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10 Jahre NordWestBahn - eine Erfolgsgeschichte

Hauptbahnhof Oldenburg: Martin Meyer-Luu (NWB) weiht  zusammen mit (v.l.n.r.) Hans-Joachim Menn (LNVG), Hansrüdiger Fritz (NWB) und Prof. Bernd Müller (Amt für Verkehr und Straßen der Stadt Oldenburg) den Jubiläumszug Zugreisende mit der NordWestBahn (NWB) dürfen sich freuen: Noch in diesem Herbst will die private Bahngesellschaft aus Osnabrück ihre Kapazitäten ausweiten und zehn fabrikneue Triebwagen vom Typ „Lint 41“ einsetzen. Damit reagiert das Unternehmen auf die weiterhin starke Fahrgast-Nachfrage in seinem Streckennetz. Gleichzeitig werden in sämtlichen NWB-Zügen die Fahrkarten-Automaten ausgetauscht. Die neuen Automaten sind einfacher zu bedienen und erlauben den Kunden zum Beispiel eine Bezahlung mit EC-Karte.

Die von Oldenburg nach Cloppenburg probeweise eingeführte Spätverbindung am Samstagabend wird dauerhaft in den Fahrplan der NWB aufgenommen. Durchschnittlich 70 Fahrgäste, bei besonderen Ereignissen sogar bis zu 200 Personen nutzten die Abendfahrt um 23.29 Uhr. Das teilten der Geschäftsführer der NWB, Martin Meyer-Luu, und der Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), Hans-Joachim Menn, anlässlich des 10-jährigen Unternehmensjubiläums am Mittwoch vor Journalisten in Oldenburg mit.

Vor zehn Jahren hatte die private Bahngesellschaft die erste von der LNVG durchgeführte europaweite Ausschreibung gewonnen und den Betrieb auf der Schiene in der Region Weser-Ems aufgenommen. Botschafter für das Jubiläumsjahr der NordWestBahn wird nun ein besonders gestalteter Zug, den NWB-Geschäftsführer Meyer-Luu am Mittwoch am Oldenburger Hauptbahnhof der Öffentlichkeit und zahlreichen Gästen vorstellte.

Qualitätssteigerung im Nahverkehr
Nach dem Motto „neuer Betreiber, neuer Takt“ setzte die NordWestBahn vor einem Jahrzehnt ein neues Angebot im Nahverkehr um. Voraussetzung für eine Attraktivitätssteigerung war jedoch der Ausbau der Infrastruktur. Das Land investierte nicht nur rund 81 Millionen Euro in die Strecke und die Bahnhöfe, für das Weser-Ems-Netz wurden über den Fahrzeugpool der LNVG eigens angeschaffte Triebwagen eingesetzt. „Investitionen, die sich für das Land, die NWB und ihre Fahrgäste mehr als bezahlt gemacht haben“, resümiert Hans-Joachim Menn. „Denn der Nahverkehr kann immer nur so gut sein, wie es die Infrastruktur zulässt." Unter anderem sollen 40 Bahnhöfe im Rahmen des Bahnhofsprogramms „Niedersachsen ist am Zug! 2“, darunter der Osnabrück Hauptbahnhof Hbf und Osnabrück-Altstadt (Hasetor) in den nächsten Jahren ausgebaut werden.

Menn wies auch darauf hin, dass die LNVG in ihrem neuen Schienennahverkehrskonzept 2013-2017 die Linie Wilhelmshaven-Oldenburg-Osnabrück zu einer Express-Linie aufgewertet habe. Damit werde sichergestellt, dass künftig alle Züge mit Zugbegleitern unterwegs seien. Dies verbessere fühlbar den Service und die Sicherheit im Nahverkehr.

Prof. Bernd Müller, Leiter des Amtes für Verkehr und Straßen der Stadt Oldenburg, unterstrich die überaus wichtige Verbindungsfunktion, die die NWB für Oldenburg habe. „Der Hauptbahnhof ist einer der größten Umsteigebahnhöfe in Niedersachsen – in Richtung Küste, in Richtung Bremen als auch in die Niederlande. Damit ist Oldenburg das Drehkreuz des Weser-Ems-Netzes“, erklärte der Amtsleiter stolz.

