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BLS Cargo: Erfolgreich auf die Wirtschaftskrise reagiert

Die internationale Wirtschaftskrise hat das Geschäftsjahr 2009 von BLS Cargo stark beeinflusst. Der konjunkturell bedingte Transportrückgang wirkte sich stark auf die Verkehrsleistung von BLS Cargo aus, welche gegenüber 2008 um 19% sank. Dank eingeleiteter Gegenmassnahmen und eines Effizienzsteigerungsprogramms gelang es BLS Cargo, den Jahresverlust auf 3.6 Mio. CHF zu beschränken.

Die Verkehrsleistung von BLS Cargo sank in 2009 gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent  auf 2’981 Millionen Nettotonnenkilometer. Dies vor allem bedingt durch den starken Einbruch der Nachfrage nach Transportleistungen aufgrund der internationalen Wirtschaftskrise, die alle europäischen Güterbahnen traf. BLS Cargo blieb von der Krise nicht verschont, weil mehr als 90% des eigenen Geschäftes aus grenzüberschreitenden Verkehren für die stark betroffene europäische Grossindustrie (Automobil, Stahl, Papier) und für den Seehafenhinterlandverkehr aus den Nordseehäfen (Überseecontainer) bestehen.

Verkehrsentwicklung in den einzelnen Segmenten

Der Rückgang war vor allem im internationalen Transitverkehr, der Kernaktivität von BLS Cargo, zu spüren. Sowohl der „konventionelle Verkehr“ (-27.8%) als auch der „unbegleitete kombinierte Verkehr“ (-25.5%) erlitten über die beiden Haupttransitachsen Lötschberg-
Simplon und Gotthardachse deutliche Einbrüche. Einzig die Rollende Autobahn erwies
sich mit einem Wachstum von 8 Prozent als krisenresistent. Ein Grund für die gute Entwicklung dieses Verkehrs liegt einerseits im relativ stabilen Lkw-Nachfragen in 2009 und anderseits im eher schwachen, von Streiks und knappen Wagenressourcen geprägten
Vorjahr 2008 bei den von RAlpin verantworteten Verkehren. Beide Segmente, „kombinierter Verkehr“ und „konventioneller Verkehr“ lagen auf den beiden Haupttransitachsen deutlich
unter dem Vorjahr. Der Verkehrsrückgang betrug auf der Lötschberg-Simplon-Achse
18 Prozent und auf der Gotthardachse 23 Prozent. Ein positiveres Bild als die Transitverkehre liefern die Binnen-, Import- und Exportverkehre von BLS Cargo. Diese gingen gegenüber dem äusserst erfolgreichen Geschäftsjahrs 2008 lediglich um 2 Prozent zurück.
BLS Cargo konnte trotz der Rückgänge auf beiden Transitachsen ihre gute Position mit
einem Marktanteil von 41 Prozent am gesamten Transitverkehr auf der Schiene durch die Schweiz halten.

Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungsprogramm umgesetzt

Die internationale Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen auf die Nachfrage nach Schienengüterverkehrsleistungen waren für BLS Cargo das bestimmende Thema im Berichtsjahr. Obwohl bereits Ende 2008 erste Kostensenkungsmassnahmen und Ressourcenanpassungen eingeleitet wurden, stand BLS Cargo vor der Herausforderung, die grossen Kostenblöcke wie „Personal“ und „Lokomotiven“ im Jahresverlauf gemeinsam mit der BLS anzupassen bzw. zu flexibilisieren. Der hohe Fixkostenanteil eines Schienengüterverkehrsunternehmens erweist sich gerade in Zeiten mit hohen Nachfrageschwankungen als sehr problematisch.
BLS Cargo nahm diese Situation zum Anlass, sich intensiv mit Kosten und Prozessen im
Unternehmen auseinanderzusetzen. Durch schnelles Umsetzen von kurzfristigen operativen Massnahmen wie Einstellungs- und Investitionsstopps sowie Vermietung von Loks und Lokführern an andere Bahnen wirkte die BLS Cargo gemeinsam mit der BLS dem Abwärtstrend entgegen. Mit dem Start eines Effizienzsteigerungsprojektes „Aufstieg 2011“
im Sommer 2009 leitete BLS Cargo zudem strukturelle Massnahmen ein, die eine mittel bis langfristige Flexibilisierung und Optimierung des Ressourcen- und Personaleinsatzes
vorsehen und dadurch das Unternehmen wieder auf ein nachhaltig positives Unternehmensergebnis ausrichten. Die Ergebnisse des Projekts sind bisher positiv zu bewerten. Die angestrebten Einsparungsziele wurden erreicht, in eine mehrjährige Planung überführt und mit konkreten Massnahmen hinterlegt.

