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Kombiverkehr mit bestem Ergebnis der Unternehmensgeschichte

Noch nie in der 37-jährigen Geschichte des Unternehmens hat die Kombiverkehr KG, Frankfurt, mehr Transporte im unbegleiteten Kombinierten Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert als 2006. In seinem bisher erfolgreichsten Geschäftsjahr beförderte Kombiverkehr mit 930.980 Sendungen 14,6 Pro-zent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg nahezu im selben Maß auf 372,2 Millionen Euro (+14,3 Prozent). Der Jahresüberschuss verbesserte sich um gut zehn Prozent auf 1,96 Millionen Euro. Der innerdeutsche und der internationale Verkehr wuchsen 2006 etwa gleich stark: Das Aufkommen der nationalen Kombilinien legte um 15,4 Prozent auf 234.150 Sendungen zu; der internationale Kombinierte Verkehr stieg um 14,3 Prozent auf 696.830 Sendungen.

Verkehrsverlagerung erspart der Umwelt jährlich 385.000 Tonnen CO2
Durch die Verlagerung von Lkw-Transporten auf die umweltfreundlichere Schiene senkte Kombiverkehr 2006 allein den durch Transporte verursachten Ausstoß des Treibhausgases CO2 um 385.000 Tonnen.* Dafür wurden pro Tag durchschnittlich rund 3.700 Lkw-Transporte über eine mittlere Entfernung von 815 km auf die Schiene verlagert. Insge-samt wurden im vergangenen Jahr rund 2,1 Millionen TEU (Twenty Foot Equivalent Unit - 20-Fuß-Einheiten) bzw. 25,4 Millionen Bruttotonnen intermodal befördert. Der erreichte Verlagerungseffekt belief sich auf 20,3 Milliarden Tonnenkilometer bzw. 758 Millionen Fahrzeugkilometer. Das erzielte Plus von fast 120.000 Sendungen bedeutet die größte Steigerung unter allen europäischen Betreibergesellschaften von Schienenverkehren für Lkw-Sendungen. Dadurch baute Kombiverkehr seine Marktführerschaft in Deutschland und Europa weiter aus. Die Zahl der 2006 von der Straße auf die umweltfreundlichere Schiene verlagerten Container, Sattelauflieger und Wechselbrücken übertraf selbst das bisherige Rekordergebnis aus dem Jahr 1998 deutlich, das noch 232.000 Sendungen der Rollenden Landstraße enthielt.

„Die Entwicklung von Kombiverkehr zeigt, dass unsere Entscheidung goldrichtig war, ganz auf die Rollende Landstraße zu verzichten," sagt Armin Riedl, Geschäftsführer des Unternehmens. „Eigentlich trennt sich niemand freiwillig von 20 Prozent seines Transport-volumens. Doch erst die völlige Konzentration auf die effektivsten Transportmethoden für Lkw-Sendungen auf der Schiene, den unbegleiteten Kombinierten Verkehr, hat uns in die Lage versetzt, schneller zu wachsen als der Wettbewerb." Im Gegensatz zum unbegleiteten Kombinierten Verkehr (UKV), wo nur die eigentliche Ladeeinheit Sattelauflieger, Container oder Wechselbehälter auf der Schiene transportiert wird, muss beim begleiteten Verkehr (Rollende Landstraße) auch das Zugfahrzeug und der Fahrer selbst befördert werden. „Speditionen wie Transportunternehmen können ihre Fahrer und Zugfahrzeuge in den Vor- und Nachläufen zum Kombiterminal viel effizienter einsetzen, als im Langstreckentransport über 300 Kilometer, wo die Schiene dem Lkw in der Regel überlegen ist."

„Gerade 2006 hat sich gezeigt, dass nur durch die effizienteste Nutzung der Schieneninfrastruktur die Transportnachfrage zu bewältigen war", ergänzt Kombiverkehr-Geschäftsführer Robert Breuhahn. Auf manchen Strecken habe es phasenweise Nachfragesteigerungen gegeben, die kurzfristig nicht immer befriedigt werden konnten. „Insgesamt hat sich jedoch gezeigt, dass wir in der Lage sind, selbst auf hochfrequentierten Achsen wie nach Norditalien die Kapazität immer weiter zu erhöhen." So ist es Kombiverkehr gelungen, im sensiblen Alpenraum das Transportvolumen allein auf der Brennerroute in den letzten vier Jahren um 50 Prozent zu steigern. 2006 legte die Zahl der über Österreich transportierten Italien-Sendungen um 14,8 Prozent auf fast 237.000 Sendungen zu.

Erfolg durch umfassendes Kapazitätsmanagement
Die stetige Kapazitätsausweitung ist für Breuhahn „Ergebnis einer integrierten Gesamtstrategie, die an allen Stellschrauben des Kombinierten Verkehrs gleichzeitig ansetzt." Kombiverkehr habe im letzten Jahr 14 zusätzliche Ganzzüge mit wöchentlich insgesamt 118 Abfahrten neu in den Fahrplan aufgenommen. Mit den Umschlagbahnhöfen in Mannheim, Karlsruhe, Ulm, Dresden und Rotterdam wurden fünf neue Standorte in das Ganzzugangebot integriert. Die Fertigstellung des neuen Terminals Nürnberg Hafen kam 2006 entscheidend voran, so dass dieser trimodale Standort (Verbindung von Schienen-, Straßen- und Wasserwegen) seit Februar dieses Jahres in das nationale Qualitätsnetz von Kombiverkehr integriert werden konnte.

