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Erneut gutes Geschäftsjahr für Stadler trotz schwierigem wirtschaftlichen Umfeld

Die Stadler Rail Group schliesst das Jahr 2008 mit einem konsolidierten Umsatz von CHF 1,065 Mrd. gegenüber CHF 1,24 Mrd. im Vorjahr ab. Äusserst erfreulich hat sich der Auftragseingang entwickelt, der mit CHF 2,6 Mia. eine neue Rekordmarke setzt. Dieser sichert bis 2010 eine gute Grundauslastung und damit die Arbeitsplätze.

Um die Kapazitäten mittelfristig auszulasten, sind weitere Aufträge nötig. Da sich die wirtschaftlichen Zukunftsaussichten nur unwesentlich verbessert haben, ist es schwierig, Prognosen zum zukünftigen Geschäftsgang zu machen. Trotz dieser Unsicherheiten glaubt Stadler an den Werkplatz Schweiz und ist bereit, über CHF 90 Mio. zu investieren, um zusätzliche Kapazitäten aufzubauen und das Arbeitsplatzangebot in der Division Schweiz auf 2'100 zu erhöhen. Stadler ist überzeugt, dass sie auch mit 80% Schweizer Wertschöpfungsanteil international wettbewerbsfähig ist.

Auftragseingang erreicht neue Rekordmarke
Stadler hat im vergangenen Jahr mit CHF 2,6 Mrd. den höchsten Auftragseingang ihrer Geschichte erreicht. Dieser sichert in den nächsten 18 bis 24 Monaten eine gute Grundauslastung und damit die Arbeitsplätze, die in der jüngsten Unternehmensgeschichte geschaffen wurden.

Stadler konnte zahlreiche Ausschreibungen für sich entscheiden. Für die strategische Ausrichtung des Unternehmens von besonderer Bedeutung sind die Aufträge der SBB über 50 Doppelstockzüge für die S-Bahn Zürich und der norwegischen Staatsbahnen (NSB) über 50 FLIRT für den S-Bahn-Verkehr im Grossraum Oslo und den Intercity-Verkehr im Süden des Landes. Dank dieser beiden Aufträge dringt Stadler in die Marktsegmente des Doppelstock-Triebzugs sowie des einstöckigen Intercityverkehrs mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 200 km/h vor und ebnet sich den Weg in das Marktsegment des doppelstöckigen Fernverkehrs. Dieses ist entscheidend, um die Arbeitsplätze am Standort Schweiz nachhaltig zu sichern und speziell das im Engineering wieder aufgebaute Innovations-Know-how im Schienenfahrzeugbau zu erhalten.

Wichtige Meilensteine konnten auch im Marktsegment der Strassenbahnen gesetzt werden. Wiederum in Norwegen ist es der deutschen Stadler-Tochter Pankow gelungen, mit der Stadt Bergen einen Vertrag über die Lieferung von 12 Variobahnen mit einer Option auf weitere 20 Fahrzeuge abzuschliessen. Zusätzliche Strassenbahnaufträge kamen aus Graz, München und Potsdam.

Weitere nationale und internationale Aufträge
Im Segment des S-Bahn- und Regionalverkehrs kamen wichtige Bestellungen von der SBB (32 weitere FLIRT) sowie von der deutschen Betreibergesellschaft VIAS (19 FLIRT). Damit wurde bei der Anzahl verkaufter FLIRT die 500-er Marke geknackt. Darüber hinaus haben Ferrotramviaria (Italien) und Les Transports Régionaux Neuchâtelois (TRN) jeweils zwei weitere FLIRT bestellt, während die Hessische Landesbahn (HLB) für das Main-Lahn-Sieg-Netz neun dieser Fahrzeuge in Betrieb nehmen will.

Auch der Regio-Shuttle (RS-1) hält sich mit 41 verkauften Fahrzeugen (3 RS-1 für Rehnus Veniro und 38 RS-1 für BeNex) gut am Markt. Im Weiteren haben die Rhätische Bahn (RhB) und die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) ihre Option über acht Panoramawagen für den Glacier-Express eingelöst, während die Bestellungen für den Gelenktriebwagen GTW auf 470 stiegen. Abgerundet wird dieser Auftragseingang von weiteren kleineren Bestellungen und Revisionsaufträgen.

Investitionen in den Werkplatz Schweiz
Der Doppelstock-Triebzug und der Intercity-FLIRT sind grösser bzw. länger als die bisher gelieferten Triebzüge. Der Eintritt in diese beiden neuen Marktsegmente erfordert eine Erweiterung der Produktionsinfrastruktur und eine Erhöhung der Produktionskapazität. Stadler investiert deshalb über CHF 90 Mio. in den Werkplatz Schweiz. Stadler Altenrhein wird derzeit zum Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge ausgebaut. Die bestehenden Werkshallen werden um einen Neubau erweitert. In dieses Areal werden ca. CHF 30 Mio. investiert, womit eine Kapazität von etwas über zwei 6-teiligen Doppelstocktriebzügen pro Monat entsteht. Gleichzeitig realisiert Stadler in Oberwinterthur für ein Investitionsvolumen von CHF 28 Mio. ein neues Kompetenzzentrum für Drehgestelle und im thurgauischen Erlen wird ein neues Inbetriebsetzungs-Zentrum (IBS-Zentrum) erstellt. Hierfür betragen die Gesamtinvestitionen gemäss derzeitigem Planungsstand rund CHF 35 Mio. Dank dieser Investitionen wird Stadler in der Schweiz ihre Produktionskapazitäten auf 2,4 Mio. Stunden (» 140 FLIRT pro Jahr) erhöhen.

„Wir glauben an die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Schweiz, weshalb wir auch bereit sind, in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten über CHF 90 Mio. zu investieren. Mittelfristig müssen wir aber weitere Aufträge gewinnen, damit sich diese Investitionen auch tatsächlich auszahlen.“ sagt Peter Spuhler, CEO und Mehrheitsaktionär der Stadler Rail Group.

Zukunftsaussichten
Stadler wird sich trotz der guten Grundauslastung während der nächsten 18 bis 24 Monate nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Die nächste grosse Herausforderung steht mit der SBB-Ausschreibung zur Beschaffung von Doppelstock-Triebzügen für den Fernverkehr auch schon vor der Tür. Stadler wird an dieser Ausschreibung teilnehmen. Dabei wird sie sich auf das Konzept des Doppelstock-Triebzugs für die S-Bahn Zürich abstützen, was dem Kunden bei der Flottenbewirtschaftung ein grosses Synergiepotenzial eröffnet. Für Stadler war der Gewinn des Doppelstockauftrags für die S-Bahn Zürich strategisch entscheidend, weil er den Eintritt ins Marktsegment der Doppelstock-Triebzüge erlaubte. Dieses Geschäftsfeld und die dafür vorgenommenen Investitionen in die Infrastruktur können nur nachhaltig gesichert werden, wenn weitere Aufträge im In- und Ausland gewonnen werden. Diese sind auch unerlässlich, um die gegenüber dem Ausland aufgebaute Technologieführerschaft im Schienenfahrzeugbau zu verteidigen.

Pressemeldung der Stadler Rail Group.


URL: Homepage Stadler Rail Group
Meldung vom 04.06.2009

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