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BLS AG:Trotz Wirtschaftskrise ein ansprechendes Ergebnis 08

Die BLS AG blickt auf ein insgesamt gutes Jahr 2008 zurück: Die Nachfrage entwickelte sich im Personen- wie im Güterverkehr erfreulich. Daraus resultierten namhafte Mehrerträge. Als Folge der ab Spätsommer einbrechenden Konjunktur und der Veränderungen des Wechselkurses zum Euro litten das Finanzergebnis und das Vorsorgewerk bei der Ascoop. Die Rechnung 2008 schliesst mit einem Konzerngewinn von 2,0 Millionen Franken ab.

Bei den Verkehrsleistungen registrierte die BLS im Jahr 2008 bei Bahn und Bus eine erfreuliche Zunahme, und auch bei den Verkehrserträgen ergab sich ein deutliches Plus: um 6,2 % auf 161,5 Millionen Franken im Personenverkehr, um 4,6 % auf 189,1 Millionen Franken im Güterverkehr. Dem Betriebsertrag von 797,1 Millionen Franken (+ 3,4 %) steht der Betriebsaufwand von 780,9 Millionen Franken (+ 4,1 %) gegenüber. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt 16,1 Millionen Franken (Vorjahr 20,5 Millionen Franken). Das Konzernergebnis 2008 auf der Basis von Swiss GAAP FER verringerte sich auf 2,0 Millionen Franken (Vorjahr 14,2 Millionen Franken). Es beinhaltet einen Beitrag von 21 Millionen Franken (Vorjahr 34 Millionen Franken) zur Beschleunigung der Sanierung des BLS-Vorsorgewerks bei der Ascoop.

Erfolgreiches erstes Betriebsjahr der Lötschberg-Basisstrecke

Die Lötschberg-Basisstrecke zeichnete sich bereits in ihrem ersten Betriebsjahr durch eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit aus. Mit 40'559 Zügen erreichte die NEAT-Strecke eine Auslastung von durchschnittlich 77 %. Die Erhaltungs- und Interventionsorganiation hat sich bewährt. So wurde dank des aufwändigen Kontrollprozesses der Verschleiss an den Weichenzugen der beiden Spaltungsweichen im Basistunnel frühzeitig erkannt. Auch die Evakuation von zwei Pannenzügen verlief reibungslos.

Vom Personenfernverkehr geht eine hohe Nachfrage nach zusätzlichen Trassen auf der Basisstrecke aus. Ging das FinöV-Konzept 1997 noch von 27 % Reisezügen und 73 % Güterzügen aus, betrug der Anteil der Reisezüge im NEAT-Tunnel im ersten Betriebsjahr knapp 56 %.

Der bereits zur Diskussion stehende Halbstundentakt Bern–Visp und die mittelfristig zu erwartenden Zuwachsraten im Güterverkehr sind nur durch einen Weiterausbau der Lötschberg-Basisstrecke und ihrer Zuläufe zu bewältigen. Die entsprechenden Grundlagen werden zurzeit bei der BLS erarbeitet.

Auf dem regionalen Netz wurden im Jahr 2008 4 Doppelspurabschnitte von insgesamt rund 10 km Länge dem Betrieb übergeben. Mit diesen Streckenausbauten trägt die BLS der Verkehrszunahme im S-Bahn-Bereich Rechnung. Die Doppelspurabschnitte erhöhen die Leistungsfähigkeit der Strecke und die Flexibilität bei Zugskreuzungen, und sie wirken damit Verspätungen entgegen.

Wachstum auf Schiene und Strasse

Die Zahl der Fahrgäste in den BLS-Zügen stieg um 10,2 % auf 47,1 Millionen, der Verkehrsertrag nahm um 5,5 % auf 119,7 Millionen Franken zu. Positiv ausgewirkt hat sich der Angebotsausbau im Dezember 2007 mit zusätzlichen S-Bahn-Leistungen und der Einführung des RegioExpress Bern–Brig über die Bergstrecke. Finanziell negativ zu Buche schlägt der neue Verteilschlüssel im Libero-Tarifverbund.

Auch beim Bus stieg die Nachfrage deutlich an. 2,9 Millionen Fahrgäste entsprechen einem Plus von 6,3 %.

Beim Schiff ging die Nachfrage um 3,9 % auf 1,03 Millionen zurück, der Umsatz stieg jedoch um 6,6 % auf 11,6 Millionen Franken. Wegen der hohen Treibstoffpreise und dem weggefallenen Betriebsbeitrag des Kantons Bern resultierte aus der Schifffahrt ein unbefriedigendes Gesamtergebnis.

Von den attraktiven Fernverkehrsverbindungen durch den neuen Lötschberg-Basistunnel negativ betroffen war der Autoverlad Kandersteg–Goppenstein. Dieser verzeichnete nach Jahren des leichten Wachstums einen Rückgang um 4,6 % auf 1,3 Millionen Fahrzeuge. Entsprechend reduzierte sich der Ertrag auf 25,6 Millionen Franken.

Der Güterverkehr bekam die Wirtschaftskrise im vierten Quartal deutlich zu spüren. Dennoch erhöhten sich die Verkehrsleistungen 2008 um 9,8 % auf insgesamt 3'697 Millionen Nettotonnenkilometer. Der Verkehrsertrag nahm um 4,6 % auf 189,1 Millionen Franken zu. Der Marktanteil der BLS Cargo AG im Alpentransit durch die Schweiz stieg auf 43 %.

Herausforderung Rollmaterial

Für den Einsatz im RegioExpress Bern–Brig über die Bergstrecke hatte die BLS bei der Industrie 13 vierteilige Triebzüge in Auftrag gegeben. Deren Auslieferung verzögerte sich, so dass zum Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2009 nur 5 Kompositionen zur Verfügung standen. Dank Aufbietens des «letzten Rads» konnte das neue Fahrplanangebot trotzdem gefahren werden. Die Situation hat sich inzwischen normalisiert.

Um solche Rollmaterialengpässe in Zukunft zu vermeiden und eine systematische Langfristplanung zu ermöglichen, definierte die BLS ihre Flottenpolitik neu. Die ersten Schritte zu deren Umsetzung sind ein umfassendes Refit- und Komfortsteigerungs-Programm für die bestehende Fahrzeugflotte sowie die Beschaffung von Doppelstockzügen für den Einsatz auf den S-Bahn-Linien S1, S3 und S6 ab dem Jahr 2014. Die Ausschreibung erfolgt Mitte 2009.

Problemkreis Personalvorsorge

Das Personal der BLS AG ist – mit Ausnahme der ehemaligen Mitarbeitenden der Regionalverkehr Mittelland AG, welche bei der Pensionskasse RM versichert sind – bei der Sammelstiftung Ascoop versichert. Als Folge der Finanzkrise hat die Pensionskasse Ascoop im Jahr 2008 eine Performance von minus 10,6 % erreicht, der Deckungsgrad des Vorsorgewerks der BLS sank trotz Einzahlung des Sanierungsbeitrags 2007 (33 Millionen Franken) von 80,4 auf 76,7 %.

Im Jahr 2006 hatte die BLS beschlossen, den Sanierungszeitraum des Vorsorgewerks von 15 auf neu 10 Jahre zu verkürzen. Dieses Ziel ist mit dem Einbruch der Finanzmärkte nicht mehr realistisch. Mit dem Sanierungsbeitrag 2008 (21 Millionen Franken) wurde zumindest der ursprüngliche Sanierungspfad erreicht.

Pressemeldung der BLS Lötschbergbahn AG.


URL: Homepage BLS Lötschbergbahn AG.
Meldung vom 05.05.2009

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