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„Schengen auf der Schiene“ nimmt weiter Fahrt auf

Der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. begrüßt den jüngst erreichten Meilenstein in der EU zur Entwicklung der Schienenverkehrskorridore in Europa. Am 11. Juni 2009 unterzeichneten im Beisein des Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, die Verkehrsminister aus Schweden, Dänemark, Deutschland, Österreich und Italien eine Absichtserklärung über den Ausbau der Strecke „Stockholm-Kopenhagen-Hamburg-München-Innsbruck-Verona-Neapel“.

Das neue Abkommen sieht die Ausrüstung des sogenannten „Korridor B“ mit dem gesamteuropäischen Leit- und Sicherungssystem ERTMS (European Rail Traffic Management System) vor. Die Technologie ermöglicht den technisch harmonisierten und reibungslosen Transport von Personen und Gütern im grenzüberschreitenden Schienenverkehr in Europa.

Berlin, 15. Juni 2009 – „Das beschlossene Abkommen ist eine wichtige Etappe hin zu einem Schengen auf der Schiene. Das konsequente Engagement von Herrn Tajani und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee für den europäischen Schienenverkehr trägt Früchte“, sagt VDB-Hauptgeschäftsführer Ronald Pörner. „Die Mittel für das Vorhaben müssen nun von der Bundesregierung frei gemacht und mit der Umsetzung zügig begonnen werden, um den klimaschonenden Schienenverkehr in Europa zu stärken.“

Der erste Streckenabschnitt soll bis 2015 mit ERTMS ausgerüstet werden, und zwar „München-Kufstein-Brenner/Brennero-Verona“. Bis 2020 sollen die weiteren Streckenabschnitte folgen, im Norden mit „Stockholm-Kopenhagen-Roedby-Hamburg“ und im Süden mit „Verona-Neapel“. Die Industrie begrüßt, dass die Ausrüstung des Korridors in Angriff genommen wird und erwartet jetzt, dass der Ausbau des Korridor B ähnlich vorrangig behandelt wird wie der des Korridor A von Rotterdam nach Genua. Beide Korridore, A wie B, verbinden wichtige Verkehrsknotenpunkte in Europa. Eine gemeinsame Erklärung zum Ausbau des Korridor A hatten die vier Anrainerstaaten Niederlande, Deutschland, Schweiz und Italien bereits im Mai 2009 verabschiedet. Sie sieht die Ausrüstung des Korridor A mit ERTMS bis 2015 vor.

Für den Teilausbau des Korridor A mit ERTMS-Streckenausrüstungen und Stellwerken in Deutschland sind in den Konjunkturpaketen der Bundesregierung Mittel in Höhe von 200 Mio. Euro eingeplant.
„Das sind vor dem Hintergrund der Rezession wichtige Wirtschafts- und beschäftigungspolitische Impulse für Deutschland, die mit der Vision eines einheitlichen europäischen Eisenbahnraums Hand in Hand gehen“, so Pörner. Gerade vor dem Hintergrund der Krise müsse nach der politischen Willenserklärung nun auch bald mit der investiven Umsetzung der Streckenausrüstung begonnen werden, fordert Pörner, um die beschäftigungspolitischen Impulse schnell Realität werden zu lassen.
Bei der Vergabe der Streckenausrüstung müssen außerdem die Unternehmen innerhalb der Bahnindustrie fair und diskriminierungsfrei berücksichtigt werden.

ERTMS soll das größte technische Hindernis im europäischen Eisenbahnverkehr beseitigen und die mehr als 20 verschiedenen nationalen Leit- und Sicherungssysteme für den Schienenverkehr in Europa durch einen einheitlichen europäischen Standard ersetzen. Heute sind rund 2.000 km des Eisenbahnnetzes in Europa mit ERTMS ausgerüstet. Die insgesamt sechs großen europäischen Schienenverkehrskorridore, von denen vier durch Deutschland führen, sollen bis 2020 mit ERTMS ausgerüstet und mit den großen Warenumschlagplätzen verbunden werden.

Pressemeldung des Verbandes der Bahnindustrie (VDB) e.V..


URL: Homepage Verband der Bahnindustrie (VDB) e.V.
Meldung vom 15.06.2009

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