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Veolia: Deutsche Bahn beschönigt Wettbewerbssituation

Im heute vorgestellten Wettbewerbsbericht 2009 zeichnet die Deutsche Bahn AG (DB) ein unscharfes Bild vom deutschen Bahnmarkt. Es stimmt, private Unternehmen im Personen- und Güterverkehr legen weiter zu, doch könnte die Marktöffnung viel weiter sein. Faktisch konkurrieren wenige Wettbewerber um eine kleine Anzahl von Aufträgen. Die Hälfte der Aufträge werden auf dem Wege der Direktvergabe oder per Verhandlungsverfahren vergeben – meist an die DB. In allen Sparten hält die Staatsbahn Anteile von 80 bis nahezu 100 Prozent. Das macht deutlich, dass die DB nach wie vor eine Monopolstellung innehat.

Der Markt hat sich seit der Bahnreform ohne Zweifel positiv entwickelt. „Der Wettbewerb im Schienenpersonennahverkehr hat gezeigt, dass im System Bahn ein großes Potenzial für Verbesserungen steckt“, so Dr. Axel Sondermann, Geschäftsführer der Veolia Verkehr GmbH. Steigende Fahrgastzahlen, attraktivere Verbindungen und Taktfrequenzen sowie eine höhere Qualität für den Fahrgast seien die Ergebnisse. Gleichzeitig sinken die Kosten deutlich. „Die Entwicklungen zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig ist. Aber wir müssen weiter voran gehen. Das Vertriebs- und Tarifmonopol der DB gehört zu den bisher wenig beachteten Wettbewerbshindernissen“, mahnt Sondermann. Die DB bestimme die Fahrpreissysteme praktisch im Alleingang. Die Aufteilung der Einnahmen in Deutschland ist für die Wettbewerber nicht transparent und erfolgt vielfach nicht zeitnah genug, betont Sondermann.

Kritik muss außerdem im Bereich Fernverkehr geübt werden. Hier gibt es weiterhin erhebliche Zugangshürden für private Anbieter, wie zum Beispiel starre Rahmenverträge beim Netzzugang. Auf den Bahnhöfen lasse die DB zudem anderen Anbietern kaum Möglichkeiten eigene Tickets zu verkaufen. „Wettbewerber scheuen nicht etwa den Markteintritt, wie die DB mutmaßt, sondern die Voraussetzungen für ein wirtschaftliches Engagement sind bisher unzureichend“, so Sondermann. Die Trennung von Infrastruktur und Betrieb könnte maßgeblich dazu beitragen, den Wettbewerb in Schwung zu bringen. Kommt es zu keiner Trennung, ist eine effektive Regulierung durch die Bundesnetzagentur zwingend notwendig.

Würden die genannten Probleme zügig angegangen, könnte die Eisenbahn in einigen Jahren erheblich mehr Personen- und Güterverkehr aufnehmen. Ziel muss es sein, mehr Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern. „Der Bericht der DB geht hierauf kaum ein – der Wettbewerber-Report von BAG-SPNV, mofair und dem Netzwerk Privatbahnen erscheint uns weitsichtiger und näher an der Realität“, so Sondermann.

Pressemeldung der Veolia Verkehr GmbH.


URL: Homepage Veolia Verkehr GmbH
Meldung vom 28.05.2009

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