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GDBA: Umweltbundesamt - Schiene verliert durch Monster-Trucks

Laut einer neuen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) leisten Monster-Truck keinen Beitrag zu einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung. Neben der höheren Belastung der Umwelt durch den Straßengüterverkehr würde die Schiene insbesondere bei Volumentransporten und im kombinierten Verkehr erheblich an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Wenig spreche, so das UBA am 13. März 2007 in einer Pressemeldung des Amtes, für Monster-Trucks auf Deutschlands Straßen. Der Einsatz solcher bis zu 25,25 Meter langen und bis zu 60 Tonnen schweren Fahrzeuge entlaste weder die Umwelt noch helfe er, Staus zu vermeiden. In einem gemeinsamen Schreiben von Verkehrsgewerkschaft GDBA und Gewerkschaft TRANSNET an 150 Fachpolitiker in den Länderparlamenten haben die Vorsitzenden beider Gewerkschaften, Klaus-Dieter Hommel und Norbert Hansen, bereits in der vergangenen Woche auf die verkehrs- und umweltpolitisch schädlichen Folgewirkungen eines Einsatzes von Monster-Trucks hingewiesen. Die UBA-Untersuchung bestätige nun, so GDBA-Chef Hommel, Sichtweise und Position der beiden Eisenbahner-Gewerkschaften und der Allianz pro Schiene.

In einem neuen, sechsseitigen Hintergrundpapier beantwortet das UBA die wichtigsten Fragen zu den Umweltwirkungen überlanger Lastzüge. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, sagte dazu am 12. März 2007 in Dessau: "Riesen-Lkw tragen nicht zu einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung bei. Sie machen der Bahn und der Binnenschifffahrt verschärft Konkurrenz. Es dürfte in Zukunft nicht weniger, sondern mehr Lkw - und damit mehr Umweltbelastungen, Staus und Straßenschäden - geben." Das UBA empfehle deshalb Spediteuren und Verladern, die bereits vorhandenen Möglichkeiten der Volumen- und Containerverkehre auf der Schiene verstärkt zu nutzen und die bestehenden Kapazitäten im Lkw-Verkehr besser auszulasten.

Das Umweltbundesamt befasste sich im Rahmen seiner Untersuchungen mit der Frage, wie sich die Riesen-Lkw auf den Kraftstoffverbrauch sowie auf den Ausstoß von Luftschadstoffen und Lärm im Güterverkehr auswirken würden. Daneben untersuchte das Amt, inwieweit Monster-Trucks die Straßen entlasten könnten. Hintergrund sei, so das UBA, die verbreitete Hoffnung, dass sich die auf der Straße transportierte Gütermenge auf weniger Fahrzeuge verteilen ließe und damit die Umwelt und der Verkehr entlastet würden. Immerhin finde rein rechnerisch der Inhalt von drei herkömmlichen 40-Tonnern in zwei Riesen-Lkw Platz.

Das Ergebnis der Untersuchung falle, so die Dessauer Experten, allerdings ernüchternd aus: Bei Auslastungen von unter 80 Prozent brächten Riesen-Lkw gegenüber herkömmlichen Lastzügen keinerlei Kraftstoffeinsparungen oder Minderungen von Luftschadstoffemissionen mit sich. Gleichzeitig würden sich die Wettbewerbsvorteile der Bahn beim Transport von Gütern mit großem Volumen - wie Waschmaschinen und Kühlschränken - verringern. Ein erheblicher Teil dieser Verkehre verlagere sich dann zurück auf die Straße. Neben dem Volumenverkehr wären auch der kombinierte Verkehr und die Schienencontainerverkehre der Seehäfen betroffen. Der Trend der letzten Jahre, immer mehr Güter mit der Bahn zu transportieren, könnte mit der Einführung von Riesen-Lkw gestoppt werden, da die Bahn in diesem Segment direkte Konkurrenz erhielte - dies vor allem bei den Punkt-zu-Punkt-Verkehren.

Unterm Strich würden sich mit dem Einsatz von Monster-Trucks daher die Schwerlasttransporte auf der Straße sogar erhöhen   und damit auch die Umweltbelastungen des Güterverkehrs. Außerdem verweise das UBA auf die Befürchtungen, dass die Riesen-Lkw den Erhaltungsbedarf für Brücken und Verkehrsanlagen deutlich erhöhen und zusätzliche Maßnahmen zur Erhaltung der Verkehrssicherheit im Bundesfernstraßennetz erfordern.

Mehr Informationen zum Thema liefert das Hintergrundpapier "Länger und schwerer auf Deutschlands Straßen: Tragen Riesen-Lkw zu einer nachhaltigen Mobilität bei?". Es steht im Internet unter www.umweltbundesamt.de zum kostenlosen Download (Direktlink) bereit.

Pressemeldung der Verkehrsgewerkschaft GDBA.


URL: Homepage der Verkehrsgewerkschaft GDBA.
Meldung vom 13.03.2007

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