Die Region erfahren und verbinden
Die Verbundenheit der NordWestBahn mit der Region lässt sich vor allem an den vielen touristischen Partnerschaften festmachen: Projekte wie die Tagesausflüge „StreifZüge“ an die ostfriesische Küste und auf die Inseln bestehen fast seit dem Start der NordWestBahn. Peter Wettstein, Kurdirektor der Insel Langeoog, ist Partner aus der ersten Stunde. Einen Zug mit Langeoog-Werbung gibt es daher seit vielen Jahren. „Wir haben mit der NordWestBahn einen direkten Zubringer zu unserer Insel,“ so Wettstein. „Kontinuierlich hat sich das Anreiseangebot über Sande nach Esens verbessert, so dass wir heute auch eine umstiegsfreie Verbindung zum samstäglichen Bettenwechsel aus dem Osnabrücker Land bis nach Esens haben. Eine optimal abgestimmte Reisekette zwischen Bahn, Bus und Schiff ist für die Urlauber wichtig, um für eine umweltfreundliche Anreise auf die autofreie Insel zu werben.“ Jährlich bringt die NordWestBahn 2000 Tagesausflügler auf die Insel. Peter Wettstein spricht für viele Touristiker, die in enger Partnerschaft mit dem Bahnunternehmen verbunden sind. Gemeinsame Projekte wie die Inselfahrpläne für Langeoog, Spiekeroog und Helgoland bieten einen Mehrwert für die Fahrgäste. Auch die Freizeitbroschüre HalteWunsch ist in Kooperation mit den Tourismusverbänden der Region entstanden. Darin präsentieren sich Kommunen, Tourismus-Zweckverbände, Freizeiteinrichtungen mit mehr als 30 Ausflugstipps, im Jubiläumsjahr auch zusätzlich mit zehn Gutscheinen, mit denen sich die Highlights der Region noch besser mit dem Zug erfahren lassen. Die NordWestBahn verbindet mit ihren Projekten die Region, die Städte und die Menschen.

Sicherheit und Service an Bord
Mit einem verbesserten Servicestandard ist die NordWestBahn angetreten. Mehr Service für die Fahrgäste ist zugleich auch ein Mehr an Sicherheit im und am Zug. Im letzten Jahr wurde die Qualität des Angebotes gesteigert, indem seit Juni alle Züge, die zwischen Osnabrück, Oldenburg und Wilhelmshaven pendeln, durch Servicepersonal begleitet werden. Bisher war es nur etwa jeder dritte Zug auf dieser Strecke. Mit dem Projekt setzt die NordWestBahn auf den Servicegedanken für die Kunden, denn die knapp 12.000 täglichen Fahrgäste haben so jederzeit einen Ansprechpartner im Zug. Die Reisenden bewerten das subjektive Sicherheitsempfinden deutlich positiver, wenn Zugbegleiter an Bord sind. Die Erfahrungen des letzten Jahres haben auch gezeigt, „mehr Zugbegleiter bedeuten auch mehr Einnahmen“, erläutert NWB-Geschäftsführer Martin Meyer-Luu, und verweist damit auf die landesweiten Einnahmeverluste durch Schwarzfahrer, die im sechsstelligen Bereich jährlich liegen. Durch verstärkte Aufklärungsarbeit der Servicemitarbeiter gegenüber den Kunden konnte auch die Akzeptanz des Fahrkartenautomaten in den Zügen deutlich gesteigert werden. Damit sind Erwartungen, die in die erhöhte Zugbegleitquote gesetzt wurden, zur vollsten Zufriedenheit erfüllt worden.

Hintergrund: Die Erfolgsgeschichte der NordWestBahn
Mit der europaweiten Ausschreibung im Jahr 1997 für das Weser-Ems-Netz in Niedersachsen, das erste Wettbewerbsverfahren im Nahverkehr auf der Schiene, wurden die Weichen für eine Erfolgsgeschichte gestellt. Innerhalb von nur zwei Jahren verdoppelten sich die Fahrgastzahlen, besonders die Strecke Osnabrück – Vechta – Bremen erfreut sich heute über hohe Zuwächse von 560 Prozent und ist als eine der besten Regionalstrecken von der Allianz pro Schiene ausgezeichnet worden. Nicht nur verbesserte Fahrpläne, Schnelligkeit und Pünktlichkeit bescherten das Fahrgastplus. Hoher Servicestandard, moderne Züge und die Nähe zur Region sind Erfolgsfaktoren, die sich als zugkräftig erwiesen haben.

Aktuell bedient die NordWestBahn 15 Linien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die von der friesischen Küste zum Weserbergland und in die Region Rhein-Ruhr reichen. Mit dem Start der Regio S-Bahn Bremen/Niedersachsen im Dezember 2010 wird die NordWestBahn der erste private Betreiber eines ganzen Regio-S-Bahn Netzes sein. Mit über 1300 Kilometer Netzlänge, 650 Mitarbeitern und rund 140 Fahrzeugen hat sich die NordWestBahn zu einem der größten und erfolgreichsten privaten Bahnunternehmen entwickelt.

Pressemeldung der NordWestBahn (NWB).


URL: Homepage der NordWestBahn (NWB)
Meldung vom 04.08.2010

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