau und Huttwil ab Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2009 erfolgreich umsetzen. Die Verkehrsleistung Bus im Emmental ist dadurch im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent (gefahrene Kilometer) gestiegen. Die ersten Frequenzerhebungen vom Frühjahr 2010 zeigen, dass das ausgebaute Angebot auf tendenziell wachsende Nachfrage stösst.

Mehrverkehre auf dem BLS-Netz bedingen Ausbauten auf der Lötschbergachse

Von Mehrverkehren auf dem BLS-Netz konnte auch die Infrastruktur profitieren. Die Trassenkilometer wurden gesamthaft auf 6,8 Millionen Kilometer resp. um 1,8 Prozent gesteigert. Die Steigerung erfolgte nicht nur im Güterverkehr, der sich gegenüber dem Krisenjahr 2009 wieder erholt hat, sondern auch im Personenverkehr. Die BLS konnte dort die Trassenkilometer auf 5,8 Millionen (+1,1%) erhöhen. Das Wachstum hat allerdings auch Kehrseiten: Einerseits nehmen Abschreibungen und Unterhaltsbedarf zu und andererseits werden Kapazitätsengpässe auftreten. Die BLS veröffentlichte in diesem Zusammenhang im ersten Quartal 2010 eine Studie, die aufzeigt, wie künftige Engpässe auf der Lötschbergachse behoben werden können. Sie belegt die Machbarkeit eines durchgehenden Doppelspurausbaus des Lötschberg-Basistunnels mit Kosten von CHF 0,8 bis 1,3 Mia. und einer Bauzeit von rund 12 Jahren. Ausgebaut werden müssen zudem die Zufahrtsstrecken im Aaretal und zwischen Olten und Basel.

Güterverkehr steigert Verkehrszahlen und Betriebsergebnis

Die Güterverkehrstochter BLS Cargo steigerte die Verkehrsleistung im ersten Halbjahr 2010 auf 1'624 Mio. Nettotonnenkilometer (+ 8%). Haupttreiber waren die internationalen kombinierten Verkehre (Container, Wechselbehälter) mit einer Zunahme von 17 Prozent über die Lötschbergachse sowie die konventionellen Verkehre über die Gotthardachse (+40%). Das Niveau vor der Wirtschaftskrise 2009 ist zwar noch nicht erreicht, doch konnte dank rechtzeitig ergriffener Kostensenkungsmassnahmen ein positiver EBIT von CHF 2.4 Mio. erwirtschaftet werden. Eine schwerwiegende Herausforderung stellt nach wie vor die starke Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro dar. Trotz des überdurchschnittlichen EBIT weist BLS Cargo aufgrund dieser Währungsproblematik per 30. Juni 2010 einen Unternehmensverlust von CHF 2.7 Mio. aus.

Finanzzahlen

Erfolgsrechnung in Mio. CHF HJ 2010 HJ 2009 +/–
Total Betriebsertrag 436,6 406,1 +7,5 % 
Total Betriebsaufwand 314,2 303,5 +3,5 % 
Betriebsergebnis vor Zinsen/Steuern (EBIT) 16,3 1,7 +873,8 % 
Konzernergebnis nach Minderheiten 4,3 3,3 +29,3 % 

Leistungszahlen Personen- und Güterverkehr

Leistung HJ 2010 HJ 2009 +/–
Personenkilometer in Mio. *)


Regionalverkehr Bahn 405,0 385,1 +5,2%




Personenverkehr Mio. Personen *)


Regionalverkehr Bahn **) 24,4 23,3 +4,7%
Schiff 0,275 0,361 -23,6%




Autoverlad Mio. transportierte Fahrzeuge


Kandersteg–Goppenstein / Kandersteg–Iselle 0,652 0,652 -0,1%




BLS Cargo Mio. Nettotonnenkilometer 1,624 1,506 +8,0%

*) Zum Regionalverkehr Bus liegen keine Werte vor, da die Zählungen nicht per Halbjahr durchgeführt werden. **) Hochrechnung, Wert noch provisorisch 

Infrastruktur

Trassenkilometer in Mio. HJ 2010 HJ 2009 +/–
Personenverkehr 5,841 5,777 +1,1%
Güterverkehr 0,979 0,921 +6,3%
Total 6,820 6,698 +1,8%

Pressemeldung der BLS Lötschbergbahn AG (BLS).


URL: Homepage BLS Lötschbergbahn AG.
Meldung vom 13.09.2010

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