Werbung
modellbahn-portal
eisenbahn-webkatalog
eisenbahn-termine
 


Login








Registrieren
Passwort vergessen?


Werbung

Themen

Service





Rail4chem-Pilotversuch zur Nutzung von Bahnstrom eines freien Anbieters erfolgreich

Erstmals in der Geschichte der liberalisierten Eisenbahn ist es der Essener rail4chem Eisenbahnverkehrsgesellschaft mbH gelungen, Bahnstrom eines freien Anbieters durch das öffentliche Netz der Deutschen Bahn zu seinen Loks zu leiten. Der zunächst für einen Monat durchgeführte Pilotversuch konnte so erfolgreich abgeschlossen werden, dass rail4chem jetzt daran geht, die flächendeckende Nutzung von am Energiemarkt frei eingekauftem Strom über einen größeren Zeitraum für seine gesamten Loks vorzubereiten.

„Die Kosteneinsparungen, die wir durch diese Maßnahme erzielen können", bewertet rail4chem Geschäftsführer Matthias Raith den gelungenen Versuch, „sind perspektivisch nicht unerheblich. Zunächst ging es uns um den Nachweis, dass die Einspeisung von Bahnstrom in das Netz der deutschen Bahn praktisch möglich ist. Die über Jahre aufrecht erhaltenen Vorbehalte des Monopolisten, der sich gegen die Realisierung des freien Strommarktes für private Bahnunternehmen hartnäckig und im Ergebnis ungeeignet gewehrt hat, ist ad absurdum geführt."

Nach Angaben der rail4chem geht es bei den nächsten Schritten einerseits darum, die zurzeit noch stark überhöhten Netznutzungspreise des Staatskonzerns auf das angemessene Maß zu senken. Hierzu habe der Versuch überaus wertvolle, für die zuständigen Behörden und Gerichte gut aufbereitete Zahlen an den Tag gebracht. Andererseits müsse eine bislang von allen Beteiligten am laufenden Gesetzgebungsverfahren offenbar einmütig verfolgte Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes verhindert werden, durch die das gesamte Bahnstromnetz unter Umständen die Eigenschaft als öffentliches Netz verliert, zum Werksnetz abgestuft und aus der Zuständigkeit der Regulierungsbehörde ausgenommen werden soll. „Es ist schon erstaunlich zu beobachten", so Raith, „wie sich Politiker gegen die Interessen der Industrie, die auf preiswerte Eisenbahntransporte angewiesen ist, und der neuen Eisenbahnunternehmen, die diese Transporte durchführen können, zugunsten der staatseigenen Bahn engagieren."

Wenn nach der vor zwei Monaten handstreichartig im Vermittlungsausschuss erfolgten Herausnahme des Bahnstroms aus der Pflicht zur diskriminierungsfreien Behandlung nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz auch das Bahnstromnetz selbst zukünftig vor Kontrolleuren geschützt werden soll, dann wäre das das Ende des liberalisierten Verkehrs auf Fernstrecken, auf denen schwere Züge vernünftigerweise nur mit Elektroloks gezogen werden könnten. Der Schaden für die Wirtschaft wäre enorm.

Rail4chem führt das Projekt zur Durchleitung von Fremdstrom durch die öffentlichen Netze der Deutschen Bahn AG zusammen mit dem Duisburger Unternehmen PCC Energie GmbH durch, das sowohl den Strom selbst als auch die Stromtrassen passgenau für den Bedarf der rail4chem einkauft und einspeist. Die beiden Unternehmen wollen bei weiterhin erfolgreichem Verlauf des Vorhabens ihre Zusammenarbeit dauerhaft vertiefen.

Pressemeldung der rail4chem Eisenbahnverkehrsgesellschaft mbH.


URL: Homepage Rail4Chem Eisenbahnverkehrsgesellschaft mbH
Meldung vom 03.06.2005

Weitere Meldungen




Weitere Meldungen:


Gefunden beim Eisenbahn-Webkatalog.
http://www.eisenbahn-webkatalog.de