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SBB: Betrieb mit ETCS gut angelaufen

Seit 2. Juli 2006 werden alle Züge, die zwischen 22:30 Uhr und Betriebsschluss auf der Bahn-2000-Neubaustecke Mattstetten–Rothrist verkehren, mit ETCS (European Train Control System) gesichert. In den ersten acht Nächten mussten drei Züge wegen eines Systemmangels bei der ETCS-Funkübertragung über die alte Linie umgeleitet werden. Ab 23. Juli ist geplant, eine Stunde früher auf ETCS umzustellen.

Die SBB hat in den vergangenen zwei Jahren das neue europäische Zugsicherungssystem ETCS [mehr] zusammen mit der Herstellerfirma Alstom intensiv und betriebsnah getestet. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum mehrere tausend Erprobungsfahrten mit bis zu acht Zügen gleichzeitig absolviert. Über mehrere Software-Releases wurde die Stabilität und Verfügbarkeit des Systems ständig verbessert, so dass am 2. Juli 2006 der kommerzielle Betrieb mit ETCS aufgenommen werden konnte. Ab 22:30 Uhr verkehren die Züge seither nicht mehr mit Aussensignalen und dem nationalen Sicherungssystem über die Neubaustrecke, sondern mit ETCS. Umgestellt wird jeweils per Mausklick – und zwar im operativen Betriebszentrum in Olten, wenn sich keine Züge auf der Stecke befinden.

In den ersten acht Nächten verkehrten zwischen sieben und zwölf Zügen mit ETCS über die Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist sowie über die abzweigende Ausbaustrecke Richtung Solothurn. In dieser Zeit wurden drei von insgesamt 69 Zügen über die alte Strecke via Burgdorf geleitet, weil sich der für ETCS nötige Datenaustausch zwischen der Streckenzentrale (Radio Block Center) und den Fahrzeugen nicht aufbauen liess. Ein weiterer Zug verfügte aufgrund eines Dispositionsfehlers noch nicht über die neueste ETCS-Software und wurde verspätet, weil das System auf den konventionellen Signalbetrieb zurückgestellt werden musste.

Sechs weitere Züge konnten nicht mit ETCS verkehren, da die Strecke zum geplanten Zeitpunkt des Systemswechsels noch nicht leer war und somit noch nicht auf ETCS umgestellt werden konnte. Dies hatte keine Auswirkungen auf die Pünktlichkeit des Bahnbetriebs.

Ab 23. Juli will die SBB noch eine Stunde früher auf ETCS-Betrieb umstellen. Ab 21:30 Uhr verkehren dann die letzten 20 Züge pro Tag ETCS-überwacht über die Neubaustrecke. Per Ende Jahr sollen alle 240 Züge, die täglich über diese Stecke fahren, mit ETCS gesichert werden.

Beim Betrieb mit ETCS erhält das Lokomotivpersonal alle Fahrinformationen per Funk übermittelt und auf einen Monitor im Führerstand des Zuges dargestellt (Führerstandsignalisierung). Dies ist Voraussetzung, um schneller als 160 km/h zu fahren. Ende 2007 wird die Höchstgeschwindigkeit auf der Neubaustrecke auf 200 km/h angehoben. Die konventionellen Aussensignale sind dann nicht mehr nötig und werden später entfernt.

Als neuer europäischer Standard für die Zugsicherung soll ETCS mittelfristig die länderspezifischen Sicherungssysteme ablösen und den grenzüberschreitenden Einsatz der Triebfahrzeuge vereinfachen. Die SBB hat bei der Entwicklung und Erprobung von ETCS in Europa eine führende Rolle inne.

Pressemeldung der SBB.


URL: Homepage der Schweizer Bundesbahnen (SBB).
Meldung vom 11.07.2006

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