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Kreis Wesel verkauft 51 % der NIAG Aktien an Rhenus Keolis

Seit Mittwoch, 16. November 2005, ist es amtlich. Der Kreis Wesel hat 7.140 NIAG Namensaktien, also 51 % des NIAG-Grundkapitals, an die Rhenus Keolis GmbH & Co. KG in Mainz verkauft.

Das Grundkapital der NIAG beträgt 7.560.000 Euro. Von den 14.000 Aktien entfallen 3% auf den Kreis Kleve, 1,26% auf Duisburg, 0,63 % auf Moers und 1,11 % auf We-sel. Der Kreis Wesel hielt bislang 13.160 Aktien, also 94 % der Anteile. Landrat Dr. Ansgar Müller setzt mit der Veräußerung von 7.140 NIAG Aktien den bereits am 15.07.2004 gefassten Kreistagsbeschluss um.

„Rhenus Keolis verpflichtet sich, das Unternehmen NIAG bis 2013 profitabel zu gestalten. Dies ist aus rein finanzieller Sicht für uns als Kreis und natürlich für die Städte und Gemeinden das erfreulichste an dieser Veräußerung. Wichtig für die Arbeitnehmer der NIAG ist, dass - wie von Rhenus Keolis zugesagt - ihre Arbeitsplätze erhalten bleiben und in Moers durch die Verlagerung von Zentralfunktionen zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, und dass auch langfristig das Unternehmen NIAG in eine sichere und gute Zukunft geführt wird", so Landrat Dr. Ansgar Müller, der die Verträge zusammen mit Kreiskämmerer Helmut Schult im Kreishaus Wesel unterschrieb.

Für Rhenus Keolis haben der Geschäftsführer Henrik Behrens und der Prokurist Udo Köppeler die Verträge unterschrieben. "Die Veräußerung der NIAG stellt die größte Teilprivatisierung auf dem deutschen Nahverkehrsmarkt seit Jahren dar und ist ein wichtiges Signal für den Markt", so Behrens. Ziel der Public-Private-Partnership sei es, das Unternehmen wettbewerbsfähig zu machen und sich durch die NIAG als ein führender Anbieter für Nahverkehrsleistungen in Nordrhein-Westfalen zu etablieren und stark zu wachsen. Im Bereich der Logistik werde die NIAG eng mit dem Gesellschafter Rhenus zusammenarbeiten und somit Arbeitsplätze im Kreis Wesel nicht nur sichern, sondern auch neue schaffen.

Der Kaufpreis für das Aktienpaket beträgt 1 Euro. Zusätzlich zahlt der Kreis 24,9 Mio. Euro in die Kapitalrücklage der NIAG ein. Dies geschieht in vier Jahresraten: im ersten Jahr 8,5 Mio. Euro, im 2. und 3. Jahr je 6 Mio. Euro, und im 4. Jahr 4,4 Mio. Euro.

Nach 8-jähriger Laufzeit wird die Kapitalrücklage, falls sie nicht benötigt wird und Rhenus Keolis bereits vorher in die Gewinnzone kommt, nach den Aktienanteilen zwischen dem Kreis und Rhenus aufgeteilt.

Rhenus Keolis wird bis zum 31.12.2013 die Verluste der NIAG ausgleichen, soweit sie die vom Kreis Wesel gezahlte Kapitalrücklage von 24,9 Mio. Euro übersteigen. Die NIAG erhält vom Kreis keine Verlustabdeckungsbeträge mehr.

Kalkulationsgrundlage bei dem europaweiten Vergabeverfahren war eine jährliche Verlustabdeckung des Kreises in Höhe von 8,5 Mio. Euro an die NIAG. Daraus ergab sich bis zum 31.12.2013 durch den Verkauf der NIAG Anteile rein rechnerisch eine Ersparnis für den Kreis in Höhe von 43,1 Mio. Euro. Inzwischen geht die NIAG von geringeren jährlichen Zahlungen des Kreises in Höhe von durchschnittlich 4,9 Mio. Euro aus, so dass die Ersparnis während der Vertragslaufzeit noch 14,3 Mio. Euro beträgt.

Wichtig für den Kreis ist auch, dass Rhenus Keolis zugesagt hat, das derzeitige ÖPNV-Angebot aufrecht zu erhalten, die Qualität des ÖPNV zu verbessern und die Konzessionen, die vor dem 31.12.2013 auslaufen, neu zu beantragen. Außerdem will Rhenus Keolis die NIAG am Standort Moers stärken und Zentralfunktionen ihrer Holding von Holzwickede nach Moers verlagern. Auch der Sitz der Rhenus Scharrer GmbH & Co. KG soll in den Kreis Wesel verlegt werden. Der Logistikbereich der NIAG soll zukünftig Serviceleistungen für Rhenus Scharrer erbringen.

Geschäftsführer Henrik Behrens beschreibt sein Unternehmen wie folgt: „Rhenus Keolis ist ein Qualitätsdienstleister im Nahverkehr. Mit den beiden Gesellschaftern Rhenus AG & Co. KG, einem Unternehmen der Rethmann-Gruppe und der Keolis S.A., einem der größten französischen Nahverkehrsdienstleister, vereint Rhenus Keolis die Kompetenzen und Leistungsfähigkeit zweier erfahrener Unternehmen."

Rhenus Keolis ist der Qualitätsdienstleister im Nahverkehr. Mit den beiden Gesellschaftern Rhenus AG & Co. KG (51%), einem Unternehmen der Rethmann-Gruppe und Keolis S.A. (49%), einem der größten französischen Nahverkehrsdienstleister vereint Rhenus Keolis die Kompetenzen und Leistungsfähigkeit zweier erfahrener Unternehmen.

Im Bereich Stadtverkehr engagiert sich Rhenus Keolis in Bad Kreuznach, Zweibrücken und Idar-Oberstein. Bei diesen Betrieben handelt es sich um vormals kommunale Betriebe, die vollständig privatisiert wurden. Auch im Regionalverkehr ist man mit Betriebsstandorten in Altenkirchen, Trier, Zwickau und Bautzen präsent.

Unter dem Markennamen eurobahn erbringt Rhenus Keolis Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Rheinhessen, Ostwestfalen-Lippe und Niedersachsen. In Sachsen konnte man mit dem Tochterunternehmen Freiberger Eisenbahngesellschaft ein gelungenes Beispiel für ein Public Private Partnership (PPP) aufbauen.

Pressemeldung der Rhenus Keolis GmbH & Co. KG.


URL: Homepage der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe (NIAG).
Meldung vom 17.11.2005

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