Jahresverlust deutlich begrenzt

Der starke Nachfrage- und Umsatzrückgang führte zu einer Abnahme des betrieblichen Gesamtertrages um 19.7 Prozent auf 161.7 Millionen Franken. Mithilfe der Gegenmassnahmen auf der Kostenseite konnte das Jahresergebnis auf -3.6 Millionen Franken begrenzt werden. Das Betriebsergebnis EBIT (nach Abschreibungen, vor Zinsen) beträgt -5.1 Millionen Franken (Vorjahr +11.2 Millionen Franken). Mit Bezug zum starken Umsatzeinbruch von rund 40 Millionen CHF und im Vergleich zu anderen Unternehmen des
Schienengüterverkehrs darf der Geschäftsabschluss von BLS Cargo in diesem Krisenjahr
2009 gesamthaft als positiv bewertet werden.

Das Geschäftsmodell von BLS Cargo erweist sich nach den positiven Jahren 2001-2008 ebenfalls in Krisenzeiten als erfolgreich. BLS Cargo konnte auch in 2009 die Position am Markt bestätigen. Dank der hohen Anpassungsflexibilität eines schlanken Unternehmens
und der gefestigten Partnerschaften mit der BLS AG, der DB Schenker Rail Deutschland
AG und den Kunden gelang es BLS Cargo, die negativen Auswirkungen der Krise auf das
Unternehmen stark zu beschränken.

Verhalten positives 2010

Für das kommende Jahr rechnet BLS Cargo mit einer schwachen Erholung der Wirtschaft und damit einem geringen Wachstum. Für die kommenden Jahre wird wieder ein stärkeres Nachfragewachstum erwartet. Das Unternehmen wird auch 2010 stark gefordert sein und sehr aufmerksam mit den Ressourcen umgehen müssen. Umso wichtiger ist es, dass die verkehrspolitischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr in den kommenden Jahre weiterentwickelt werden. Die Anforderungen der Kunden ebenso wie die effiziente Planung und Durchführung der Verkehre setzen eine hohe Qualität und Stabilität der Verkehrsinfrastruktur voraus. Die Güterverkehrsunternehmen wie die BLS Cargo AG werden in der bereits schwierigen Wirtschaftssituation durch geplante Erhöhungen der Abbestellgebühren der Infrastruktur und die wirtschaftlichen Nachteile, die z.B. aus baustellenbedingten Streckensperrungen und aus Umleitungen entstehen, zusätzlich schwer belastet. Dies kann zu einer  empfindlichen Störung bei der Umsetzung der Verlagerungspolitik führen. BLS Cargo  engagiert sich daher zum einen bei den Behörden und den Infrastrukturbetreibern für die Sicherung der vom Bundesrat und Güterverkehrsverlagerungsgesetz zugesprochenen Trassen für den Güterverkehr. Zum anderen bringt sich BLS Cargo intensiv in die anstehenden Diskussionen zum neuen Trassenpreissystem ab 2013 ein, um die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs weiter zu verbessern.

BLS Cargo AG.


URL: Homepage BLS Lötschbergbahn AG.
Meldung vom 29.03.2010

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