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Die BLS hat an Gewicht und Profil gewonnen.

Die BLS Lötschbergbahn AG hat im Jahr 2004 wichtige Etappenziele erreicht. Sie hat ihre Position sowohl auf den verschiedenen Verkehrsmärkten wie auch in der Politik weiter konsolidiert und ist auch mit den finanziellen Ergebnissen zufrieden.

Die Erfolgsrechnung widerspiegelt mit einer Zunahme des Betriebsertrags um 14,2% auf 549,3 Millionen Franken und des Betriebsaufwands um 14,3% auf 528,6 Millionen Franken das beträchtliche Wachstum des Konzerns. Das Betriebsergebnis 2004 liegt mit 20,7 Millionen Franken um 12,8 % über dem Vorjahr. Infolge des ausserordentlichen Aufwandes für die Personalvorsorge sank jedoch der Konzerngewinn auf 2,9 Millionen Franken (Vorjahr 13,4 Millionen Franken).

Die künftige Bahnlandschaft Schweiz nimmt Konturen an. Die Vorschläge des Bundesrates werden zu einer Strukturbereinigung und damit zu einer Stärkung des Systems des öffentlichen Verkehrs führen. Die BLS Lötschbergbahn AG arbeitet intensiv daran, eine der Privatbahnen zu sein, welche im bundesrätlichen Modell «SBB + X KTU» vorgesehen sind. Im Sinne dieser Strukturbereinigung zur Stärkung der Konkurrenzfähigkeit der schweizerischen Anbieter ist die Fusion von BLS und RM ein wegweisendes Projekt. Die Arbeiten daran laufen auf breiter Front mit dem Ziel, den Zusammenschluss auf Anfang 2006 zu realisieren, wie dies die Haupteigner – Bund und Kantone Bern, Luzern und Solothurn – Mitte April 2005 bestätigt haben.

Im Blick zurück auf das vergangene Jahr erscheint der 12. Dezember 2004 als beinahe magisches Datum. Der Fahrplanwechsel war von allen Partnern des öffentlichen Verkehrs minutiös vorbereitet worden. Die Umsetzung gelang nahezu reibungslos, der neue Fahrplan weist keine strategischen Fehler auf. Angesichts der Tatsache, dass bei der BLS 100 % der Zugslagen neu definiert wurden, sind Schönheitsfehler unvermeidlich. Wo solche bestehen – wie beispielsweise im Simmental –, bereitet die BLS Korrekturen vor.

Der 12. Dezember 2004 bedeutete auch das markanteste Etappenziel in der Umsetzung der Basisvereinbarung SBB/BLS vom 15. Mai 2001. Die damals in die Wege geleitete Arrondierung wurde schrittweise umgesetzt. Im Dezember 2004 folgten der umfangreiche Tausch von Leistungen im Personenverkehr und beim Rollmaterial. Offen ist damit einzig noch das Verkaufsstellennetz. Die BLS konzentriert sich heute konsequenter auf ihre Stärken. Damit gewinnt sie an Profil.

Gutes Ergebnis im operativen Geschäft
Die Erfolgsrechnung 2004 macht deutlich, dass die BLS im vergangenen Jahr erneut beträchtlich gewachsen ist. Der Betriebsertrag stieg um 14,2 % auf 549,3 Millionen Franken. Der Betriebsaufwand erhöhte sich um 14,3 % auf 528,6 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verminderte sich jedoch um 41,9 % auf 9,8 Millionen Franken. Ursache ist primär der ausserordentliche Aufwand für die Personalvorsorge von 12,7 Millionen Franken. Auch der Konzerngewinn 2004 verminderte sich dadurch auf 2,95 Millionen Franken (Vorjahr 13,4 Millionen Franken).

Neuausrichtung im Personenverkehr
Zum Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004 ergaben sich einschneidende Änderungen beim Personenverkehr. Die BLS ist neu für den Grossteil der S-Bahn Bern verantwortlich und hat auch mit der RegioExpress-Linie Bern–Langnau–Luzern neue Aufgaben übernommen. Die Konzentration auf diese Geschäftsfelder erlaubt nun einen klaren Fokus bei der Produktgestaltung, beim Marketing und bei der Kundenbetreuung. Mit ihrer modernen Fahrzeugflotte und der Strategie für Sicherheit, Sauberkeit und Service profiliert sich die BLS als kundennahes Unternehmen.

Der Verkehrsertrag des gesamten Geschäftsbereichs Personenverkehr reduzierte sich um 3,5 Prozent auf 127,0 Millionen Franken.

Im Regionalverkehr auf der Schiene, wo ab 12. Dezember 2004 ein starker Leistungsausbau stattfand, stieg die Nachfrage um 5,8 %, der Verkehrsertrag erhöhte sich um 5,4 % auf 32,3 Millionen Franken. Im Personenfernverkehr sank die Zahl der Fahrgäste um 3,6 % auf 6,68 Millionen, der Verkehrsertrag nahm um 6,6 % auf 55,4 Millionen Franken ab. Hauptgrund ist die um 20 Tage (5,5 %) verkürzte Verkehrsdauer.