Kombiverkehr ist an fast allen 50, regelmäßig vom Unternehmen genutzten Umschlagterminals in Deutschland beteiligt und nutzt dies für eine marktgerechte Gestaltung der Umschlagkapazitäten. Seit 2006 gilt das auch für das Ausland. Erstmalig wurde durch das Beteiligungsunternehmen DUSS (Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße mbH, Bodenheim) im April 2006 eine Gesellschaft zum Betrieb eines ausländischen Umschlagterminals gegründet. Die DUSS Italia Terminal Srl baute in Sommacampagna bei Verona ein neues Terminal, das seit April 2007 im Pilotbetrieb ist. Nach vollkommener Fertigstellung (voraussichtlich Ende 2007) kann Kombiverkehr zusätzliche Direktzüge von und nach Norditalien fahren.

Schließlich investierte Kombiverkehr 2006 erneut in neues Wagenmaterial, um die wachsende Nachfrage nach Sattelaufliegertransporten befriedigen zu können. Zwischen 2002 und 2006 ist die Zahl der auf internationalen Routen transportierten Sattelauflieger bei Kombiverkehr um 67 Prozent gestiegen. Um hier auch die Möglichkeit zum Transport von Megatrailern zu bieten, die mit herkömmlichen Waggons nicht zu befördern sind, hat Kombiverkehr spezielle Wagen entwickelt. Von April bis Juli 2006 konnten nach einer aufwendigen Zulassungsprozedur die ersten 30 Waggons des neuen Typs T 3000 in Be-trieb genommen werden. Im September 2006 nutzte Kombiverkehr die Möglichkeit, 50 weitere Waggons des gleichen Typs aus einer laufenden Produktion kurzfristig zu kaufen. Die ersten Wagen dieser Folgeserie wurden ab Oktober 2006 ausgeliefert.

Ausblick: 2007 erstmals mehr als eine Million Lkw-Sendungen
Das Sendungsaufkommen wird sich nach Einschätzung von Kombiverkehr auch im laufenden Geschäftsjahr weiter deutlich erhöhen. Im Hinblick auf knappe Trassen-, Umschlag- und Wagenkapazitäten könnte der Anstieg geringer ausfallen als 2006. In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2007 war der Wachstumstrend jedoch ungebrochen. Von Januar bis Mai wurden insgesamt 14 Prozent Sendungen mehr befördert als im Vor-jahreszeitraum. Das Unternehmen rechnet damit, im gesamten Jahr 2007 als erster europäischer Dienstleister mehr als eine Million Lkw Sendungen auf die Schiene zu verlagern.

Risikopotenzial: Terminalengpässe, überlange Fahrzeugkombinationen
Nach Angaben von Kombiverkehr-Geschäftsführer Armin Riedl sind fast alle intermodalen Terminals in Deutschland 2006 an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen oder haben sie überschritten. „Die Strategie von Kombiverkehr, sich an Terminalbetrieben zu beteiligen, hat dazu beigetragen, den Umschlag effizienter zu gestalten und die Leistungsfähigkeit zu erhöhen." Dennoch müssten die Anlagen künftig verstärkt ausgebaut werden, um das erwartete weitere Wachstum des Kombinierten Verkehrs gewährleisten zu können. Jüngste Untersuchungen hielten eine Verdoppelung der Umschlagkapazitäten in Deutschland bis zum Jahr 2015 für erforderlich. Eine grenzüberschreitende Koordination der Terminalentwicklung sei überfällig. „Nur wenn in ganz Europa die Umschlagkapazitäten für den Kombinierten Verkehr Schiene-Straße im Gleichschritt wachsen, können wir neue internationale Züge bedarfsgerecht aufbauen."

Langfristig Sorge bereitet dem Unternehmen die drohende einseitige Veränderung der politischen Rahmenbedingungen zugunsten der Straße. „Die anhaltenden Diskussionen um die Zulassung von Fahrzeugkombinationen mit mehr als 25 Metern Länge und bis zu 60 Tonnen Gewicht gefährdet die weitere Entwicklung des Kombinierten Verkehrs insgesamt und stellt selbst die erreichten Verlagerungseffekte in Frage", sagt Riedl. Das Unternehmen hatte 2006 ein unabhängiges Institut beauftragt, die Folgen des Einsatzes von Gigalinern auf den Kombinierten Verkehr zu untersuchen. Danach wären mehr als die Hälfte des bisherigen Kombinierten Transports von einer Rückverlagerung auf die Straße bedroht. Eine vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebene Studie kam zuletzt zu ähnlichen Ergebnissen. „Allein die Rückverlagerung brächte einen zusätzlichen CO2-Ausstoß von mindestens 150.000 Tonnen pro Jahr", so Riedl. Hinzu kämen zusätzliche Belastungen für die Straßeninfrastruktur oder Sicherheitsrisiken in Tunnels oder durch nicht ausreichende Leitplanken. „Die Forderung nach immer größeren und immer schwereren Lkw löst also keine Probleme, sondern schafft neue", argumentiert Riedl. „Statt immer neuer Einzellösungen braucht es eine stärkere Standardisierung von Transportlösungen, weil das wie beim weltweiten Erfolgsbeispiel Container zu Skaleneffekten führt, die eine bessere Auslastung aller Verkehrsträger mit sich bringt. Und genau das ist es, was wir in Europa brauchen."

* Berechnungsgrundlage: Die von Kombiverkehr im Hauptlauf in der Regel eingesetzten Elektroloks verursachen bei einer Zugnutzlast von 500 Tonnen den Ausstoß von 18 Gramm CO2 pro Tonnenkilometer. Ein vollbeladener Sattelzug mit 25 Tonnen Nutzlast stößt 37 Gramm CO2 pro Tonnenkilometer aus.

Pressemeldung der Kombiverkehr KG.


URL: Homepage Kombiverkehr KG.
Meldung vom 29.06.2007

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