Wegen des schlechten Wetters zu Beginn der Saison gingen die Frequenzen des Schiffsbetriebs Thuner- und Brienzersee um 13,5 % auf 1,08 Millionen Fahrgäste zurück. Dank Tarifanpassungen verminderte sich der Verkehrsertrag auf den Seen bloss um 3,7 % auf 10,1 Millionen Franken.

Eine unvermindert hohe Nachfrage registrierte der Autoverlad, wo 1,36 Millionen Fahrzeug zwischen Kandersteg und Goppenstein ein Plus von 1,4 % bedeuten. Der Verkehrsertrag stieg um 1,8 % auf 28,4 Millionen Franken. Die Preisreduktion gemäss der Regelung mit dem Preisüberwacher trat zum Fahrplanwechsel in Kraft und wirkte sich erst geringfügig aus.

Wiederum starkes Plus im Güterverkehr
Die BLS Cargo AG hat ihre Position im alpenquerenden Schienengüterverkehr stark ausgebaut. Die Verkehrsleistungen stiegen um 62 % auf 2216 Millionen Nettotonnen-Kilometer. Der Verkehrsertrag betrug 145,8 Millionen Franken. Dies entspricht einer Zunahme von 41,4 %.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass alle Verkehrssegmente und beide Transitachsen zum Wachstum beitrugen. Die grenzüberschreitenden Produktionskonzepte mit dem Partner Railion Deutschland wurden intensiviert, und die Präsenz auf der Gotthard-Achse wurde erfolgreich ausgebaut. BLS Cargo hat damit auch im vergangenen Jahr einen massgeblichen Beitrag zur Stärkung der Schiene im Alpentransit und zur Verkehrsverlagerung beigetragen.

Unverminderter Aufschwung für die Lötschberg–Simplon-Achse
Die BLS hat sich stets für die Lötschberg–Simplon-Achse stark gemacht. Und die Entwicklung gibt ihr Recht: Der Güterverkehr auf dem Abschnitt Thun–Brig nahm im Jahr 2004 um 18,2 % auf 1446 Millionen Bruttotonnenkilometer zu. Seit der Eröffnung des Huckepackkorridors im Jahr 2001 hat sich damit der Verkehr verdoppelt.

Für die Lötschberg-Achse ist der Fokus nun auf den 9. Dezember 2007 gerichtet. Auf diesen Zeitpunkt wird die volle Betriebsaufnahme geplant – ein verkehrspolitischer Meilenstein für die Schweiz und Europa. Das Ziel ist aus heutiger Sicht erreichbar, doch beinhaltet es beträchtliche Risiken; denn es fehlt die zeitliche Reserve. Massnahmen zur Beschleunigung sind deshalb rasch und unbürokratisch zu beschliessen. Und solche Massnahmen sind nur sinnvoll, wenn parallel dazu die Problematik des Zugsicherungssystems ETCS Level 2 gelöst wird.

Ausserordentliche Rückstellung für die Pensionskasse
Der Personalbestand der BLS-Gruppe stieg im Jahr 2004 nochmals um rund 100 Vollzeitstellen an. Damit konnte der grosse Bedarf an Lokführerinnen und Lokführern zum Fahrplanwechsel 2004 knapp gedeckt werden. Auch für das neue Konzept der Abendbegleitung in den S-Bahn-Zügen und für die Betriebsvorbereitungen der NEAT wurden zahlreiche Mitarbeitende rekrutiert. Der Personalaufwand nahm um 12,5% auf 193,55 Millionen Franken zu.

Die BLS ist der Pensionskasse ASCOOP angeschlossen, deren Lage schwierig ist. Sanierungsmassnahmen wurden bereits auf Anfang 2004 eingeführt. Weitere Schritte folgen auf Anfang 2006, namentlich die Umwandlung von der Gemeinschaftsstiftung in eine Sammelstiftung, die Umstellung vom Leistungs- auf das Beitragsprimat sowie die Erhöhung der jährlichen Sanierungsbeiträge von zurzeit 2 % auf neu 3 % der Lohnsumme, welche mindestes paritätisch aufzuteilen ist. Um den Sanierungspflichten der Unternehmung Rechnung zu tragen und um den Wechsel zum Beitragsprimat für die älteren Mitarbeitenden abzufedern, hat die BLS eine Rückstellung von 12 Millionen Franken zulasten der Rechnung 2004 getätigt.

In der Pensionskassenfrage geht die BLS mit dem Verband öffentlicher Verkehr VöV einig, dass im Rahmen der Verhandlungen des Bundes mit der SBB-Pensionskasse über eine zweite Sanierungsrunde zwingend auch die Sanierung der ASCOOP berücksichtigt werden muss. Denn ein weiteres Auseinanderklaffen der Aufwendungen für die Personalvorsorge zwischen SBB und KTU ist angesichts des zunehmenden intramodalen Wettbewerbs nicht tragbar.

Weitere Informationen zur Bilanz 2004 der BLS finden Sie hier.

Pressemeldung der BLS Lötschbergbahn AG.


URL: Homepage der BLS Lötschbergbahn AG.
Meldung vom 10.05.2005

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